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Carl Friedrich Gauß

geb. 30.04.1777 • gest. 23.02.1855

Geburtshaus von Carl Friedrich Gauß (Ansichtskarte: Sammlung Manuela Wenderoth)
Geburtshaus von Carl Friedrich Gauß

Johann Carl Friedrich Gauß wurde im Haus Am Wendengraben Ass.-Nr. 1550 (später Wilhelmstraße 30) geboren.

Nach dem Abitur am Catharineum studierte er am Collegium Carolinum (1792 - 1795) - dem Vorläufer der heutigen Technischen Universität Braunschweig. Finanziell unterstützt wurde dabei von Herzog Karl Wilhelm Ferdinand, der ihm auch sein Studium in Göttingen (1795 - 1798) ermöglichte. Auf Wunsch des Herzogs promovierte er daher 1799 in Helmstedt zum Doktor der (Natur-)Philosophie.

Nachdem es Gauß 1796 gelungen war nur mit Hilfe eines Lineals und eines Zirkels ein 17-Eck zu zeichnen, entschied er sich gegen die Philologie und für die Mathematik.

17-Eck am Gaußdenkmal (Foto: Manuela Wenderoth)
17-Eck am Gaußdenkmal

1799 kehrte er nach Braunschweig zurück. Er wurde weiterhin vom Herzog finanziell unterstützt, bis dieser 1806 in der Schlacht bei Jena und Auerstedt an seinen tödlichen Verwundungen starb.

Bei Vermessungen im Felde lernte er 1803 seine spätere Frau Johanne Elisabeth Rosine Osthoff kennen. Sie heirateten 1805 und im Jahr darauf wurde ihr Sohn Joseph in Braunschweig geboren.

1807 erfolgte die Berufung von Gauß an die Universität Göttingen als Professor der Astronomie, gleichzeitig wurde er Direktor der dortigen Sternwarte. Die Familie zog nach Göttingen um.
Die Tochter Wilhelmine wurde 1808 geboren und nach der Geburt von Sohn Louis/Ludwig (1809) starb seine Frau kurz darauf an den Folgen der Geburt.
1810 heiratete Gauß erneut: Friederica Wilhelmine Waldeck. Dem Paar wurden drei weitere Kinder geboren: Eugen (1811), Wilhelm (1813) und Therese (1816).

Carl Friedrich Gauß beschäftigte sich in seinem Leben mit vielen Gebieten: Analysis, Geometrie, Astronomie, Geodäsie und dem Erdmagnetfeld.
Zu seinen Veröffentlichungen gehören u. a. die Abhandlung über die Zahlentheorie "Disquisitiones arithmeticae" (1801) und die "Theoria motus corporum coelestium" (1809) zur Berechnung von Planetenbahnen.

Er starb am 23.02.1855 in Göttingen und ist dort auf dem Friedhof von St. Albani begraben.

Grab von Carl Friedrich Gauß (Foto: Manuela Wenderoth)
Grab von Carl Friedrich Gauß

In Braunschweig wurde vieles nach Carl Friedrich Gauß benannt:
Gaußstraße, Gaußplatz (seit 1905 Linnéstraße), Am Gaußberg, Gaußbrücke, Gaußdenkmal, Gaußpreis (Carl-Friedrich-Gauß-Medaille der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft), Gaußschule, Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät, Gauß-IT-Zentrum, ...


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© Manuela Wenderoth

Verwendete Quellen:
Dieter Lelgemann: Gauß und die Messkunst, Darmstadt, Primus, 2011

Stand: 19.11.2015


 

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