© Axel Baltzer

Hier präsentieren wir Ihnen unser digitales Programm „Schwarz auf Weiß“ mit einer Auswahl an Lesungen. Die Texte wurden von den Schauspielerinnen und Schauspielern eingesprochen, die Sie sonst persönlich im Raabe-Haus mit unseren Veranstaltungen erfreuen.

Sie möchten nur ein kurzes Zitat hören, um literarisch in den Tag zu starten oder Sie finden doch die Zeit, einem längeren Text zuzuhören, dann schauen Sie doch einfach mal, was wir zurzeit für Sie im Angebot haben.


Andreas Jäger liest: Wilhelm Raabe - Die Chronik der Sperlingsgasse

© PrivatAndreas Jäger

Die Chronik der Sperlingsgasse ist der erste Roman des deutschen Schriftstellers Wilhelm Raabe.

Erzählt wird hier von einem alten Mann, der die Geschichte zu der Gasse unter seinem Fenster niederschreibt. Er berichtet dabei von der doppelten Familientragödie, durch die seine geliebte Ziehtochter in sein Leben trat, und von ihrem Weg vom Waisenkind zur geliebten Frau des Nachbarsjungen.

Positive Kritiken zur Chronik veranlassten Raabe, trotz magerer Verkaufszahlen eine Existenz als freier Schriftsteller zu wagen.


Jürgen Beck-Rebholz liest: Jean de la Fontaine - Die Grille und die Ameise

© privatJürgen Beck-Rebholz

Die Grille hatte den ganzen Sommer über auf dem Feld musiziert, während die Ameise Vorräte angesammelt hatte. Als der Winter kam, wurde die Grille so vom Hunger geplagt, dass sie bei der Ameise betteln gehen musste. 

Die weist sie jedoch ab mit den Worten:

„Hast du im Sommer singen und pfeifen können, so kannst du jetzt im Winter tanzen und Hunger leiden, denn das Faulenzen bringt kein Brot ins Haus.“

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen? Wie definieren wir Fleiß? Wie bereit sind wir zu teilen? Diese und weitere Fragen stellt uns die Fabel des französischen Dichters Jean de La Fontaine.

© Stadt BraunschweigJürgen Beck-Rebholz liest Jean de la Fontaine - Die Grille und die Ameise

Susanne Maierhöfer zitiert aus Wilhelm Raabe - Frau Salome (1879)


Kathrin Reinhardt liest: Aesop - Die Bienen und Zeus

© privatKathrin Reinhardt

Laut dieser alten Volkssage der Griechen, missgönnten die Bienen den Menschen ihren Honig. Sie kamen zu Zeus und baten ihn, ihnen die Kraft zu verleihen, mit ihren Stacheln alle, die sich ihren Waben näherten, zu stechen und zu töten. Zeus ärgerte sich über sie wegen ihrer Missgunst und richtete es so ein, dass sie, wenn sie jemanden stachen, ihren Stachel und anschließend auch ihr Leben verloren.

© Stadt BraunschweigKathrin Reinhardt liest Aesop - Die Bienen und Zeus

Verena Noll zitiert aus Gotthold Ephraim Lessing - Nathan der Weise

© Stadt Braunschweig