DOKfilm im Roten Saal
"DOKfilm im Roten Saal" des städtischen Kulturinstituts ist Braunschweigs erste, 2010 gestartete Dokumentarfilm-Reihe. Sie richtet den Fokus auf aktuelle nationale und internationale Dokumentarfilme.
"DOKfilm im Roten Saal" versteht sich als Ergänzung zum übrigen Filmangebot in Braunschweig. Gezeigt werden Produktionen zu aktuellen, gesellschaftspolitisch relevanten Themen sowie Dokumentarfilme im Themenspektrum Kunst und Kultur.
Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im online-Tickethop (Öffnet in einem neuen Tab) als print@home-Ticket bzw. Mobiles Ticket (Öffnet in einem neuen Tab)erhältlich. Für den Kartenverkauf an der Abendkasse wird ein Kontingent an Restkarten hinterlegt.
Eintrittspreise:
6,00 €
4,00 € (ermäßigt)
ZUM PROGRAMM
DO 23. APRIL 2026 | 19:30 Uhr: Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren
Deutschland 2025 | Regie: Dr. Wilfried Hauke | 98 Min. | FSK: 12
Astrid Lindgren, die vor allem durch ihre Kinderbücher wie „Pippi Langstrumpf“, „Michel aus Lönneberga“ und „Ronja Räubertochter“ bekannt wurde, prägte mit ihren Werken Generationen von Leser*innen.
Der Film nähert sich der Autorin auf neue Weise, widmet sich ihren Tagebüchern, die zwischen 1939 und 1945 entstanden sind und erzählt von der noch unbekannten Astrid Lindgren als Chronistin des Zweiten Weltkriegs. Die erst 2015 veröffentlichten und in mehr als 20 Sprachen übersetzen Kriegstagebücher von Astrid Lindgren lagen 70 Jahre lang in ihrem Schlafzimmer im Wäscheschrank verborgen. Sie sind eine einzigartige Dokumentation vom Schrecken der Diktatur und des Terrors aus der Sicht einer Mutter und frühen Feministin und appellieren leidenschaftlich an Mitmenschlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung.
DO 21. MAI 2026 | 19:30 Uhr: sr
Deutschland 2024 | Buch, Regie, Kamera, Montage: Lea Hartlaub | 103 Min. | FSK: 6
In einer puristischen Filmsprache und bühnenhaften Tableaus erzählt „sr“ vom Menschen und von durch ihn geschaffene Wirklichkeiten. 16 fragmentarische Episoden führen in 91 Einstellungen an 30 Handlungsorte – u. a. auf eine Insel im Westpazifik, in einen Lesesaal in New York, zu einer Keramikfabrik bei Peking, auf eine Landebahn im Niger. Dabei trifft der Film auf Vermutungen, Behauptungen und die Relativität von Wissen, auf koloniale Relikte, hegemoniale Strukturen, auf Aneignungen und den Umgang mit Exotik. Ein wiederkehrendes Motiv, die Giraffe, erscheint mal direkt, mal am Rande. Eine Vielschichtigkeit entsteht, in der sich weit mehr andeutet, als das, was auf den ersten Blick sichtbar wird. In ihrem international beachteten Filmessay unternimmt Regisseurin Lea Hartlaub anhand der Giraffe eine in Form und Inhalt beispiellose Welterzählung über Kontinente und Jahrhunderte hinweg.
DO 25. JUNI 2026 | 19:30 Uhr: BLAME – ein bildstarkes Plädoyer für die Wissenschaft
Schweiz, 2025 | Regie: Christian Frei | 123 Min. | OmdU | FSK: 12
Als sie vor Pandemien in der Zukunft warnten, wurden sie nicht gehört. Als die Welt von der COVID-19-Pandemie heimgesucht wird, müssen dieselben Wissenschaftler*innen nicht nur gegen das Virus kämpfen, sondern auch gegen eine Welle von Fehlinformationen, Verschwörungstheorien und politischer Schuldzuweisung, die drohen, die Wahrheit zu überlagern. Dies ist ihre Geschichte. Nach Jahren des Eintauchens in entlegenen Fledermaushöhlen geraten drei Forschende ins grelle Licht der Politik und schwerer
Anschuldigungen. Die überhörten Warner müssen sich rechtfertigen.
BLAME ist eine bildgewaltige Filmreise über die Rolle der Wissenschaft in zunehmend dunkleren Zeiten. Sachlich und unaufgeregt zeigt der Film, wie die Welt durch das gezielte Schüren und Bewirtschaften von Ängsten und faktenfreien Mythen aus den Fugen geriet.
DO 30. JULI 2026 | 19:30 Uhr: Siri Hustvedt – Dance Around the Self
Deutschland, Schweiz 2026 | Regie: Sabine Lidl 110 Min. | OmdU | FSK: 12
Jung, neugierig und voller Tatendrang verlässt Siri Hustvedt das weite, ruhige Minnesota und stürzt sich mitten hinein ins pulsierende New York. Auf der Suche nach der Hauptfigur ihres ersten Romans beginnt sie eine Reise, die sie nicht nur zur Schriftstellerin macht, sondern zu einer der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Der Film weitet den Blick über Siri Hustvedt hinaus und erzählt von Frauen, die mutig und eigenwillig ihre Kunst verwirklichen. Während Siri Hustvedt und ihr Ehemann Paul Auster später über Sprache, Identität und die Kraft der Worte nachdenken, bricht das Leben über sie herein: Paul wird schwer krank.
In „Siri Hustvedt – Dance Around the Self“ porträtiert Regisseurin Sabine Lidl Siri Hustvedts ganz eigene Art zu leben und zu denken und verbindet den Blick auf ihr Schreiben mit den großen Themen des Lebens: Liebe und Abschied.
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Ausgezeichnet! - Lobende Erwähnung für das Jahresfilmprogramm 2024
„DOKfilm im Roten Saal“ ist im Rahmen der Kinoprogrammpreise mehrfach von der zentralen Medien-Fördereinrichtung für Niedersachsen und Bremen „nordmedia“ für die Gestaltung eines hervorragenden Jahresfilmprogramms ausgezeichnet worden, zuletzt mit einer lobenden Erwähnung für das Jahresfilmprogramm 2024.
Kontaktadresse
Roter Saal
Anschrift
Schlossplatz
1
38100
Braunschweig
Kontakt
Tel.:
0531 4704861
E-Mail-Adresse:
rotersaal@braunschweig.de
Anfahrtsbeschreibung
Mit allen Straßenbahnen: Der Nordflügel des Schlosses liegt in unmittelbarer Nähe zu der Haltestelle „Rathaus”. Dort stehen Ihnen die Linien M 1, 2, M 3 und 4 zur Verfügung. Die Haltestelle „Schloss”, ebenfalls sehr nah, wird zudem von der Linie M 5 angefahren.Mit vielen Buslinien: Die Bushaltestelle „Rathaus” befindet sich ebenfalls in direkter Nähe. Dort verkehren die Buslinien 411, 413, 416, 418, 420, 422, 443, 450, 452, 480, 493 und 560.