BOMA+

Hintergrund

In einem zentralen Innenstadtbereich im Umfeld Magniviertel/Bohlweg eröffnet sich die
Chance, neue Ideen und Lösungsansätze zu gewinnen. Für das bestehende, derzeit
überwiegend leerstehende ehem. Galeria-Gebäude und dessen erweitertes Umfeld soll ein
Architekten-Wettbewerbsverfahren gestartet werden.

Die Idee

Die Stadt Braunschweig und die Volksbank BRAWO eG als Eigentümerin der Immobilie
beabsichtigen, ein zweistufiges, sogenanntes kooperatives Wettbewerbsverfahren unter dem
Arbeitstitel BOMA + auszuloben. Der Titel ergibt sich aus den zentralen Betrachtungsräumen
BOhlweg, MAgniviertel + dem erweiterten Umfeld. Ziel ist es, das begehrte Innenstadtviertel
besser an die bestehenden 1a-Innenstadtlagen der Fußgängerzone bzw. des
Schlossarkaden-Centers anzubinden und damit die Attraktivität der Innenstadt insgesamt zu
erhöhen.
In einem kooperativen Wettbewerbsverfahren arbeiten eingeladene Planungsbüros offen und
im Dialog mit einer begleitenden Jury aus Preisrichter*innen und fachlichen Gutachter*innen.
Durch den Dialog gibt es die Möglichkeit seitens der Auftraggeber (Stadt Braunschweig und
Volksbank BRAWO), den Entwurfsprozess zu kommentieren und zu lenken.
In einer ersten städtebaulichen und freiraumplanerischen Bearbeitungsstufe sollen zunächst
in einem größeren Planungskorridor (s. Anlage gesamter farbig markierter Bereich), der auch
den Bohlweg und den Baublock des BRAWO Schlosscarrees umfasst, Ideen gesammelt
werden. Konkrete Umsetzungen sind hier (noch) nicht geplant.
Darauf aufbauend sollen dann in einer zweiten Bearbeitungsstufe konkrete Hochbauentwürfe
für den engeren Bereich des Galeria-Gebäudes, das sich im Besitz der Volksbank BRAWO
befindet, und seines Umfelds entwickelt werden. Die jeweiligen Planungsbereiche werden in
der Anlage nur ganz grob dargestellt und sind nicht parzellenscharf.

Der Planungsumgriff

Die erste Stufe wird neben dem ehem. Galeria-Gebäude den Bereich Bohlweg, die Georg-
Eckert-Straße einschließlich der Einmündung Ackerhof, die Straßen Ritterbrunnen und
Steinweg im Bereich des Schloss-Carrees sowie den Eingang zum Magniviertel am Ackerhof
umfassen. Folgende Ziele stehen hierbei im Fokus: Steigerung der Aufenthaltsqualität, mehr
Grünflächen, Neuordnung der umgebenden Verkehrsräume mit besseren
Rahmenbedingungen für den Fuß- und Radverkehr ausgehend auch von neuen Wegebeziehungen zwischen Schloss-Arkaden, Schlosscarree und dem Bereich der heutigen
Galeria-Immobilie.
Die Ergebnisse dieser ersten Stufe bilden die Entscheidungsgrundlage für die zweite Stufe
und damit für den weiteren Umgang mit der bestehenden ehem. Galeria-Immobilie.
Verschiedene Optionen vom Erhalt des Gebäudes, über einen Teilrückbau bis zu einem
vollständigen Rückbau sind dabei denkbar. Eine Entscheidung zur Zukunft des Gebäudes
wird daher erst im Laufe des kooperativen Verfahrens getroffen.
Angestrebt wird für den neuen Hochbauentwurf ein vielfältiger innerstädtischer Nutzungsmix
aus Gewerbe, Dienstleistung, Gastronomie und Wohnen.
Der relativ große Planungsumgriff in der ersten städtebaulichen Bearbeitungsstufe ist
sinnvoll, weil die Zukunft der leerstehenden ehemaligen Galeria-Immobilie und die
städtebauliche Gestaltung der umgebenden Straßen- und Platzräume eng miteinander
verflochten sind. Eine Neuausrichtung dieser Stadträume stellt für die Stadt eine große
Chance dar, die weitere Entwicklung der gesamten Innenstadt einen großen Schritt
voranzubringen.
Am Ende des kooperativen Wettbewerbsverfahrens soll eine Entscheidung für einen
Hochbauentwurf stehen, der für diesen zentralen Stadtraum eine positive Signalwirkung
aussenden kann. Die Eigentümerin möchte an dieser bedeutsamen Stelle im
Schulterschluss mit der Stadt Braunschweig ihre Verantwortung als lokaler Akteur wahrnehmen.

Erläuterungen und Hinweise