Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie eine Liste von Fragen und dazugehörigen Antworten zum Thema LiViK – Leben in Vielfalt in Zeiten des Klimawandels.

Wie wurden die Fokusgebiete gewählt?

Für die Wahl der Orte waren unterschiedliche Kriterien wichtig. Relevant war beispielsweise die Frage, wo öffentliche Flächen in den ländlichen Bereichen Braunschweigs bzw. in den Randbezirken zur Verfügung stehen und wie viel Verbesserungspotential diese Flächen zur Aufwertung haben, welche Maßnahmen dort möglich sind und ob diese der Förderrichtlinie entsprechen.

Warum wurden Fokusgebiete definiert?

In den Fokusgebieten wurden inhaltlich und/oder örtlich zusammenhängende Maßnahmen zusammengefasst. Das macht es einfacher, darüber zu berichten. Auch für die Projektskizze und den Förderantrag hat die Stadt Braunschweig die Maßnahmen auf diese Art und Weise aufgeteilt.

Wird es künftig weitere Fokusgebiete geben?

Aktuell sind keine weiteren Fokusgebiete geplant.

Wie wurden die einzelnen Maßnahmen ausgewählt?

Einige Ideen zu möglichen Projekten entstanden im Arbeitskreis Biodiversität. Dieser setzt sich aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Braunschweig, Mitgliedern der BUND Kreisgruppe Braunschweig und ehrenamtlichen Beauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege zusammen.

Weitere Ideen stammen aus der Verwaltung.

Das Projektteam hat Maßnahmen ausgewählt, die umsetzbar und förderfähig sind.

Welche Baumarten wird die Stadt pflanzen?

Der Fokus liegt auf standortgerechten, in Mitteleuropa heimischen Baumarten, die auch zukünftig gut wachsen können.

Welchen Mehrwert haben die Bürgerinnen und Bürger von den Maßnahmen?

Die geplanten Bäume und Grünflächen steigern die Aufenthaltsqualität an den ausgewählten Orten, indem sie zum Beispiel Schatten spenden. Zusätzlich haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, das Obst der öffentlichen Obstbäume für den Eigenbedarf zu ernten.

Die Umweltbildungsstationen im Westpark schaffen zudem positive Naturerlebnisse für Klein und Groß.

Worum geht es bei den Maßnahmen im Fokusgebiet Emsviertel?

Im Emsviertel soll es attraktiver und lebenswerter werden. Gleichzeitig soll mit dem Projekt ein Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel geleistet werden, der sich positiv auf den Wasserhaushalt, das Makroklima, die Biodiversität und damit auch auf die Gesundheit der dort wohnenden Menschen auswirken soll. Vor allem ist geplant, versiegelte Flächen zu entsiegeln und umzugestalten, womit gleichzeitig auch die Aufenthaltsqualität verbessert werden soll.

Warum wurde das Emsviertel als Fokusgebiet für die Maßnahmen ausgewählt?

Viele Wege und Plätze im Emsviertel sind durch Asphalt und Beton stark versiegelt und überdimensioniert. Dadurch heizen sie sich in den Sommermonaten zunehmend auf. Dort anfallendes Regenwasser wird weitgehend über die Kanalisation abgeführt und steht damit weder den Pflanzen noch der Grundwasserneubildung vor Ort zur Verfügung. Gegenmaßnahmen sollen nicht nur im Hinblick auf den sich vollziehenden Klimawandel widerstandsfähiger machen, sondern den bisher sehr unattraktiven Bereich für die Anwohnerinnen und Anwohner auch deutlich aufwerten. 

Was bedeutet der Begriff „Schwammstadt“?

In einer „Schwammstadt“ wird Regenwasser zurückgehalten und durch unterschiedlichste Maßnahmen, möglichst durch Versickerung vor Ort, dem natürlichen Kreislauf verzögert wieder zugeführt. Dadurch soll es den Pflanzen und der Grundwasserneubildung zur Verfügung stehen. Gleichzeitig werden dadurch die Kanäle entlastet. Bestenfalls kann es zwecks späterer Nutzung in trockeneren Phasen auch gespeichert werden, sofern die Rahmenbedingungen vor Ort dies zulassen. 

Was passiert konkret im Emsviertel?

Die Stadt Braunschweig plant, die Ost-West-Wegeverbindung durch das Viertel sowie den zentralen Platz am Kiosk zeitgemäß umzugestalten. So will das Projektteam versiegelte Flächen entsiegeln, neue und vielfältige Grünbereiche schaffen und auch besser ans Klima angepasste Bäume pflanzen. Mit diesen Maßnahmen soll gleichzeitig die Aufenthaltsqualität des zentralen Bereichs deutlich verbessert werden.

Was bringt mir das als Anwohnerin oder Anwohner des Emsviertels?

Entsiegelung und mehr Grün (vor allem auch Bäume) sorgen für mehr Schatten und Kühlung im Sommer, tragen zur Verbesserung der Luftqualität und zur Erhöhung der Biodiversität bei. Gleichzeitig soll mit der Umgestaltung die Aufenthalts- und Lebensqualität vor Ort deutlich verbessert werden, um den zentralen Bereich des Emsviertels damit insgesamt attraktiver zu machen.

Wie kann ich mich im Emsviertel beteiligen?

Das Projekt setzt ausdrücklich auf die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner. Ein erstes Konzept wurde bereits gemeinsam erarbeitet. In einer weiteren Beteiligungsrunde können Ideen eingebracht und die Planungen konkretisiert werden.

Ist das Projekt im Emsviertel einmalig und wie lange dauert es bis zur Fertigstellung?

Das Vorhaben ist ein Pilotprojekt für Braunschweig im Rahmen dieses Förderprojektes. Die Erfahrungen aus dem Emsviertel sollen helfen, weitere Stadtteile klimaresilienter und grüner zu gestalten. Vom Start bis zur Umsetzung plant die Stadt Braunschweig insgesamt fünf Jahre.

Wer ist für das Teilprojekt im Emsviertel zuständig?

Die Planung und Umgestaltung im Fokusgebiet Emsviertel wird vom Referat Grün- und Freiraumplanung begleitet.

Warum wurde der Westpark für die Entwicklung als Biodiversitäts- und Klimapark ausgewählt?

Die Stadt Braunschweig hat den Westpark ab 1980 in mehreren Bauabschnitten als Landschaftspark für die Braunschweiger Bevölkerung erschlossen. Das Naherholungsgebiet liegt im Westen der Stadt und ist 240 Hektar groß.

Die Grundlage des Ausbaus ist eine Gesamtplanung von Professor Nagel aus Hannover. Ziel ist es, dass der Westpark weiterhin landwirtschaftlich genutzt wird und gleichzeitig als stadtnahe Landschaft abwechslungsreiche Erholungsmöglichkeiten bietet. 

Außerdem hat der Westpark eine hohe ökologische Bedeutung. Dazu tragen Feuchtbiotope, Blumenwiesen, Aufforstungen, Lebensräume für Fledermäuse, verschiedene Vogelarten und Niederwild bei. Leider fehlt bislang ein übergeordnetes Leitmotiv, das die vielfältigen Elemente des Parks miteinander verbindet. Vor diesem Hintergrund hat das Projektteam den Westpark für die Weiterentwicklung zu einem Biodiversitäts- und Klimapark ausgewählt.

Wer kann die neuen Umweltbildungsangebote im Westpark nutzen?

Die Angebote im Westpark sollen weiterhin kostenfrei und niedrigschwellig für alle zugänglich sein. 

Kann ich mich an den Maßnahmen im Westpark beteiligen?

Die Maßnahmen im Westpark sollen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, Naturschutzverbänden, Bürgervereinen und allen, die sich für die Gestaltung des Parks interessieren, umgesetzt werden. So können Sie mitentscheiden, was wo gepflanzt wird. Auch eigene Ideen für zusätzliche Maßnahmen sind willkommen.

Wer ist für das Teilprojekt im Westpark zuständig?

Die Maßnahmen im Fokusgebiet Westpark setzt der Fachbereich Stadtgrün um.

Nach welchen Kriterien werden die Bäume und Wiesen gewählt, die im Zuge des Projektes gepflegt werden sollen?

Für die Auswahl müssen verschiedene Förderkriterien berücksichtigt werden. So kommen beispielsweise nur Obstbäume infrage, die mindestens 40 Jahre alt sind.

Die Wiesen müssen ausreichend Potenzial für eine ökologische Aufwertung bieten. Das bedeutet, dass sie aktuell eher artenarm sein sollten, damit die Stadt Braunschweig sie durch gezielte Maßnahmen wie Pflege, Ansaat oder Abmagerung merklich verbessern kann.

Wer darf das Obst von den Obstbäumen ernten und essen?

Grundsätzlich ist die Ernte für alle in haushaltsüblichen Mengen erlaubt und ausdrücklich erwünscht. Dabei ist es jedoch verboten, auf die Bäume zu klettern oder diese während der Ernte zu beschädigen.

Ab wann können die Früchte geerntet werden?

Das ist unterschiedlich und hängt von der Obstbaumart, -sorte und den Wachstumsbedingungen ab. Manche Bäume tragen schon nach dem ersten Standjahr Früchte, andere können erst nach sechs bis zehn Jahren abgeerntet werden.

Warum ist für Obstbäume und Wiesen kein konkretes Gebiet definiert?

Die zu pflegenden Obstbäume und Wiesen sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Das Projektteam fasst dieses Teilprojekt daher unter dem inhaltlichen Schwerpunkt „Obstbäume und Wiesen“ zusammen.

Warum werden manche Blühwiesen während der Blütezeit gemäht und andere nicht?

Der Zeitpunkt der Mahd wird gestaffelt gewählt und rotiert. Dadurch werden immer wieder andere Tier- und Pflanzenarten begünstigt oder benachteiligt. Wird während der Blüte gemäht wirkt dies erstmal schädlich. Tatsächlich ist dies aber insbesondere in den ersten Jahren nach einer Neueinsaat wichtig, damit sich die lichtbedürftigen Blühpflanzen etablieren können. Ansonsten kann es passieren, dass die neu angelegten Blühflächen wieder von Gras überwuchert werden.

Wer ist für das Teilprojekt Obstbäume und Wiesen zuständig?

Die Maßnahmen an den Obstbäumen und Wiesen setzt der Fachbereich Stadtgrün um.

Wie wurde der Ort für die neue Streuobstwiese in Thune ausgewählt?

Für die Standortwahl spielten verschiedene Kriterien eine wichtige Rolle. Entscheidend war unter anderem, welche öffentlichen Flächen grundsätzlich für eine Nutzung als Streuobstwiese geeignet sind, wie gut sie erreichbar sind, ob sie den Vorgaben der Förderrichtlinie entsprechen und ob sie bereits für andere städtische Planungen vorgesehen sind.

Hängt der Spielplatz Jasminweg mit dem Förderprojekt zusammen?

Nein, die Neugestaltung des Spielplatzes Jasminweg ist nicht Teil des Projekts. Die Nähe zum Spielplatz hat die Bewertung des Standorts für die Streuobstwiese aber positiv beeinflusst, da die Stadt Braunschweig das bestehende Spielangebot vor Ort so um ein Umweltbildungsangebot ergänzen kann.

Was für Obstbäume werden in Thune gepflanzt?

Geplant ist eine Mischung aus alten und neuen Obstbaumarten und -sorten. Insgesamt will das Projektteam etwa 100 Hochstämme – keine Sträucher – pflanzen. Die genaue Pflanzplanung steht noch nicht fest.

Wann wird die Streuobstwiese in Thune angelegt?

Die Stadt Braunschweig plant, die Bäume im Herbst 2028 zu pflanzen.

Wer ist für das Teilprojekt in Thune zuständig?

Die Maßnahmen im Fokusgebiet Thune setzt der Fachbereich Stadtgrün um.

Was ist ein Weg- bzw. Feldrain und warum sind diese wichtig?

Ein Weg- oder Feldrain ist ein schmaler Grünstreifen am Rand eines Feldes oder Weges, der zwischen einer landwirtschaftlich genutzten Fläche und einer Straße liegt. Besonders in strukturarmen Agrarlandschaften übernehmen solche Feld- und Wegraine eine wichtige Funktion als Verbindungselemente und „Trittsteine“ zwischen ökologisch wertvollen Lebensräumen. Gleichzeitig können artenreiche, ökologisch gut entwickelte Rainflächen selbst als Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten dienen.

Warum wurde die Feldmark nördlich von Harxbüttel als Fokusgebiet ausgewählt?

Einerseits hat die Stadt Braunschweig in der Feldmark Potenzial zur Steigerung der lokalen Artenvielfalt festgestellt. Gleichzeitig befindet sich an diesem Ort ein großer Teil der Feld- und Wegraine in städtischem Eigentum und kam somit für das Förderprojekt in Frage.

Kann ich mich an den Maßnahmen bei Harxbüttel beteiligen?

Die Maßnahmen bei Harxbüttel sollen in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, Naturschutzverbänden, Bürgervereinen und allen, die sich für die Gestaltung des Parks interessieren, umgesetzt werden. Auch zusätzliche Vorschläge und eigene Ideen sind im Rahmen des Beteiligungsprozesses im Herbst 2026 bis Frühjahr 2027 jederzeit gern gesehen.

Wer ist für das Teilprojekt bei Harxbüttel zuständig?

Die Maßnahmen im Fokusgebiet Harxbüttel setzt der Fachbereich Stadtgrün um.

Umgesetz und Gefördert durch

Stadt Braunschweig
Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Bildnachweise

  • Stadt Braunschweig
  • Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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