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Grimme Natalis und Co

© Horn, W ArchivGrimme Natalis und Co

Kastanienallee 71 Grimme Natalis und Co
In der Kastanienallee, die früher Weg zum großen Exerzierplatz hieß, befindet sich ein großer Gebäudekomplex, in dem heute die BBS- V und die Technikerschule untergebracht sind. Ursprünglich gab es hier die Eisengießerei Grimme. Mit dem Nähmaschinenhersteller Natalis wurde 1871 die Firma „Grimme & Natalis & Co“ gegründet, die auch Öfen, Gruden, Gasherde und später den Dosenöffner Grimmwolf herstellte. Heute kann man erkennen, dass ein Gebäudeteil aus dieser Zeit dort noch steht (kleines Giebelhaus). Als das Geschäft mit Nähmaschinen Anfang der 1880er Jahre einbrach (Singer) wurde, stellte man die Fabrikation auf Rechenmaschinen mit Sprossenrädern das „Gehirn aus Stahl“ um. Firma und Produkte erhielten den Namen Brunsviga. Es wurde bis 1926 unter der Regie von Franz Trinks – er erfand auch die erste schreibende Rechenmaschine der Welt – die Basis für eine Vielzahl von Rechenmaschinen und Addiermaschinen entwickelt. Im Jahre 1959 wurde die Firma an „Olympia“ verkauft, die 1967 ein neues Werk in der Gifhorner Straße baute. Nach dem Neubau der Fabrik wurde das ganze Areal an der Kastanienallee an die Stadt verkauft, die die Gebäude mit großem Aufwand zu einer Schule umbaute. Im Jahre 1970 wurde die Techniker- Schule hierher verlegt und im Jahre 1980 die Berufsbildende Schule V.