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Aktueller Stand des Kulturentwicklungsprozesses vor dem Hintergrund „Corona“

Am 18. Mai 2020 hat der Rat der Stadt Braunschweig der partizipativen Strategie zugestimmt, die Dr. Patrick Föhl vom Netzwerk Kulturberatung im Auftrag des Dezernats für Kultur und Wissenschaft für die Durchführung des Braunschweiger Kulturentwicklungsprozesses entwickelt hat. Die Beschlussvorlage finden Sie weiter unten zum Download, ebenso wie die ergänzenden Überlegungen zur Umsetzung vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie.

Denn wiewohl sich die Lage zumindest hierzulande derzeit etwas entspannt zu haben scheint, müssen wir das Geschehen im Auge behalten und die Notwendigkeiten berücksichtigen, die der Infektionsschutz weiterhin erfordert und vermutlich noch eine ganze Weile erfordern wird. Auch im Rahmen des Kulturentwicklungsprozesses selbst werden wir uns natürlich u. a. mit den Auswirkungen der Pandemie auseinandersetzen.

Vielleicht haben Sie insbesondere angesichts der gegenwärtigen Ausnahmesituation den Wunsch, sich mit uns auszutauschen und Anregungen für den Kulturentwicklungsprozess zu geben? Dann zögern Sie nicht, uns zu schreiben. Unsere E-Mail-Adressen finden Sie weiter unten.


Der Kulturentwicklungsprozess (KultEP) – ein ISEK-Projekt

Im Rahmen der Durchführung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) haben die Bürgerinnen und Bürger Braunschweigs auch Kunst und Kultur in unserer Stadt große Bedeutung beigemessen. Der Rat der Stadt Braunschweig hat die Verwaltung in der Folge beauftragt, eine partizipative Kulturentwicklungsplanung durchzuführen – vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Herausforderungen wie Digitalisierung und dem demographischen Wandel der Stadtgesellschaft.

Wir haben diese Seite eingerichtet, um Sie über den Kulturentwicklungsprozess auf dem Laufenden zu halten.

Ziel

„Kulturentwicklungsplanungen“ dienen der Qualifizierung kulturpolitischer Diskurse und der Bestimmung zukünftiger kulturpolitischer Leitlinien. Manche Kommunen sprechen von Kulturentwicklungsplan, wieder andere von Kulturentwicklungsstrategie oder -konzept, wir hier in Braunschweig von Kulturentwicklungsprozess, um den prozessualen Charakter und somit auch den Aspekt der Beteiligung zu betonen.

Am Anfang stehen Analyse und Bestandsaufnahme. Was zeichnet die aktuelle Kulturlandschaft Braunschweigs aus? Wo hat sie noch Potenziale, die gestärkt werden könnten? In dieser Phase befinden wir uns gerade.

So werden wir etwa in den nächsten Wochen die Braunschweiger Kulturakteur*innen und –ermöglicher*innen darum bitten, an einer Netzwerkanalyse teilzunehmen.

Danach geht es darum, gemeinsam mit den Kulturakteur*innen dieser Stadt auf Grundlage der Analysen herauszuarbeiten, wie die Zukunft der Kulturlandschaft gestaltet werden kann.

Konkrete Anregungen der Kulturakteur*innen sollen gehört und die unterschiedlichen Interessen soweit möglich „vergemeinschaftet“ werden, wie Patrick S. Föhl, der uns auf dem Weg des Kulturentwicklungsprozesses begleiten wird, es bezeichnet. Danach werden die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt einbezogen. Im Rahmen einer Kulturumfrage, deren Ergebnisse in den Kulturentwicklungsprozess einfließen werden, wurden sie bereits befragt.

Darauf aufbauend werden schließlich kulturpolitische Zielsetzungen formuliert, Schwerpunkte gesetzt und Maßnahmen definiert, die es danach Schritt für Schritt umzusetzen gilt. Aber: Es wird ein Prozess bleiben, der in sich keinen Abschluss hat; es wird Zwischenbilanzen und Bilanzen geben, und es werden sicher Beschlüsse über das eine oder andere Ergebnis dieses Prozesses zu fassen sein.

Wer macht was?

Als externen Projektleiter hat die Stadt Braunschweig Dr. Patrick S. Föhl beauftragt. Am 31.01.2020 stellte Dr. Patrick S. Föhl seine Herangehensweise im Ausschuss für Kultur und Wissenschaft im großen Sitzungssaal des Rathauses vor.

© Patricia HaasSuse Klemm und Dr. Patrick S. Föhl

Dr. Patrick S. Föhl ist Gründer und Leiter des Netzwerks Kulturberatung. Er hat über 30 Kulturplanungsprojekte als Projektleiter begleitet, darunter unter anderem für die Metropolregion Rhein-Neckar, KulturRegion Stuttgart und die Städte Nürnberg, Kassel, Düsseldorf, Augsburg, Ulm, Plovdiv und Potsdam, um nur einige Beispiele zu nennen. Seit 2016 ist er Mitglied des Beirats „Bildung und Diskurse“ des Goethe-Instituts. Darüber hinaus arbeitet er weltweit als Coach, Dozent sowie Trainer (u. a. Ägypten, Bulgarien, China, Chile, Pakistan, Polen, Schweiz, Ukraine, USA, Usbekistan, Vietnam) und hat u. a. zu den Themen Kooperation und Transformation im Kulturbereich zahlreiche Publikationen verfasst.

Ihm zur Seite steht als stellvertretende Projektleiterin Suse Klemm, die künstlerische Therapeutin für Theatertherapie und Coachin ist. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind u. a. Auswirkungen von frühen Prägungen auf das Erwachsenensein, transpersonelle Ansätze, psycho- und körperdynamische Konflikte, Potenzialentfaltung, Umgang mit Ängsten und die Begleitung von organisationalen Veränderungsprozessen. In Kulturentwicklungsprozessen ist sie u. a. auf den Umgang mit Konflikten und die Ermöglichung von Transformationsprozessen spezialisiert. So arbeitet sie gegenwärtig gemeinsam mit Dr. Patrick S. Föhl an der Umsetzung der Düsseldorfer Kulturentwicklungsplanung.

Ein Beirat, der aus dem Blickwinkel der Kultur die gegenwärtige Stadtgesellschaft repräsentiert, wird den Prozess kritisch-konstruktiv begleiten. Herr Dr. Föhl hat im AfKW am 31.01.2020 hierzu einen Strukturvorschlag vorgestellt. Über die Mitglieder des Beirates werden Sie auf dieser Seite informiert, sobald seine Bildung abgeschlossen ist.

Koordiniert wird der Prozess von Elke Scheler, Fachbereich Kultur und Wissenschaft. Sie wird den zukünftigen Beirat betreuen, ist „Schnittstelle“ zwischen Herrn Dr. Föhl und der fachbereichsinternen Arbeitsgruppe und beantwortet Ihnen gerne Ihre Fragen rund um den Kulturentwicklungsprozess.

Elke Scheler, M. A. und Kulturmanagerin, war an diversen Theatern in Deutschland und der Schweiz als Dramaturgin engagiert, lehrte an der FU Berlin zu Themen rund um die Schauspielkunst, war an der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft und Kultur als Leitungsreferentin tätig und verantwortete die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Marketing für zahlreiche Kunst- und Kulturprojekte. Seit November 2018 ist sie wissenschaftliche Sachbearbeiterin für Kulturelle Grundsatzfragen am Fachbereich für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig.

Fachbereich Kultur und Wissenschaft

Elke Scheler

Anschrift

Schlossplatz 1
38100 Braunschweig