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Sonderausstellung "Gesellschaft der Freunde junger Kunst"

Plakatmotiv der Sonderausstellung „Gesellschaft der Freunde junger Kunst“ im Schlossmuseum Braunschweig (Foto: Hofer „Neues Land“ 1921 (Privatsammlung/Herzog Anton Ulrich-Museum, Foto: C. Cordes))

Die 1924 gegründete "Gesellschaft der Freunde junger Kunst" war neben dem Naturhistorischen Museum, den Kammerspielen des Landestheaters und dem Museum für fürstliche Kultur eine der Institutionen, die nach dem Ende der Monarchie in den Räumen des ehemaligen Braunschweiger Residenzschlosses untergebracht waren. Bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1933, vor dem Hintergrund nationalsozialistischer Verfolgung moderner Kunst, veranstaltete die Gesellschaft um ihren Gründer und "Kopf", den Sammler Otto Ralfs, über 40 Ausstellungen im Schloss. Ergänzt wurden diese durch Vortragsveranstaltungen führender Wissenschaftler der Zeit sowie Darbietungen modernen Tanzes. Mit diesem ambitionierten Programm war die "Gesellschaft der Freunde junger Kunst" die zentrale Institution zur Vermittlung avantgardistischer Kunstströmungen im Braunschweig der 1920er Jahre. Die Sonderausstellung im Schlossmuseum nimmt dies zum Anlass und bringt die Moderne zurück ins Schloss. Ein Vergleich zur höfischen Kunst vor der Abdankung Herzog Ernst Augusts 1918 demonstriert, wie groß Veränderungen im Kunstgeschmack der damaligen Zeit tatsächlich waren: Erleben Sie die bemerkenswerte Entwicklung vom höfischen Porträt bis zum abstrakten Werk. Machen Sie Bekanntschaft mit den Größen der damaligen Avantgarde von Tanz und bildender Kunst. Betrachten Sie Werke von Braunschweiger Künstlern, die sich damals gleichwertig neben noch heute namhaften Künstlern behaupteten.

Die Ausstellung zeigt. u.a. Gemälde, Druckgrafiken und Plastiken von Hofer über Pechstein zu Klee. Fotografien und Videos der Tanzgrößen Laban und Palucca laden zum Verweilen, Publikationen der Wissenschaftler zum Lesen ein. Das Begleitprogramm der Sonderschau nimmt Sie mit auf eine Zeitreise in die 1920er Jahre! Die Ausstellung "Gesellschaft der Freunde junger Kunst" wird gefördert vom Fachbereich Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig, der Braunschweigischen Stiftung, der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Richard Borek Stiftung und der Stiftung Niedersachsen.



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