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Verkehrsmengenkarten für Braunschweig

Wie viele Kraftfahrzeuge fahren in welchen Straßen?

Aus ganz verschiedenen Gründen werden an die Stadt Braunschweig Fragen zu Verkehrsmengen in ihrem Straßennetz herangetragen:

Investoren möchten zum Beispiel wissen, ob vor einem geplanten Geschäftshaus genügend potentielle Kunden vorbeifahren. Anfragen kommen ebenfalls von Häuslebauern oder Mietern, die bei der Auswahl des künftigen Wohnstandorts auch die dortigen Verkehrsbelastungen einbeziehen wollen. Mineralölkonzerne suchen gut frequentierte Standorte für neue Tankstellen. Ein Ingenieurbüro soll abschätzen, ob an einer Fassade Lärmschutzfenster erforderlich werden, usw.

Ausschnitt aus der Verkehrsmengenkarte
Ausschnitt aus der Verkehrsmengenkarte

Aber längst nicht für alle Straßen in Braunschweig sind aktuelle Erhebungswerte vorhanden. Nur für einen Teil des städtischen Straßennetzes liegen Daten aus Verkehrserhebungen vor. Und davon wiederum stammt nur ein Teil aus den letzten Jahren.

Daher hat die Abteilung Verkehrsplanung und Verkehrsmanagement der Stadtverwaltung das Braunschweiger Ingenieurbüro WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH unter anderem damit beauftragt, für die stärker belasteten Straßen repräsentative Verkehrsmengen mit einem Verkehrsmodell zu ermitteln.

Dieses Verkehrsmodell stellt ein Computer-Simulationsmodell dar, das den Prozess der Entstehung des Verkehrs nachvollzieht und verschiedene Verkehrsarten umfasst. Es basiert auf Daten zur Raum- und Siedlungsstruktur (z. B. Verteilung der Einwohner, der Arbeitsplätze und der Schulplätze) und zu den verschiedenen Verkehrsnetzen sowie auf Erkenntnissen zum Verkehrsverhalten (z. B. aus Haushaltsbefragungen). Diese werden mit wissenschaftlich anerkannten Algorithmen verarbeitet. Vorhandene Erhebungsdaten (z. B. Verkehrszählungen) dienen zur Kalibrierung des Modells, d. h. zum Abgleich der Ergebnisse des Computermodells mit den Zählergebnissen.

Wichtig

Die Ergebnisse der Berechnungen des Verkehrsmodells sind keine Zähldaten, beinhalten aber repräsentative Zahlenangaben für das tatsächliche Verkehrsgeschehen und sind daher für die Beantwortung der oben genannten Fragestellungen sehr gut geeignet.

Die nachstehenden Abbildungen zeigen die so ermittelten Verkehrsmengen (beide Fahrtrichtungen zusammengenommen) als Kraftfahrzeuge pro 24 Stunden im werktäglichen Kfz-Verkehr Montag bis Freitag, einmal für die Gesamtstadt und einmal für den inneren Stadtbereich. Das Bezugsjahr ist 2007 (zu dieser Zeit war die A 39 zwischen der Anschlussstelle Cremlingen und dem Autobahnkreuz WOB/Königslutter noch nicht in Betrieb).