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Wohngeld beantragen

Beschreibung

Wohngeld ist ein monatlicher Zuschuss zu den Mietkosten oder laufenden Kosten für ein Eigenheim / eine Eigentumswohnung. Es wird gewährt, um starke Belastung durch Wohnkosten abzumildern. Wohngeldberechtigt ist jede/r Mieter/in oder Eigentümer/in von selbst bewohntem Wohnraum.

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können und  - wenn ja - in welcher Höhe hängt von den folgenden Faktoren ab:

  • der Zahl der Haushaltsmitglieder
  • der Höhe des Gesamteinkommens
  • der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung.

Die Einkommensgrenzen gelten sowohl für den Wohngeldanspruch für eine Mietwohnung als auch für eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim und betragen ab 01.01.2022:

Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder Nettoeinkommen (in Euro)
1 Person 1.120,00
2 Personen 1.530,00
3 Personen 1.850,00
4 Personen 2.400,00
5 Personen 2.730,00

 

Für Alleinerziehende, pflegebedürftige Personen oder Personen mit einem Grad der Behinderung von 100 % kann sich diese Einkommensgrenze um 110,00 Euro bzw. 150,00 Euro monatlich erhöhen.

Für Rentenbezieher, die 33 Jahre an Grundrentenzeiten erfüllt haben, erhöht sich ab 01.01.2022 die Einkommensgrenze um weitere höchstens 224,50 Euro monatlich.

Über diese Einkommensgrenze hinaus ist definitiv KEIN Wohngeldanspruch gegeben.

Als Einkommen gelten dabei alle Geld- und Sachleistungen, auch z. B. monatliche Zahlungen von Eltern oder Verwandten bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen.

Wenn das Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen zu hoch ist, besteht kein Wohngeldanspruch

Es werden auch Sonderzuwendungen, wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld zu einem Zwölftel auf das monatliche Einkommen hinzugerechnet. Kapitalerträge, soweit sie 100,00 € übersteigen, Unterhaltsleistungen und Abfindungen zählen ebenfalls zu anrechenbaren Leistungen.

Kindergeld zählt nicht zum Einkommen!

Beim Elterngeld werden nur die Beträge als Einkommen angerechnet, die 300,00 € mtl. übersteigen.

Wohngeld wird nicht für unangemessen hohe Wohnkosten geleistet. Die Miete - oder im Falle von Eigenheimen und Eigentumswohnungen  die Belastung - ist nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen zuschussfähig. Bis zum 31.12.2022 wird nur die Miete ohne Heizkosten oder Strom wohngeldrechtlich berücksichtigt.

In Braunschweig (Mietenstufe 4) gelten folgende Miethöchstbeträge:

Bei zu berücksichtigenden Haushaltsmitgliedern Miethöchstbetrag 
1 Person 491,00
2 Personen 595,00
3 Personen 708,00
4 Personen 825,00
5 Personen 944,00
Mehrbetrag für jeden weiteren
zu berücksichtigenden Haushaltsangehörigen
114,00

Ab 01.01.2021 wird eine neu eingeführte CO2-Komponente als Zuschlag auf die wohngeldrechtlich zu berücksichtigende Miete/Belastung gezahlt und staffelt sich nach der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder:

Anzahl Haushaltsmitglieder Betrag zur Entlastung bei den Heizkosten
1 Person  14,40 €
2 Personen 18,60 €
3 Personen 22,20 €
4 Personen 25,80 €
5 Personen 29,40 €
Mehrbetrag für jedes weitere Haushaltsmitglied 3,60 €

Grundsätzlich kann kein Wohngeld an Personengruppen gezahlt werden, deren Wohnkosten bereits in anderen Sozialleistungen enthalten sind.
Ausgeschlossen sind u. a. Empfänger von

  • Arbeitslosengeld II
  • Grundsicherung
  • Sozialhilfe
  • Jugendhilfe

Bei einem Antrag auf Wohngeld müssen die wirtschaftlichen Verhältnisse aller Haushaltsmitglieder offengelegt werden. Das gilt sowohl für Familien als auch für unverheiratete Paare. Falls nicht alle Haushaltsmitglieder Leistungen beziehen, die zu einem Wohngeldausschluss führen,  kann für diese ein Wohngeldanspruch geprüft werden.

Einmaliger Heizkostenzuschuss I

Haushalte, die mindestens einen Monat in der Zeit vom 01.10.2021 bis 31.03.2022 Wohngeld bezogen haben, haben im September 2022 einen einmaligen Heizkostenzuschuss überwiesen bekommen. Dafür war kein Antrag erforderlich. Die Höhe des einmaligen Heizkostenzuschusses richtet sich nach der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen:

  • bei 1 Person: 270,00 Euro
  • bei 2 Personen: 350,00 Euro
  • für jede weitere Person je 70,00 Euro.  

Wohngeldreform 2023

Am 04.09.2022 hat die Bundesregierung eine umfangreiche Reform des Wohngeldes angekündigt. Ab 01.01.2023 sollen mehr Haushalte, die Möglichkeit erhalten, Wohngeld zu beziehen. Dazu sollen u. a. die Heizkosten zukünftig bei der Wohngeldberechnung mit berücksichtigt werden. Zudem ist eine weitere Zahlung eines einmaligen Heizkostenzuschusses II für Wohngeldbezieher im Zeitraum September 2022 bis Dezember 2022 angekündigt. Aktuell liegen dazu noch keine gesetzlichen Grundlagen vor. Diese müssen zunächst noch durch Bundestag und Bundesrat beraten und beschlossen werden. 

Folgende Stellen halten neben der Wohngeldstelle ebenfalls Antragsformulare für Sie bereit, nehmen diese ausgefüllt in Empfang und leiten sie an die Stelle "Wohngeld/Bildung und Teilhabe" der Stadt weiter:

  • Bürgerberatung
  • Bezirksgeschäftsstellen.

Der Wohngeldantrag gilt ab dem Ersten des Monats, in dem der Antrag bei einer der vorab genannten Stellen eingeht.

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