Breitbandausbau in Braunschweig - kabelgebunden: GLASFASER- eigenwirtschaftlich und gefördert -

Ein Markterkundungsverfahren, bei dem die Telekommunikationsunternehmen und TK-Netzdienstleister (kurz TKU) der Stadtverwaltung ihre Bandbreiten von Braunschweiger Wohnadressen sowie die Ausbauabsichten in den kommenden drei Jahren gemeldet haben, wurde 2019 durchgeführt. Dabei ist bereits deutlich geworden, dass in den urbanen Gebieten Braunschweigs generell ein Kabelnetz zur Verfügung steht, das in den kommenden Jahren für Privathaushalte ausreichende Bandbreiten mit bis zu 1 Gbit/s (= 1.000 Mbit/s) im Download bieten wird. 

Die Markterkundung hat auch gezeigt, dass die Braunschweiger Schulen öffentlicher und privater Träger gut versorgt sind. Im Stadtgebiet gibt es rund 120 Schulstandorte, die bis auf sehr wenige Ausnahmen an ein Glasfaser- oder ein gigabitfähiges Netz angebunden sind.  Sämtliche Klinikstandorte sind nach den Rückmeldungen der TKU bereits mit Glasfaser oder gigabitfähigen Leitungen erschlossen.

Aktuell haben circa 77 % der Haushalte und Unternehmensstandorte in Braunschweig einen direkten Zugang zu Glasfaserleitungen. Die derzeitige Betrachtung in den meisten verbleibenden Siedlungen/Stadtteilen in Braunschweig, die noch keine Glasfaserversorgung haben, zeigt auch, dass ein sehr hoher Anteil der Adressen (ca. 80 – 99 %) einen Zugang zu HFC-Kabelnetzen (insbesondere von Vodafone) mit Downloadraten von bis 1 Gbit/s hat. Für diese Adressen besteht nach aktuellem Förderrecht kein Anspruch auf einen geförderten Glasfaserausbau (siehe auch Ausführungen unter "Geförderter Ausbau - Graue-Flecken-Förderung"). 

Der Glasfaserausbau ist ein zukunftsweisender Schritt, der die Stadt Braunschweig fit für die digitale und vernetzte Welt macht. Darum lohnt sich der Umstieg auf die zukunftssichere Glasfaser-Technologie für die nächsten Jahrzehnte: 

  • Glasfaserkabel ermöglichen deutlich höhere Übertragungsraten als Kupferkabel in Lichtgeschwindigkeit. So lassen sich rasend schnell riesige Datenmengen herauf- und herunterladen.
  • Glasfaser bietet die stabilste Verbindung u. a. für digitales Lernen und Arbeiten, Streaming und Gaming, Smart-Home-Technologien, Industrie 4.0 – alles gleichzeitig.
  • Glasfaser ist weniger störanfällig und robuster gegenüber äußeren Einflüssen wie z. B. Wasser und elektromagnetische Störungen.
  • Glasfaser ist gut für den Klimaschutz, weil deutlich weniger Energie verbraucht wird als im Kupfernetz.
  • Glasfaser steigert den Wert einer Immobilie. Wenn diese verkauft oder vermietet werden soll, ist der Glasfaseranschluss ein gutes Verkaufsargument. 

Die Erreichung des städtischen Ziels eines grundsätzlich flächendeckenden Glasfaserausbaus in Braunschweig steht also in Abhängigkeit der Wirtschaftskraft der TKU in Verbindung mit der Bereitschaft der Anwohnerinnen und Anwohner, Glasfasertarife - zur Refinanzierung der Investitionen in den Glasfaserausbau - tatsächlich zu buchen. Sei es in Glasfaser-Bestandsgebieten bzw. in Siedlungen und Stadtteilen, in denen Vorvermarktungen stattfinden.   

Die Glasfaser-Kampagne des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) informiert unter dem Motto „Gib dich nicht mit dem Zweitbesten zufrieden. Jetzt zu Glasfaser wechseln.“ umfassend und anbieterneutral über das Thema Glasfaser (https://das-beste-internet.de/ (Öffnet in einem neuen Tab)). 

Eigenwirtschaftlicher Ausbau

Die Deutsche Telekom baut seit Anfang 2021 mit großem finanziellem Engagement in Braunschweig ihr Glasfasernetz aus, nachdem Sie bereits Anfang der 2010´er Jahre die Weststadt erschlossen hatte. Zuerst werden die Netzverteilerkästen gesetzt und anschließend die Glasfasertrassen in den Straßen verlegt. Die einzelnen Hausanschlüsse erfolgen stellenweise später und können -je nach Nachfrage- auch in den Folgejahren noch für kleine Baumaßnahmen (sogenannte Kopflöcher) sorgen. Mittlerweile sind bereits folgende Stadtteile grundsätzlich flächendeckend mit Glasfaser angebunden: Östliches und Westliches Ringgebiet, Ölper, Viewegsgarten, Melverode, Heidberg, Bebelhof, Rüningen, Vorwerksiedlung, Schwarzer Berg, Siegfriedviertel, Gartenstadt, Lehndorf, Kanzlerfeld, Südstadt, Mascherode, die äußere Innenstadt, das Gebiet nördlich der Okerumflut bis zum Siegfriedviertel, Querum, Gliesmarode und Riddagshausen.

Die im Jahr 2024 begonnenen Ausbaumaßnahmen in den Stadtteilen Lindenberg und Rautheim werden fortgesetzt und sollen im Jahr 2025 abgeschlossen werden.
Die geplanten Anbindungen Braunschweiger Wohnungswirtschaftsunternehmen (u. a. in Broitzem, Kralenriede, Rühme, Stöckheim, Timmerlah, Volkmarode und auch Rautheim) wurden fertiggestellt. Für das Jahr 2026 plant die Telekom den zeit- und kostenintensiven Glasfaserausbau der Braunschweiger Innenstadt.

Teilweise können in diesem Rahmen an der Glasfasertrasse liegende Gebäude einen (ggf. kostenpflichtigen) Anschluss erhalten. Die potenziellen Kundinnen und Kunden können über die Verfügbarkeitsprüfung der Telekom (https://www.telekom-profis.de/shop/festnetz_und_surfen/?gf=1) feststellen, ob ein Hausanschluss samt Tarif an ihrer Adresse bestellt werden kann.

Die Telekom hat informiert, von ihren früheren Zusagen eines Glasfaserausbaus der Stadtteile Hondelage, Dibbesdorf, Volkmarode, Schapen, Kralenriede, Schuntersiedlung, Stöckheim, Leiferde und Broitzem abzurücken. Wie das Unternehmen mitteilte, sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen neu bewertet worden. Trotz intensiver Gespräche der Verwaltung mit der Telekom konnten zum jetzigen Zeitpunkt keine anderslautenden Ergebnisse erzielt werden.

Die Deutsche Glasfaser (DG) kann bis auf vereinzelte Nach- und Hausanschlussarbeiten den Ausbau im Stadtteil Lamme abschließen. 

Darüber hinaus hat die DG Ende Anfang September 2025 im nördlichen Bereich Querums, der Siedlung "Querumer Forst", und in Timmerlah mit ihrer Nachfragebündelung begonnen. Entsprechende Infoveranstaltungen fanden Anfang September statt. Sofern sich nach Konzernangabe mindestens 33 % der jeweiligen Haushalte im Rahmen der zeitlich befristeten Vorvermarktung bis Ende November 2025 für einen Hausanschlussvertrag entscheiden, sollen die Stadtteile grundsätzlich vollständig mit Glasfaser ausgebaut werden.

Dank intensiver Gespräche konnte die Breitbandkoordinierung die Deutsche Giga-Netz (DGN) dafür gewinnen, eigenwirtschaftliche Ausbauüberlegungen für Braunschweig zu entwickeln. Die DGN beabsichtigt in einer ersten Ausbauphase, die Stadtteile Völkenrode, Watenbüttel und Veltenhof in den Fokus zu nehmen. Hierzu ist vorgesehen, eine Vorvermarktung voraussichtlich Ende nächsten Jahres zu starten. Bei Erreichen der Vorvermarktungsquote soll nach einer Planungsphase und dem Vorliegen der entsprechenden Genehmigungen ein grundsätzlich flächendeckender Glasfaserausbau anschließen.

Neben den vorgenannten Telekommunikationsunternehmen (TKU) investieren u.a. die Vodafone GmbH, die BS|NETZ GmbH / BS|ENERGY und die EWE Netz GmbH als TK-Netzdienstleister in die Aufrechterhaltung und die Erweiterung Ihrer Glasfasernetze sowohl in Wohn- und Gewerbeneubau- wie auch in Bestandsgebieten. Die Telefon-, Internet- und Mobilfunkanbieter 1&1 GmbH, htp GmbH sowie o2 – Telefonica GmbH werben aktiv in Braunschweig, um insbesondere über die (neuen) Glasfasernetze der Telekom bzw. BS|Netz Kundinnen und Kunden zu akquirieren. Ein ursprünglich vorgesehener Ausbau der 1&1 in Bienrode sowie in weiteren -bereits mit Glasfaser versorgten- Gewerbegebieten ist nach erneuter Wirtschaftlichkeitsprüfung zunächst zurückgezogen worden.

Zur Verbindung bestehender Knotenpunkte führt das u. a. auf Weitverkehrs-Glasfasernetze (Backbone) spezialisierte Unternehmen GasLINE derzeit Trassenneubauten im Stadtgebiet Braunschweig durch. Die in großen Teilen in unterirdischer Bauweise (Spülbohrverfahren mit vereinzelten Baugruben) zu verlegende Glasfasertrasse beginnt an der Bundesstraße B1 – Nähe Raffturm, tangiert die Stadtteile Timmerlah, Weststadt, Broitzem sowie Geitelde und verläuft weiter gen Süden. Eine weitere Glasfaserferntrasse wird vom selben Ausganspunkt an der B1 durch Lamme und über Watenbüttel bis zum Gewerbegebiet Hansestraße-West geführt. Direkte Hausanschlüsse an diese Art von Leitungen sind grundsätzlich nicht möglich, jedoch können Zugangspunkte für TKU geschaffen werden. Dies könnte die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für eigenwirtschaftliche Glasfaserausbauten durch TKUs verbessern. Die Stadt hat hier bereits Kontakte vermittelt.

Der privatwirtschaftliche Glasfaserausbau erfolgt auf Grundlage unternehmerischer Entscheidungen und im Wettbewerb der Unternehmen. Dadurch kann es vorkommen, dass bereits mit Glasfaser versorgte Gebiete durch ein weiteres TKU mit Glasfaser erschlossen werden.

Die Breitbandkoordinierung steht mit den TKU im regelmäßigen Austausch zum Baufortschritt und um einen Überbau bestmöglich zu vermeiden. Darüber hinaus werden Gespräche zu Stadtteilen geführt, zu denen noch kein TKU eine Ausbauabsicht erklärt hat. Wie bereits einleitend ausgeführt, ist es Ziel der Stadt Braunschweig, durch eine kooperative Unterstützung der TKU eine hohe Glasfaser-Eigenausbauquote zu erzielen.


Karte mit den Glasfaserausbau-Gebieten in Braunschweig - Stand August 2025© Stadt Braunschweig

Geförderter Ausbau

"Weiße-Flecken-Förderung" 

Mithilfe von Fördermitteln möchte die Stadt Braunschweig zusätzlich dort nachhelfen, wo aus wirtschaftlichen Gründen ein marktgetriebener Ausbau durch die TKU nicht erfolgt ist und nur niedrige Bandbreiten (weniger als 30 Mbit/Sekunde = weißer Fleck) zur Verfügung stehen. Priorität hat der möglichst vollständige Ausbau in allen Gewerbegebieten, um mit zukunftsfähigen Internetanschlüssen die Wettbewerbsfähigkeit der Braunschweiger Unternehmen und des Wirtschaftsstandortes zu sichern. Auch gilt es, vereinzelte unterversorgte Schulen an das Glasfasernetz anzubinden. 

Auf Beschluss des Rates der Stadt Braunschweig hat die Verwaltung Förderanträge beim Projektträger ateneKOM GmbH (jetzt aconium GmbH) des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) sowie beim Land Niedersachsen (NBank) gestellt und bewilligt bekommen. Zudem wurden entsprechende städtische Haushaltsmittel für einen geförderten Glasfaserausbau zur Verfügung gestellt. 

Basierend auf der Auswertung des Markterkundungsverfahrens wurden durch das Wirtschaftsdezernat für 624 "weiße-Flecken"-Adressen Förderanträge gestellt. Den Ausbau der geförderten Adressen übernimmt die Telekom Deutschland GmbH. Der Beauftragung war ein europaweites Ausschreibungsverfahren vorausgegangen. In diesem erklärte die Telekom verbindlich, dass sie von den ausgeschriebenen 624 förderfähigen Adressen 179 in ihr bestehendes eigenwirtschaftliches Ausbauengagements in Braunschweig übernimmt. Durch zwischenzeitliche Veränderungen (z. B. Gebäudeabrisse, fehlerhafte Adressdaten) hat sich die Anzahl auf nunmehr rund 430  förderrechtlich zu erschließende Adressen im Stadtgebiet geändert, davon liegt ca. die Hälfte in Gewerbegebieten. Im Laufe des Verfahrens kann es ggf. noch zu Anpassungen der aktuell förderfähigen Gebietszuschnitte kommen.

An denen sich im einstelligen Millionenbetrag bewegenden Auftragskosten beteiligen sich zu 50 Prozent der Bund sowie mit bis zu 25 Prozent das Land Niedersachsen. Den Rest steuert die Stadt Braunschweig bei. Die Unterzeichnung des - förderrechtlich vorgeschriebenen - Zuwendungsvertrages zwischen der Telekom und der Stadt wurde im Oktober 2023 vollzogen. 

Der Baustart / Spatenstich erfolgte am 4. April 2024 im kleinen Gewerbegebiet in Rüningen am Leiferder Weg. Darüber hinaus ist parallel auch im Gebiet des Braunschweiger Hafens (Veltenhof) mit den Erschließungen begonnen worden.

Der geförderte Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten ist nunmehr grundsätzlich abgeschlossen. An vereinzelten Adressen bzw. Zuleitungen können noch letzte Arbeiten durchgeführt werden:

  • Thune: Meinestraße, Friedhofsweg
  • Wenden: Am Salgenholz, Im Steinkampe; Wendebrück, Am Bockelsberg, Hauptstraße
  • Veltenhof: Am Hafen
  • Rühme: Osterbergstraße
  • Kralenriede / Querum: Bienroder Weg
  • Volkmarode: Kirchweg
  • Gliesmarode: Kurzekampstraße, Vossenkamp; Petzvalstraße, Berliner Straße; Efeuweg, Querumer Straße
  • Lehndorf: Hildesheimer Straße, Schölkestraße
  • Altewiek: Ackerstraße; Am Hauptgüterbahnhof, Helmstedter Straße; Heinz-Scheer-Straße 
  • Wilhelmitor: Frankfurter Straße
  • Gartenstadt / Broitzem: Marienberger Straße
  • Rautheim: Triftstraße, Braunschweiger Straße
  • Rüningen: Leiferder Weg; Thiedestraße; Schenkendamm

Der Ausbau der sonstigen förderfähigen Adressen im Stadtgebiet - außerhalb der Gewerbegebiete - ist mittlerweile zu über 90 % erfolgt. Aufwendige Glasfaserzuleitungen unter Bahn- oder Autobahnstrecken bzw. über Privatgrund mit Genehmigungs- und Verhandlungsverfahren können allerdings zu längeren Planungs- und Umsetzungszeiten sowie späteren Inbetriebnahmen führen.  Der Abschluss der Baumaßnahmen ist von der Telekom von vornherein bis Mitte 2026 vorgesehen und aus förderrechtlicher Sicht somit noch ausreichend im Zeitplan. 

Folgende Adressbereiche bzw. die Zuleitungen zu diesen befinden sich im Ausbau oder stehen in den kommenden Wochen/Monaten an:

  • Wenden: Wendebrück 
  • Watenbüttel: Celler Heerstraße
  • Querum: Bevenroder Straße/Waggumer Weg/Hermann-Blenck-Str.
  • Riddagshausen / Buchhorst: Ebertallee

In den nachstehenden Bereichen sind die Trassen-Verlegearbeiten bereits grundsätzlich erfolgt, Nacharbeiten bzw. Hausanschlüsse können teilweise noch folgen:

  • Thune: Thunstraße, Frickenmühle
  • Waggum: Rabenrodestraße, Zum Kahlenberg
  • Rühme: Osterbergstraße
  • Hagen / Siegfriedviertel / Querum: Bienroder Weg; Feuerbergweg
  • Lamme: Rodedamm
  • Altpetritor / Hohetor / Lehndorf: Madamenweg, Reuchlinstraße, Strombeckstraße; Raffturm
  • Gliesmarode / Riddagshausen: Am Hasselteich, Fischerweg, Brodweg
  • Altewiek: Ackerstraße
  • Lindenberg: Rautheimer Straße
  • Wilhelmitor: Eisenbütteler Straße, Kennelweg
  • Mascherode: Jägersruh
  • Leiferde: Grundschule Lüdersstraße
  • Stöckheim: Am Zoo, Salzdahlumer Weg, Am Lechelnholz, Herbstkampweg, Stöckheimstraße

Der Weg zum kostenlosen Hausanschluss

Die Eigentümerinnen und Eigentümer der förderfähigen Adressen haben von der Stadt und der Telekom bereits mehrfach gemeinsame Informationen zur Beantragung eines kostenlosen Hausanschlusses erhalten. Auch im III. Quartal 2025 wurden – vor dem Hintergrund zurückhaltender Inanspruchnahmen der kostenlosen  Hausanschlüsse –diese Adressen erneut angeschrieben und über die Vorteile schneller Glasfaserverbindungen sowie die Chance auf einen kostenlosen Hausanschluss informiert. Darüber hinaus verteilt die Telekom bzw. die ausführende Baufirma während der Ausbauarbeiten weitere Flyer. Die Zuleitungen und Hausanschlüsse werden nach erklärtem Einverständnis der Eigentümer grundsätzlich kostenlos von der Telekom hergestellt, den Aufwand hierfür unterstützen die Fördermittelgeber und die Stadt. Die bei Bedarf abzuschließenden Providerverträge für Internet- und Telefontarife sind wie allgemein üblich durch die Nutzer zu zahlen. Diese können bei allen Telekommunikationsunternehmen (TKU) / Providern beauftragt werden (sogenannter Open Access). Veränderungen an der Adresskulisse im weiteren Verfahren sind vorbehalten.

An der Glasfaserstrecke zu den „weißen Flecken“ liegende Adressen, die die Förderkriterien nicht erfüllt haben, können nicht mit Fördermitteln kostenfrei angeschlossen werden. Fördermittelgeber und Telekom haben signalisiert, dass Interessenten sich bei der Telekom melden können. Nach entsprechender Prüfung könnten Hausanschlüsse - voraussichtlich unter Zahlung eines Baukostenzuschusses - realisiert werden.

Ob Ihre Adresse in einem Fördergebiet liegt, können Sie auf der nachstehenden Karte einsehen und über die Verfügbarkeitsprüfung der Telekom unter www.telekom.de/glasfaser (Öffnet in einem neuen Tab) abfragen. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter den kostenfreien Telekom-Servicenummern 0800 330 3000, 0800 33 04174 und 0800 22 66 100.

"Graue-Flecken-Förderung" 

Aufgrund neuer Förderprogramme und Anspruchsvoraussetzungen (Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0 – „Graue Flecken-Förderung“) wird die Beantragung weiterer Zuwendungen - in Abhängigkeit des vorrangigen eigenwirtschaftlichen, also nicht durch Steuermittel finanzierten, Glasfaserausbaus - für unterversorgte Adressen geprüft.

Als unterversorgt gelten demnach Adressen, die jedem Endnutzer zu Spitzenlastzeitbedingungen eine Datenrate von nicht mindestens 300 Mbit/s im Download und mindestens 150 Mbit/s im Upload zur Verfügung stellt und voraussichtlich auch nicht zur Verfügung stellen wird. Nicht förderfähig ist der Netzausbau in Gebieten, in denen bereits zwei Netze vorhanden sind, die jedem Endnutzer zu Spitzenlastzeitbedingungen eine Datenrate von mindestens 100 Mbit/s im Download zur Verfügung stellen oder voraussichtlich zur Verfügung stellen werden.

Nicht förderfähig sind weiterhin Gebiete , die mit mindestens einem HFC-Kabelnetz mit mindestens dem Standard Docsis 3.1 (Downloadraten von bis zu 1.000 Mbit/s) ausgestattet sind. Das bedeutet einen Förderausschluss, wenn ein HFC-Kabelnetz in der Straße verlegt ist, aber lediglich der Teilnehmer-Hausanschluss noch fehlt (so gennantes "homes passed"). Wie einleitend auf dieser Internetseite bereits ausgeführt, kann in den meisten verbleibenden Siedlungen/Stadtteilen in Braunschweig, die noch keine Glasfaserversorgung haben, an einem sehr hohen Anteil der Adressen (ca. 80 – 99 %) auf HFC-Kabelnetze (insbesondere von Vodafone) mit Downloadraten von bis 1 Gbit/s zugegriffen werden. Somit besteht für diese Adressen grundsätzlich kein Anspruch auf einen geförderten Glasfaserausbau. Die Erreichung eines sehr hohen Status an Glasfaserausbauten in den verbleibenden Siedlungen/Stadtteilen steht also in Abhängigkeit der Wirtschaftskraft der TKU in Verbindung mit der Bereitschaft der Anwohnerinnen und Anwohner, bei Vorvermarktungen Glasfasertarife tatsächlich zu buchen.  

Karte mit den förderfähigen Glasfaserausbau-Gebieten in Braunschweig - Stand November 2024 © Stadt Braunschweig

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  • Stadt Braunschweig