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Geschichte

Wappenbeschreibung

Wappen Heidberg

Die Eibe hat die Pflanzenwelt des Heidbergs früher markant geprägt und genoss dank ihrer herausragenden Eigenschaften hohes Ansehen. Der stilisierte Eibenzweig steht in der Form des bekannten Symbolzeichens für Leben und Wachstum, nach dem Grundsatz „ein Teil für das Ganze“.

So schlägt das Wappen eine Brücke von der fernen Vergangenheit in die Zukunft.

Geschichte

Der Stadtteil Heidberg ist auf der alten Feldmark Melverode gebaut worden. Seine Geschichte beginnt mit dem Abschlussdatum des Südstadtvertrages am 25.März 1958. Bis dahin ist sie identisch mit der von Melverode.

Am 1.Februar 1300 wird eine Waldfläche, mit dem Namen „Heytberch“, an das Braunschweiger Kloster St. Aegidien verkauft und damit erstmals urkundlich erwähnt.“Heytberch“ ist ein alter Flurname und leitet sich aus dem alten mittelniederdeutschen Namen „Heiden“ab, einer Bezeichnung für „wildgewachsene Waldflächen“.

Baugeschichte

Die Stadt Braunschweig war, wie die meisten Großstädte, seit Beginn der Industrialisierung in unorganischer Weise angewachsen. Die ersten intensiven Planungen für eine Stadterweiterung im Süden gab es schon in der NS-Zeit aufgrund der Industrieansiedlungen in Salzgitter und Wolfsburg. Die Kriegszerstörungen boten dann nach 1945 die Gelegenheit, die Stadterweiterung nach modernen Gesichtspunkten zu betreiben. Die Stadt Braunschweig beauftragte die „Arbeitsgemeinschaft gemeinnütziger Wohnungsunternehmen“, den nötigen Grunderwerb vorzunehmen und erteilte den Professoren Göderitz und May den Auftrag, einen Planentwurf aufzustellen. Dieser Planentwurf nach dem Leitbild einer „aufgelockerten, durchgrünten und verkehrsgerechten Stadtlandschaft“ bildete die Grundlage des Südstadtvertrages. Eine noch gültige Verpflichtung der Stadt Braunschweig aus dem Jahre 1938, einen neuen Personendurchgangsbahnhof zu bauen, gab den Anstoß zum Baubeginn der neuen „Südstadtsiedlung“(Planungsname) am 6.Januar 1959 in Melverode.

Grundsteinlegung: Die erste grosse Stadterweiterung nach dem 2. Weltkrieg begann am 6. Januar 1959 mit den 3 traditionellen Hammerschlägen von Oberbürgermeister Bennemann, Oberstadtdirektor Dr. Lotz und Stadtplaner Prof. Dr. Goederitz in Melverode am Mascheroder Weg (heute Glogaustraße). Die neue Südstadt.Siedlung war geboren.

Es entstand ein in sich geschlossener Stadtteil, der am 26.März 1969 offiziell den Namen „Braunschweig-Heidberg“ erhielt. Die örtliche Topographie wurde geschickt zur Wohnfeldverbesserung genutzt, so dass eine durchgehende Grünverbindung von Braunschweig durch das Kennelgebiet bis zu den als Park- und Badelandschaft umgestalteten Kiesgruben (Heidbergpark und Heidbergsee), entstanden ist.

Ein wohldurchdachtes Verkehrskonzept schaffte verkehrsberuhigte Zonen im Stadtteil, andererseits ermöglichte es eine problemlose Anbindung an das Stadtgefüge sowie den Regional- und Fernverkehr.

Aufgeteilt in 4 Nachbarschaften wurden für ca. 25.000 Menschen 7.500 Wohnungen und ihre Folgeeinrichtungen geplant. Etwa 1/3 des Wohnungsbauvolumens sollte aus Familieneigentum bestehen. Bundesweit bekannt wurde die Nachbarschaft Heidberg-Ost in den 60er Jahren durch ein vom Bund gefördertes Demonstrativbauprogramm. Die Zielsetzung war: „Gütesteigerung im sozialen Wohnungsbau durch Rationalisierung im Bauwesen“, d.h. es wurden erstmals vorgefertigte Bauelemente verwendet.