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Erinnerungskultur

„Wer Erinnerung mit Vergangenheitsfixierung gleichsetzt, übersieht ihr verwandelndes Potential […]. Indem die Erinnerungskultur das eigene (Mit-) Verschulden und die Empathie mit fremdem Leid in sich aufgenommen hat, kann die negative Last der Geschichte in zukunftsweisende Werte verwandelt werden.“      Aleida Assmann

Aktuelles

Nationaler Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt

Die Bundesregierung hat in Ihrer Sitzung am 16. Februar 2022 beschlossen, ab dem Jahre 2022 am 11. März den "Nationalen Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt" zu begehen


Einweihung der Informationsstele Gedenkstätte Buchhorst© Stadt Braunschweig

Gedenkstätte Buchhorst

Am 13. Januar 2022 fand unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit und der Medien die Einweihung einer neugefertigten Informations-Stele an der Gedenkstäte Buchhorst statt. 
In der Nacht zum 10.Dezember 2021 war eine erste Informations-Stele an dieser Stelle kurz vor dem geplanten Einweihungstermin durch einen Brandanschlag zerstört worden.

Eine Übersicht über die Berichterstattung und einige  Beiträge von Repräsentanten des Landes Niedersachsen, der Stadt Braunschweig und der am Projekt beteiligten Stiftungen sind hier (Öffnet in einem neuen Tab) nachzulesen.

Die Gedenkstätte Buchkorst

Stadtauswärts an der Ebertallee liegt die "Buchhorst".  Im Zentrum der südlichen Hälfte dieses Mischwaldgebiets stehen in einer Reihe drei merkwürdige Gebäude, ca. 50 Meter weiter südlich findet sich leicht versetzt ein weiteres. Die zwei nördlichen Gebäude sind aus Backstein, die 2 südlichen aus Beton. Die Gebäude haben zusammen 11 Öffnungen von ca. 10 Metern Breite und ca. 5 Metern Höhe. Bei diesen Gebäuden handelt es sich um die Kugelfänge ehemaliger Schießstände. Aus alten Karten geht hervor, dass sie teilweise vor dem Jahr 1900 errichtet wurden. Einst waren sie Teil eines geschlossenen Übungskomplexes mit Baracken, Mauern und weiteren Schießbahnen. Die Gebäude selbst waren früher mit Holz und Teerpappe verkleidet, um Querschläger zu vermeiden. Neben Übungstätigkeiten sind für die nazionalsozialistische Herrschaftsperiode auch Hinrichtungen belegt.
Seit November 2003 erinnert eine Gedenkstätte daran, dass hier von 1940 bis 1945 Deserteure, Widerstandskämpfer und wahrscheinlich auch Kriegsgefangene, die in Klein Schöppenstedt inhaftiert waren und dort Zwangsarbeit leisten mussten, als Opfer der nationalsozialistischen Willkürjustiz, erschossen wurden.

Da belegende Unterlagen bis auf wenige Ausnahmen generalstabsmäßig vernichtet wurden, kann heute nicht mit Klarheit gesagt werden, wieviele Personen in der Buchhorst den Tod fanden. Augenzeugen und gerichtliche Unterlagen belegen bisher mindestens sechs Hinrichtungen.

Dieser Ort war im 19. Jahrhundert als Schießübungsplatz für die Garnison Braunschweig angelegt worden und als solcher bis 1962 genutzt.

Im Mai 2020 erfolgte eine Nutzungsübertragung für das Areal des Gedenkortes an die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten.

Das von der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel in Zusammenarbeit der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Eigentümerin des Areals des Gedenkortes in der Buchhorst, und der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten im Jahr 2018 gestartete Projekt „outSITE Wolfenbüttel“ erforscht und dokumentiert die Außenorte des zentralen Strafgefängnisses Wolfenbüttel. Das Projektziel ist es, die Vernetzung dieser Haft-, Hinrichtungs- und Beerdigungsorte im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik aufzuzeigen. Sichtbar gemacht werden dies vernetzten Orte durch die Aufstellung von optisch identischen Stelen mit jeweils über den Aufstellungsort erklärendem Text. Die Stelen stehen an 10 regionalen und überregionalen Standorten. Ein outSIDE-Standort ist der Gedenkort Buchhorst, als ein Hinrichtungsort von Häftlingen des Strafgefängnisses Wolfenbüttel im Nationalsozialistischen Unrechtsstaat.


Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide 2021 - grenzenlos

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Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide 2021 - grenzenlos

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Unter dem Titel »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« wurde im letzten Jahr bundesweit mit unterschiedlichen künstlerischen und wissenschaftlichen Vermittlungsformaten Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in den Mittelpunkt gestellt. Auch in Braunschweig haben sich In Fortschreibung der Programmlinie der Braunschweiger Memorial-Kultur Institutionen verbunden, um vom 12. September 2021 bis 2. Januar 2022 mit Konzerten, Lesungen, Filmen und Ausstellungen Menschen aller Generationen mitzunehmen auf den Weg durch die reiche Tradition, aber auch unvorstellbar leidvolle Geschichte des deutschen Judentums.


Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Website,

hier finden Sie Informationen zu den verschiedenen Bereichen erinnerungskultureller Arbeit der Stadt Braunschweig.

Die Bemühungen um eine aktive und differenzierte Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit finden im Dezernat Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig ein Forum.

Mit dem Ziel, verschiedene Projekte und Initiativen in diesem Bereich zu verbinden und damit ein gesamtstädtisches "Vernetztes Gedächtnis" zu schaffen, wurde das sogenannte Gedenkstättenkonzept der Stadt Braunschweig entwickelt.

In diesem Zusammenhang wurden bisher drei „Zentralen Gedenkstätten“, ebenso wie verschiedene weitere „Orte der Erinnerung“ realisiert.

Unter „Kolonialdenkmal Jasperallee“ finden Sie Recherchearbeiten bezüglich des kolonialen Erbes der Stadt Braunschweig, sowie Formen der kritischen Aufarbeitung und Vermittlung desselben.

Im Stadtbild verteilt erinnern „Persönlichkeitstafeln“ an prägende Braunschweiger Persönlichkeiten.


Informationen zur Corona-Pandemie

Informationen zur Corona-Pandemie
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Besucherinnen und Besucher unserer Internetseite,

angesichts der aktuellen Situation der Corona-Pandemie bleiben, wie Sie aus den Medien erfahren haben, unsere Einrichtungen vorerst geschlossen und alle Veranstaltungen mussten abgesagt werden.

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