Fokusgruppe Obstbäume und Wiesen
Außerhalb der definierten Fokusgebiete plant die Stadt Braunschweig, bestehende alte Obstbäume und Streuobstwiesen zu pflegen und damit den langfristigen Erhalt zu sichern. So möchte das Projektteam rund 1.600 Obstbäume sowie 25 Hektar Wiesen in ganz Braunschweig schonend instand setzen. Der Erhalt alter Obstbäume und eine extensive Wiesenpflege sind ein gutes Beispiel für eine Kombination aus Klima- und Naturschutzmaßnahmen, welche gleichzeitig einen positiven Effekt für die Menschen vor Ort haben.
Klimaschutz-Aspekt: Bäume entziehen der Atmosphäre bei der Photosynthese das Treibhausgas Kohlenstoff-Dioxid (CO₂). Der Kohlenstoff wird in der Pflanze eingelagert und Sauerstoff abgegeben. Stirbt die Pflanze ab, wird der zuvor eingelagerte Kohlenstoff nach und nach wieder abgegeben.
Naturschutz-Aspekt: Obstbäume liefern Lebensraum und Nahrung für kleine Tiere, Vögel und Insekten. Insbesondere Streuobstwiesen sind Beispiele für äußerst artenreiche Elemente einer extensiven Kulturlandschaft. Die lokale Artenvielfalt ist so hoch, weil sie als strukturreiches Übergangshabitat sowohl Arten aus Wäldern, als auch aus offenen Landschaften beherbergen können.
Positiv für die Menschen: Auch die Menschen vor Ort haben etwas von Obstbäumen und Streuobstwiesen. Sie spenden Schatten und liefern kostenlose lokal erzeugte, qualitativ hochwertige Lebensmittel ohne lange Transportwege. Die Ernte des Obstes von städtischen Bäumen ist in haushaltsüblichen Mengen für alle erlaubt und erwünscht. Die Bäume sollten dabei aber natürlich nicht beschädigt werden.



