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Hochstr.21 Okerburg

© Horn,W Foto2015Okerburg

Um 1900 wurde die Verbindung Hochstraße Helmstedterstr. geschaffen. Das ursprünglich zur Helmstedter Straße gehörende Grundstück erhielt nun die Anschrift Hochstraße 21.Durch diese neue Straßenführung kam das Gebäude der ehemaligen Howaldtschen Gießerei in seine heutige Ecklage. Aus dem mehrfach umgebauten, im Zweiten Weltkrieg beschädigten und wieder aufgebauten ehemaligen Gießhaus gingen die bekanntesten Braunschweiger Bronzebildwerke des 19.Jh. hervor, u.a. das Lessingdenkmal und der Heinrichsbrunnen auf dem Hagenmarkt, Brunonia 1 (Zerstörung durch Blitzeinschlag) und 2 sowie die Reiterstandbilder. Der Baukomplex ist heute ein städtebaulich wirksamer Faktor. Der Bildhauer und Erzgießer Georg Ferdinand Howaldt (1802 bis 1883) errichtete 1859 eine erste Gießhalle, die im Kern noch in dem schlichten, eingeschossigen Nordflügel mit Rundbogenfenstern und Satteldach erhalten ist. Die südlich daran anschließenden zweigeschossigen Gebäudeteile, sind Erweiterungen aus den ersten Jahren des 20.Jh. Nach Aufgabe der Gießerei im Jahre 1906 wurde der gesamte Gebäudekomplex 1912 von dem "Schlaraffia Brunsviga e.V." aufgekauft und vor allem im Innern, aber auch erneut am Außenbau verändert. Nach Beseitigung von Kriegsschäden wird das Gebäude heute wieder als Club und Voreinshaus sowie von der städtischen Musikschule genutzt.