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Das Braunschweiger Ringgleis

Grüner Ring rund um die Stadt

Als Folgenutzung auf aufgegebenen Bahnanlagen des historischen Ringgleises sowie entlang noch genutzter Bahnanlagen des Gleisringes um die Stadt wurde ein die Stadt umschließender, grüngeprägter, klimaschutzwirksamer Freiraumring von hohem Naherholungs- und Freizeitwert mit integriertem Rad- und Fußweg entwickelt.

Das Ringgleis bildet das Rückgrat der Kernstadt und ist gleichzeitig Motor sowie Impulsgeber für zahlreiche städtebauliche Entwicklungen im weiteren Umfeld. Dabei wird in das Nördliche, Östliche, Südliche und Westliche Ringgleis unterschieden, die jeweils eine eigene Charakteristik aufweisen.

Ziel war und ist es, außerhalb des wilhelminischen Ringes liegende, stadtbedeutsame Freiraumstrukturen zu einem zusammenhängenden Freiraumring zu entwickeln, der sich lagemäßig überwiegend an dem historisch gewachsenen Ringgleis um den Stadtkern orientiert. Der fertige Ringgleisweg wird eine Gesamtlänge von etwa 19 km erreichen. Vorhandene oder neu anzulegende Wege auf Teilen bereits aufgegebener oder neben weiterhin in Betrieb befindlichen Gleisen eröffnen Gelegenheiten für einen Blick hinter die Kulissen der facettenreichen städtischen Struktur am Wilhelminischen Ring. Zugleich eröffnet es die Möglichkeit, die Stadt abseits der vielbefahrenen Verkehrswege rad- und fußläufig zu erfahren und zu umrunden.

Das Ringgleis finden:

Das aktualisierte Faltblatt zum Braunschweiger Ringgleis ist da; Zum Mitnehmen beim Bürger-Service im Rathaus und in der Tourist Info, Kleine Burg 14 oder unter folgendem Link zum Runterladen:

Wer das Ringgleis mit Hilfe eines Navigationsgerätes finden und erkunden möchte, kann sich ab jetzt die entsprechenden GPX Daten (GPS-Exchange-Format)unter folgendem Link runterladen:

Der Masterplan Ringgleis

© Stadt Braunschweig/KreiselDer Masterplan Ringgleis

Der Masterplan Ringgleis des Fachbereiches Stadtplanung und Umweltschutz wurde 2011 vom Rat der Stadt Braunschweig zur Umsetzung beschlossen. Er ergänzt die Planungen des Westlichen Ringgleises, die mit großer positiver Resonanz in der Bürgerschaft aufgenommen wurden um die Abschnitte Nördliches Ringgleis “TECHNIK und NATUR“, Östliches Ringgleis „Das PARKGleis“ und Südliches Ringgleis „Das BAHNGleis“.

Jeder der Ringgleisabschnitte zeigt abhängig von Lage, Ausprägung, Nutzungsansprüchen und Vielfalt einen eigenen Charakter.

Das „Ringgleis“ soll zu einem die Stadtstruktur Braunschweigs prägenden Markenzeichen entwickelt werden, dem sich Anlieger und Institutionen im Sinne einer neuen „Adresse“ öffnen und mit dem sie sich identifizieren können. Die Herstellung einer durchgehenden, stadtumlaufenden Fuß- und Radwegverbindung ist für die Erreichbarkeit und Erlebbarkeit neuer Stadträume Voraussetzung.

Ein bedeutender Meilenstein wurde Ende 2019 mit dem „vorläufiger Ringschluss“ unter Nutzung vorhandener Alternativrouten erreicht. Somit steht jetzt ein 22,5 km langer kombinierter Fuß- und Radweg um die Kernstadt Braunschweigs als Alltags- und Freizeitweg zur Verfügung.

Das Ringgleis in Abschnitten

Impressionen vom Ringgleis

Zeitraffer Ringgleis Braunschweig Mai 2018
Impressionen vom Braunschweiger Ringgleis
Das Ringgleis in Braunschweig wird weiter ausgebaut 2017
Ringgleis Eröffnung Abschnitt Nordbahnhof 2017

2020: Gesamtstädtischer Arbeitskreis Ringgleis

© CC0, PixabayGrafik Arbeitskreis

Auch im Jahr 2020 wird es wieder den Gesamtstädtischen Arbeitskreis Ringgleis geben. Die Verwaltung lädt Sie herzlich zur Mitarbeit ein zum

  • 24. Arbeitskreis - 23. September 2020

um 17 Uhr, im Großen Sitzungssaal im Rathaus-Altbau.

Aktuelle Entwicklungen

Asphaltierung weiterer Abschnitte am Westlichen Ringgleis u. Sperrung am Östlichen Ringgleis

Im Rahmen einer kontinuierlichen Verbesserung des Freizeitwegenetzes in Braunschweig werden im Bereich ´Ringgleis-West´ mehrere Wegeabschnitte asphaltiert, die bislang mit einer wassergebundenen Wegedecke versehen waren. Es handelt sich um die Abschnitte am Werksteig, Kälberwiese – Kreuzstraße, Kreuzstraße – Madamenweg, Madamenweg – Pippelweg sowie Pippelweg – Broitzemer Straße. Die Asphaltierung sorgt dafür, dass sowohl Fußgänger als auch Radfahrer den Ringgleisweg auch bei schlechter Witterung komfortabel und sicher nutzen können. 

 

Die Bauarbeiten beginnen am Montag, den 02.11.2020, und werden bis Anfang Dezember andauern. Die Bauabschnitte werden analog zum Bauverlauf zeitlich versetzt abschnittsweise gesperrt und direkt nach der Fertigstellung wieder freigegeben, damit sie den Nutzer*innen möglichst schnell wieder zur Verfügung stehen. Die Umleitung für den Bereich Kälberwiese – Broitzemer Straße wird während der Bauzeit über den Sackring bzw. den Altstadtring geführt. Um rechtzeitig auf die Baumaßnahme aufmerksam zu machen, wird die Umleitungsbeschilderung schon einige Tage vorher aufgestellt. 

 

Da durch die Umbauarbeiten an der Straßenbahnhaltestelle in der Gliesmaroder Straße die Verbindung zwischen Hans-Sommer-Straße und Ringgleisweg unterbrochen wird, wird außerdem der Abschnitt am Östlichen Ringgleis zwischen Grünewaldstraße und Gliesmaroder Straße ab dem 26.10.2020 gesperrt. Die Umleitung für diesen Abschnitt führt über die Straße Am Soolanger. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende November andauern.


Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse am Ringgleis

© Stadt Braunschweig / Daniela Nielsen

 Im Rahmen einer artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahme werden Altbäume im Bereich des Rampenbauwerks am Südlichen Ringgleis mit 24 Nisthilfen ausgestattet. Holger Herlitschke, Dezernent für Umwelt, Stadtgrün, Sport und Hochbau hat am Mittwoch, 2. September, exemplarisch einen Nistkasten angebracht. „Das ist eine von vielen Maßnahmen am Ringgleis, die im Sinne des Artenschutzes umgesetzt werden“, sagt Herlitschke. „Neben Amphibienquerungshilfen werden künftig insbesondere weitere Baumpflanzungen ein großes Thema an diesem grünbestimmten Freizeitweg auf oder nahe der alten Industriebahntrasse rund um die Stadt sein.“

 Die Nisthilfen werden aufgehängt, weil bei Herstellung der Rampe des Ringgleises im Bereich Kennel etliche Altbäume (überwiegend Pappeln) gefällt werden mussten. Um das Nistangebot für Vögel und Fledermäuse in diesem Bereich wieder zu ergänzen, werden die Nisthilfen installiert.

 Für Fledermäuse wurden drei verschiedene Typen ausgewählt: sechs Spaltenkästen und vier Großraumhöhlen sowie sechs Fledermaushöhlen mit zwei Schlupflöchern. So finden während des Sommers im Gebiet des Südlichen Ringgleises beispielsweise das Braune Langohr oder der Abendsegler zusätzliche Lebens- und Ruhestätten vor. Bei den Nisthilfen für Vögel kommen vier unterschiedliche Kästen zum Einsatz. Dadurch erhalten insbesondere Kleinmeisen, Stare und der Gartenrotschwanz zusätzliche Brutmöglichkeiten.

 


„Gemeinsam mit Rücksicht“: Piktogramme für das Ringgleis

© Stadt Braunschweig / Michaela Heyse

 Ausgewählte Schlüsselstellen auf asphaltierten Abschnitten des Ringgleises werden mit Piktogrammen versehen, die alle Nutzerinnen und Nutzer des beliebten Freizeitweges zu gegenseitiger Rücksichtnahme mahnen. Zwischen dem Mittelweg und dem Haus der Kulturen im ehemaligen Nordbahnhof hat Holger Herlitschke, Dezernent für Umwelt, Stadtgrün, Sport und Hochbau, am Dienstag, 18. August, das erste von zunächst neun Piktogrammen aufgebracht. Es trägt die Aufschrift „Gemeinsam mit Rücksicht“. 

 „Uns ist es wichtig, dass das Ringgleis von allen genutzt werden kann. Niemand soll ausgeschlossen werden“, betont Herlitschke. „Deshalb ist Rücksichtnahme das oberste Gebot auf dem Ringgleis.“ Der Weg für Fußgänger und Radfahrer auf oder nahe der ehemaligen Industriebahntrasse rund um die Stadt erfreue sich immer größerer Beliebtheit bei unterschiedlichsten Nutzergruppen, führt Herlitschke aus. Neben Spaziergängern wie Senioren oder Familien mit Kindern seien insbesondere Radfahrerinnen und Radfahrer zu nennen, letztere mit unterschiedlichen Ambitionen im Blick auf ihre gefahrene Geschwindigkeit. 

 Die Zunahme des Radverkehrs in den letzten Jahren werde durch entsprechende Zählungen belegt. Herlitschke: „In vielen Bereichen ist die Breite des Weges durch die ehemalige Bahntrasse vorgegeben und kann nicht entscheidend verändert werden. Weil das Ringgleis so beliebt ist, sind dort immer mehr Menschen unterwegs, zu Fuß und auf dem Rad. Ein Nebeneinander ist nur möglich, wenn alle Nutzergruppen aufeinander Rücksicht nehmen.“ Über die Piktogramme hinaus ist geplant, im Herbst dieses Jahres an ausgewählten Stellen zusätzliche Schilder zu montieren, die in unkonventioneller Weise den Nutzern die Konfliktlage nahebringen und zur Rücksichtnahme aufrufen sollen. 

 Das Braunschweiger Ringgleis sei eine Perle der Stadt und rufe durch seine bundesweite Einzigartigkeit über die Stadtgrenzen hinweg großes Interesse hervor, hebt Herlitschke hervor. Inzwischen habe es eine Bedeutung erlangt, die weit über die Nutzung als Freizeitweg hinausgehe. „Es übernimmt in weiten Teilen wichtige Verbindungsfunktionen im Sinne des Arten- und Klimaschutzes, durch Biotopverbund und Frischluftbildung. Gleichzeitig gewinnt es zunehmend an Bedeutung, bedingt durch das damit indirekt veränderte Mobilitätsverhalten vieler Bürger - mit direkten Auswirkungen auf die Reduktion des Ausstoßes von klimaschädlichen Treibhausgasen.“ 

 Die Bedeutung der Trasse als Freizeitweg sei schon vor vielen Jahren erkannt worden, das Thema bleibe aber weiter präsent. Der Dezernent: „Der Ringgleisschluss 2019 war ja vorläufig. Künftig gilt es, noch etliche Umwegsituationen zu bereinigen, die stärker frequentierten Abschnitte möglichst anzupassen, zum Beispiel durch abschnittsweise Asphaltierung und ockerfarbene Epoxidharzbeschichtung bei gleichzeitiger Betonung des Freizeitwegcharakters durch flankierende Maßnahmen. Dazu gehören Ergänzung und Erweiterung der Grünräume entlang der Trasse, Sitzbänke, Spielgeräte Informationspunkte zur Industriegeschichte des jeweiligen Ortes und vieles mehr. Insgesamt eine Ausstattung, die schon von der optischen Anmutung signalisiert: Das Ringgleis ist kein reiner Radweg, sondern ein Freizeitweg, auf dem Fußgänger wie Radfahrer gleichberechtigt unterwegs sind.“

 


Bauarbeiten am Ringgleis erfolgreich abgeschlossen-vorläufiger Ringschluss geschafft

© Stadt Braunschweig / Daniela NielsenDer sanierte Ringgleisweg zwischen Borsigstraße und Lindenbergallee

Die Wege- und Landschaftsbauarbeiten am Ringgleis-Süd mit den Bauabschnitten Borsigstr., Reindagerothweg und Mastbruchsiedlung wurden erfolgreich abgeschlossen, sodass nun Radfahrer und Fußgänger die Möglichkeit haben, auf dem 22,5 km langen Ringgleisweg die Braunschweiger Innenstadt zu umrunden.

Bedeutsame Naherholungsziele wie die nördliche Okeraue, das Kennelbad, Schloss Richmond, das NSG Riddagshausen, der Prinz-Albrecht-Park, der Nussberg, der Westbahnhof mit dem soziokulturellen Zentrum sowie alte Industrie- und Bahnrelikte bieten eine spannende Kulisse für den Alltags - und Freizeitweg.

Darüber hinaus bietet das südliche Ringgleis nun auch interessante Einblicke in das Geschehen am Rangierbahnhof.

Nachdem der Abschnitt Borsigstraße schon am 11. Oktober 2019 für die Nutzung freigegeben werden konnte, werden ab dem 25. Oktober 2019 nun auch die Teilbereiche Mastbruchsiedlung bzw. Reindagerothweg zur Nutzung freigegeben.

Insgesamt stehen nun weitere 2,1 km Ringgleisweg weitestgehend in einer Breite von 3 m im Bereich des südlichen Ringgleises zur Verfügung. Auch bei starker Frequentierung des Ringgleises ist nun ein bequemes und sicheres Benutzen der Wegestrecken möglich. Auf den angrenzenden Bankettflächen erfolgt als aktiver Beitrag zum Umwelt- und Artenschutz nach Abschluss der Bauarbeiten die Einsaat einer artenreichen Mischung einheimischer Blühpflanzen bzw. Gräser.

Bis Ende des Jahres erfolgen noch Anpassungsarbeiten an der Querung der Helmstedter Straße und die Umsetzung der Beschilderung des Ringgleisweges. Im nächsten Jahr wird dann die offizielle Einweihung im Rahmen eines großen Festes am Westbahnhof erfolgen.


Expertenworkshop "Weiterentwicklung Ringgleis"

© Büro ANPWerkraumarbeit

Am 02. November fand unter der Moderation, des Büros ANP aus Kassel, der erste Expertenworkshop zum Thema „Weiterentwicklung Ringgleis“, im Nordbahnhof, statt. Im Rahmen des Workshops hat die Stadtverwaltung anlässlich des geplanten Ringschlusses 2019 weitere Ideen zur räumlichen sowie inhaltlichen Weiterentwicklung der Ringgleisplanungen gesammelt und konkretisiert. Ziel des Workshops war es dabei auch, den Beteiligungsprozess weiterzuführen und die unterschiedlichen Zielgruppen und Akteure aus Bürgerschaft, Politik und Verwaltung an einen Tisch zu holen. Diskutiert werden sollten insbesondere die Perspektiven zur mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Ringleises als Freizeit- und Erlebnisraum, aber auch die Synergiepotentiale im Zusammenhang mit Stadtentwicklungsprozessen. An dem Expertenworkshop im Nordbahnhof nahmen Fraktionsmitglieder, Umweltverbände, Vertreter des Braunschweiger Forum e. V., Vertreter des Gesamtstädtischen Arbeitskreis Ringgleis, der ADFC sowie Mitarbeiter der Verwaltung teil. In dem Workshop ist klargeworden, welches enorme Potential das Ringgleis für die Stadt Braunschweig bietet. Denn so unterschiedlich die Ideen und Vorschläge waren, eines hatten sie alle gemeinsam: das Ziel, das Ringgleis auch nach dem vorläufigen Ringschluss 2019 weiterzuentwickeln. Die gesamte Workshop Dokumentation finden Sie hier:

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