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Leppa: Alle Akteure tragen zum Online-Gesicht des Wirtschaftsstandorts Braunschweig bei

Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa wird dem Wirtschaftsausschuss am 24. August eine Studie zur Online-Präsenz des Wirtschaftsstandorts Braunschweig vorstellen. Die Untersuchung wurde von der CIMA Beratung + Management GmbH im Auftrag der Braunschweig Zukunft GmbH durchgeführt. Ein zentrales Ergebnis der Studie: Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Braunschweig kommunizieren sehr professionell und betreiben ansprechende Internetpräsenzen. Was den Bezug zum Standort Braunschweig angeht, sieht die Studie allerdings noch Luft nach oben.

Untersucht wurden 50 Unternehmen,
18 Forschungseinrichtungen, sechs Netzwerke/Cluster sowie 16 Marketinginitiativen und Wirtschaftsverbände. Nur wenige von ihnen gehen in ihrer Online-Kommunikation explizit auf den Standort Braunschweig ein. Lediglich bei acht Unternehmen ist eine starke Identifikation mit Braunschweig ablesbar. Bei den untersuchten Forschungseinrichtungen ließ sich im Erhebungszeitraum Ende 2017 kein maßgeblicher Bezug zum Standort finden. Unter den Netzwerken und Clustern stechen lediglich der Forschungsflughafen und die Kooperationsinitiative Maschinenbau mit Informationen zum Standort heraus. Bei den 16 Marketing-Initiativen bzw. Verbänden und Kammern bescheinigen die Autoren immerhin sechs eine sehr gute Standortkommunikation, darunter der Auftritt der städtischen Wirtschaftsförderung Braunschweig Zukunft GmbH und das Portal „best choice“ der Braunschweig Stadtmarketing GmbH.

Und genau hier sieht Leppa praktische Anknüpfungspunkte.
Das Portal best choice, das aus der gleichnamigen Fach- und Führungskräftekampagne hervorging, biete hochwertig aufbereitete Informationen über Braunschweig als Lebens- und Arbeitsstandort. „Insbesondere Fachkräfte schauen heute ganz genau hin, bevor sie sich für ein Stellenangebot und damit für eine Stadt entscheiden“, so der Wirtschaftsdezernent.

Natürlich sei es vollkommen legitim, dass sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei ihrer Kommunikation auf ihre inhaltlichen Schwerpunkte konzentrierten und ihre tägliche Arbeit präsentierten. „Eine Ergänzung durch nützliche Informationen über den Standort, an dem sie tätig sind, würde die Auftritte jedoch zusätzlich aufwerten und die Stärken unseres Standorts unterstreichen“, so Leppa.

Die Basis dafür sei durch die professionelle Kommunikationsarbeit nahezu aller untersuchten Akteure vielversprechend. „Die untersuchten Teile der lokalen Wirtschaft sind online hoch präsent“, so Leppa. Insbesondere die Forschungseinrichtungen seien auch in sozialen Netzwerken sehr aktiv und bespielten gleich mehrere Online-Kanäle. „Von einer stärkeren Verknüpfung fachlicher und standortbezogener Informationen würden sowohl die Unternehmen und Institutionen als auch der Standort Braunschweig profitieren.“

Dies erfordere nicht zwingend großen Aufwand. Durch die Präsenzen der Stadt, des Stadtmarketings, der Wirtschaftsförderung und auch regionalen Institutionen seien die Information durchaus schon im Netz verfügbar. „Worauf es ankommt, ist eine kluge Einbindung der vorhandenen Inhalte auf den Seiten unserer Partner, Unternehmen und Forschungseinrichtungen“, so Leppa. Hierzu genüge häufig bereits eine Verlinkung, die interessierte Nutzer auf weiterführende Seiten leitet.

Zudem wollen Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing eine Arbeitsgruppe bilden, die sich mit den in der Studie aufgezeigten Handlungsbedarfen auseinandersetzt. So könnten den Unternehmen und Forschungseinrichtungen zum Beispiel fertige Textbausteine über den Standort Braunschweig zur Integration in ihre Online-Präsenzen angeboten werden.

Wichtig ist Leppa zufolge dabei vor allem die Erkenntnis: „Gerade in der zunehmend digitalisierten Gesellschaft trägt jedes einzelne Unternehmen und jede Institution zum Gesamtbild unserer Stadt im Internet bei.“ Denn dieses Gesamtbild setze sich aus der Summe aller auffindbaren Informationen zusammen. „Wir alle präsentieren Braunschweig, und je mehr sich alle Akteure als Botschafter für den Standort verstehen, umso sichtbarer und attraktiver wird unser Standort für Fachkräfte, potenzielle Partner, Investoren und ansiedlungsinteressierte Unternehmen.