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Wohngeld beantragen

Beschreibung

Wohngeld ist ein monatlicher Zuschuss zu den Mietkosten oder laufenden Kosten für ein Eigenheim / eine Eigentumswohnung. Es wird gewährt, um starke Belastung durch Wohnkosten abzumildern. Wohngeldberechtigt ist jede/r Mieter/in oder Eigentümer/in von selbst bewohntem Wohnraum.

Ob Sie Wohngeld in Anspruch nehmen können und  - wenn ja - in welcher Höhe hängt von den folgenden Faktoren ab:

  • der Zahl der Haushaltsmitglieder
  • der Höhe des Gesamteinkommens
  • der Höhe der zuschussfähigen Miete bzw. Belastung.

Die Einkommensgrenzen gelten sowohl für den Wohngeldanspruch für eine Mietwohnung als auch für eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim und betragen ab 01.01.2020:

Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder

Nettoeinkommen

(in Euro)

1 Person

1.061,00

2 Personen

1.454,00

3 Personen

1.762,00

4 Personen

2.297,00

5 Personen

2.618,00

 

Für Alleinerziehende, pflegebedürftige Personen oder Personen mit einem Grad der Behinderung von 100 % kann sich diese Einkommensgrenze um 110,00 Euro bzw. 150,00 Euro monatlich erhöhen.

 

Über diese Einkommensgrenze hinaus ist definitiv  k e i n  Wohngeldanspruch gegeben.

Als Einkommen gelten dabei alle Geld- und Sachleistungen, auch z. B. monatliche Zahlungen von Eltern oder Verwandten bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen.

Wenn das Einkommen aller Haushaltsmitglieder zusammen zu hoch ist, besteht kein Wohngeldanspruch

Es werden auch Sonderzuwendungen, wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld zu einem Zwölftel auf das monatliche Einkommen hinzugerechnet. Kapitalerträge, soweit sie 100,00 € übersteigen, Unterhaltsleistungen und Abfindungen zählen ebenfalls zu anrechenbaren Leistungen.

Kindergeld zählt nicht zum Einkommen!

Beim Elterngeld werden nur die Beträge als Einkommen angerechnet, die 300,00 € mtl. übersteigen.

Wohngeld wird nicht für unangemessen hohe Wohnkosten geleistet. Die Miete - oder im Falle von Eigenheimen und Eigentumswohnungen  die Belastung - ist nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen zuschussfähig.

In Braunschweig (Mietenstufe 4) gelten ab 01.01.2020 folgende Miethöchstbeträge:

Bei zu berücksichtigenden Haushaltsmitgliedern

Miethöchstbetrag

1 Person

478,00

2 Personen

579,00

3 Personen

689,00

4 Personen

803,00

5 Personen

918,00

Mehrbetrag für jeden weiteren zu berücksichtigenden Haushalts-angehörigen

111,00

 

Grundsätzlich kann kein Wohngeld an Personengruppen gezahlt werden, deren Wohnkosten bereits in anderen Sozialleistungen enthalten sind.
Ausgeschlossen sind u. a. Empfänger von

  • Arbeitslosengeld II
  • Grundsicherung
  • Sozialhilfe
  • Jugendhilfe

Bei einem Antrag auf Wohngeld müssen die wirtschaftlichen Verhältnisse aller Haushaltsmitglieder offengelegt werden. Das gilt sowohl für Familien als auch für unverheiratete Paare. Falls nicht alle Haushaltsmitglieder Leistungen beziehen, die zu einem Wohngeldausschluss führen,  kann für diese ein Wohngeldanspruch geprüft werden.

Zur Vermeidung einer rechtswidrigen Inanspruchnahme des Wohngeldes wurde zum 01.01.2013 der automatisierte Datenabgleich im Wohngeldverfahren nach § 33 Absatz 5 des Wohngeldgesetzes bundesweit eingeführt.

Die Wohngeldstelle überprüft regelmäßig für Zeiträume, für die Wohngeld bewilligt wurde, im Wege des automatisierten Datenabgleichs, ob

  • zum Haushalt rechnende Personen folgende Leistungen beantragt haben oder erhalten, die zum Ausschluss von Wohngeld führen: Arbeitslosengeld II, Sozialgeld und Zuschüsse nach   § 27 Abs. 3 Sozialgesetzbuch II, Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem  Sozialgesetzbuch XII
  • eine versicherungspflichtige oder geringfügige Beschäftigung besteht oder bestand
  • und in welcher Höhe Leistungen der Renten- und/oder Unfallversicherung gezahlt worden sind
  • und in welcher Höhe vom Steuerabzug freigestellte Kapitalerträge erzielt wurden.

Bitte beachten Sie, dass unvollständige und/oder unzutreffende Angaben im Rahmen der Antragstellung bzw. das Versäumen einer Mitteilung über maßgebliche Änderungen während des Wohngeldbezuges nicht nur die Aufhebung/Änderung des Leistungsanspruchs sondern ggf. auch Bußgelder oder Strafverfahren zur Folge haben können.

Folgende Stellen halten Antragsformulare für Sie bereit, nehmen diese ausgefüllt in Empfang und leiten sie an die Stelle "Wohngeld/Bildung und Teilhabe" der Stadt weiter:

  • Abteilung Bürgerangelegenheiten
  • Bürgerberatung
  • Bezirksgeschäftsstellen.

Der Wohngeldantrag gilt ab dem Ersten des Monats, in dem der Antrag bei einer der vorab genannten Stellen eingeht.

Details

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