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Kulturentwicklungsprozess (KultEP) – ein ISEK-Projekt

Die Vorgeschichte

Im Rahmen der Durchführung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) haben die Bürgerinnen und Bürger Braunschweigs auch Kunst und Kultur in unserer Stadt große Bedeutung beigemessen. Der Rat der Stadt Braunschweig hat die Verwaltung in der Folge beauftragt, eine partizipative Kulturentwicklungsplanung durchzuführen – vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Herausforderungen wie Digitalisierung und dem demographischen Wandel der Stadtgesellschaft.

Am 18. Mai 2020 hat der Rat der Stadt Braunschweig der partizipativen Strategie zugestimmt, die Dr. Patrick Föhl vom Netzwerk Kulturberatung im Auftrag des Dezernats für Kultur und Wissenschaft für die Durchführung des Braunschweiger Kulturentwicklungsprozesses entwickelt hat.

Das Ziel

„Kulturentwicklungsplanungen“ dienen der Qualifizierung kulturpolitischer Diskurse und der Bestimmung zukünftiger kulturpolitischer Leitlinien. Manche Kommunen sprechen von Kulturentwicklungsplan, wieder andere von Kulturentwicklungsstrategie oder -konzept, wir hier in Braunschweig von Kulturentwicklungsprozess, um den prozessualen Charakter und somit auch den Aspekt der Beteiligung zu betonen.

Am Anfang stehen Analyse und Bestandsaufnahme. Was zeichnet die aktuelle Kulturlandschaft Braunschweigs aus? Wo hat sie noch Potenziale, die gestärkt werden könnten? In dieser Phase befinden wir uns gerade.

So werden wir etwa in den nächsten Wochen die Braunschweiger Kulturakteur*innen und –ermöglicher*innen darum bitten, an einer Netzwerkanalyse teilzunehmen.

Danach geht es darum, gemeinsam mit den Kulturakteur*innen dieser Stadt auf Grundlage der Analysen herauszuarbeiten, wie die Zukunft der Kulturlandschaft gestaltet werden kann.

Konkrete Anregungen der Kulturakteur*innen sollen gehört und die unterschiedlichen Interessen soweit möglich „vergemeinschaftet“ werden, wie Patrick S. Föhl, der uns auf dem Weg des Kulturentwicklungsprozesses begleiten wird, es bezeichnet. Danach werden die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt einbezogen. Im Rahmen einer Kulturumfrage, deren Ergebnisse in den Kulturentwicklungsprozess einfließen werden, wurden sie bereits befragt.

Darauf aufbauend werden schließlich kulturpolitische Zielsetzungen formuliert, Schwerpunkte gesetzt und Maßnahmen definiert, die es danach Schritt für Schritt umzusetzen gilt. Aber: Es wird ein Prozess bleiben, der in sich keinen Abschluss hat; es wird Zwischenbilanzen und Bilanzen geben, und es werden sicher Beschlüsse über das eine oder andere Ergebnis dieses Prozesses zu fassen sein.