Wäldchen - neue Wege und Bewegungsangebote für das Donauviertel
Ausgangslage
Das Wäldchen zwischen Ludwig-Winter-Straße und Am Queckenberg war lange ein wenig erschlossener Bereich im Donauviertel. Durch das Gelände führten mehrere Trampelpfade, die bereits von Anwohnerinnen und Anwohnern – unter anderem auf dem Weg zum Kulturpunkt West, zum Kinder- und Teeny-Klub „Weiße Rose“ oder zum Nahversorgungszentrum am Donauknoten – genutzt wurden.
Die vorhandenen Wege waren bei schlechtem Wetter nur eingeschränkt nutzbar, gleichzeitig bot der Bereich wenig Aufenthaltsqualität. Im Rahmen der Entwicklung des Donauviertels wurde daher das Ziel formuliert, das Wäldchen besser zu erschließen und als verbindenden Freiraum zwischen dem Wohnquartier und dem Umfeld des Campus zu entwickeln.
Ein Ort mit Geschichte
Das rund drei Hektar große Gelände blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Der Bereich war früher Teil eines Flugplatzes und wurde später gewerblich genutzt. Davon zeugen bauliche Relikte, die zum Teil unter der Vegetation verborgen waren.
Bei der Neugestaltung wurden unter anderem die Relikte alter Betonbauwerke und eine Verladerampe aus den 1910er- beziehungsweise 1920er-Jahren freigelegt. Sie wurden nicht rückgebaut, sondern als sichtbare Spuren der früheren Nutzung in die neue Freizeitsportanlage integriert. So verbindet das Wäldchen heute Natur, Bewegung und Stadtgeschichte.
Von der Trampelpfadverbindung zum qualifizierten Freiraum
Die Entwicklung des Wäldchens knüpft damit an eine bereits vorhandene Nutzung an: Der Weg durch das Gelände war für viele Menschen schon lange eine Abkürzung und Verbindung im Quartier. Mit der neuen, barrierefreien Wegeverbindung wurde diese Funktion dauerhaft verbessert.
Gleichzeitig wurde der Bereich um neue Angebote für Bewegung und Aufenthalt ergänzt. Eine Parkouranlage mit verschiedenen Elementen bietet Möglichkeiten zum Klettern, Balancieren und Springen. Ergänzend laden künstliche Kletterfelsen mit Netz- und Seilstrukturen zum Klettern und Erkunden ein. Ein verbindender "Lavapfad" führt durch den Bereich und verknüpft die beiden Bewegungsangebote miteinander.
Der Wald blieb erhalten und bietet weiterhin wichtige Rückzugsräume für Tiere. Die neue Gestaltung verbindet damit die vorhandenen Qualitäten des Wäldchens mit zeitgemäßen Angeboten für das Quartier.