DOKfilm im Roten Saal
"DOKfilm im Roten Saal" des städtischen Kulturinstituts ist Braunschweigs erste, 2010 gestartete Dokumentarfilm-Reihe. Sie richtet den Fokus auf aktuelle nationale und internationale Dokumentarfilme.
"DOKfilm im Roten Saal" versteht sich als Ergänzung zum übrigen Filmangebot in Braunschweig. Gezeigt werden Produktionen zu aktuellen, gesellschaftspolitisch relevanten Themen sowie Dokumentarfilme im Themenspektrum Kunst und Kultur.
Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im online-Tickethop (Öffnet in einem neuen Tab) als print@home-Ticket bzw. Mobiles Ticket (Öffnet in einem neuen Tab)erhältlich. Für den Kartenverkauf an der Abendkasse wird ein Kontingent an Restkarten hinterlegt.
Eintrittspreise:
6,00 €
4,00 € (ermäßigt)
ZUM PROGRAMM
DO 27. AUGUST 2026 | 19:30 Uhr: Girls Don't Cry
Deutschland 2026 | Regie: Sigrid Klausmann · Lina Lužytė | 94 Min. | OmdU | FSK: 12
Sechs Mädchen aus sechs Ländern erzählen von ihrer Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben, von ihrem Wunsch, sich zu verlieben, ohne Bevormundung, gleichberechtigt und ohne fremde Macht über ihre eigenen Körper. Wir erleben ihren Trotz und ihr Selbstbewusstsein, ihre Kraft im Umgang mit gesellschaftlichem Druck, mit Vorurteilen und mit Gewalt, die ihr Leben bestimmt.
Die sechs Porträts fügen sich zu einem ebenso sensiblen wie mitreißenden, erschütternden und zugleich doch inspirierenden Einblick in weibliche Lebensrealitäten. Der Dokumentarfilm der deutschen Regisseurin Sigrid Klausmann wurde international
mehrfach ausgezeichnet.
DO 17. SEPTEMBER 2026 | 19:30 Uhr: Becoming Kim
Deutschland, Südkorea 2026 | Regie: Susanne Kim | 90 Min. | OmdU | FSK: 0
Vor 13 Jahren ließen Susanne und Jeong Rae „Kimchi & Potato“ in ihre Eheringe gravieren – als Versprechen, Korea und Deutschland zu verbinden. Als Jeong Rae in seine Heimat zurückkehrt, um ein Hähnchenrestaurant zu eröffnen, bleibt Susanne mit der Tochter
in Leipzig. Die Ehe steht auf dem Prüfstand. Mit liebevoller Offenheit richtet Susanne Kim die Kamera auf ihr eigenes Leben, um zu verstehen, ob ihre Beziehung eine Zukunft hat. Sie beobachtet, hört zu und konfrontiert sich mit gesellschaftlich geprägten
Rollenbildern. In klug inszenierten Selbstporträts gibt sie Träumen und Zweifeln eine sichtbare Form. So entsteht ein ebenso ehrlicher wie humorvoller Film über Liebe unter realen Bedingungen und über den Mut, eine Beziehung öffentlich zu hinterfragen.
Quelle: DOK.fest München 2026 / Maya Reichert
DO 29. Oktober 2026 | 19:30 Uhr: Niñxs – Das Leben glitzert
Mexiko/Deutschland 2025 | Regie: Kani Lapuerta | 93 Min. | OmdU | FSK: 12
Der Film begleitet die trans Jugendliche Karla in Tepoztlán in Mexiko über acht Jahre. Während Karla den Übergang ins Erwachsenenalter meistert, entsteht ein berührendes Porträt, das die Herausforderungen einer trans Identität im ländlichen
Raum zeigt. Durch offene Gespräche mit dem Filmemacher Kani Lapuerta entfaltet sich eine erzählerische Welt, in der Freundschaft, Selbstbestimmung und Hoffnung im Mittelpunkt stehen und Realität mit Fantasie verschmilzt.
„Der Doku gelingt es, ein vielschichtiges Bild eines Lebens als trans Person zu zeigen. Trotzdem ist der Film voller Lebensfreude, gerade weil Karla eine so umwerfende und einnehmende Protagonistin ist (...). So ist ‚Niñxs‘ am Ende ein lebensbejahender
Film, der sich von den vielen tragischen Darstellungen von trans Personen als leuchtendes Vorbild abhebt – genau so, wie Karla es sich gewünscht hatte.“ Quelle: Missy Magazin
DO 26. NOVEMBER 2026 | 19:30 Uhr: Materia Prima – New Energy. Old Powers?
Deutschland 2026 | Regie: Jens Schanze | 89 Min. | FSK: o. A.
In den bolivianischen Anden liegt das weltweit größte Lithiumvorkommen. Während Europa den Rohstoff für seine Autoindustrie sucht, will Bolivien damit die Armut bekämpfen. Der multiperspektivische, beobachtende Film zeigt exklusive Einblicke in die Verhandlungen zwischen EU-Diplomaten und der Regierung. Gleichzeitig beleuchtet er den Widerstand lokaler, oft von Frauen organisierter Gruppen. Voice-over-Zitate aus der Chronik von Guamán Poma de Ayala, einem indigenen Zeitzeugen des 16. Jahrhunderts,
eröffnen einen Blick aus der Perspektive der damaligen Bevölkerung. Aus der Verbindung von Stimmen der Vergangenheit mit Szenen des 21. Jahrhunderts entsteht die Frage: Sind wir bereit zur Dekolonialisierung?
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Ausgezeichnet! - Lobende Erwähnung für das Jahresfilmprogramm 2025
„DOKfilm im Roten Saal“ ist im Rahmen der Kinoprogrammpreise mehrfach von der zentralen Medien-Fördereinrichtung für Niedersachsen und Bremen „nordmedia“ für die Gestaltung eines hervorragenden Jahresfilmprogramms ausgezeichnet worden, zuletzt mit einer lobenden Erwähnung für das Jahresfilmprogramm 2025.
Kontaktadresse
Roter Saal
Anschrift
Schlossplatz
1
38100
Braunschweig
Kontakt
Tel.:
0531 4704861
E-Mail-Adresse:
rotersaal@braunschweig.de
Anfahrtsbeschreibung
Mit allen Straßenbahnen: Der Nordflügel des Schlosses liegt in unmittelbarer Nähe zu der Haltestelle „Rathaus”. Dort stehen Ihnen die Linien M 1, 2, M 3 und 4 zur Verfügung. Die Haltestelle „Schloss”, ebenfalls sehr nah, wird zudem von der Linie M 5 angefahren.Mit vielen Buslinien: Die Bushaltestelle „Rathaus” befindet sich ebenfalls in direkter Nähe. Dort verkehren die Buslinien 411, 413, 416, 418, 420, 422, 443, 450, 452, 480, 493 und 560.