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Denkmale in Riddagshausen

© Fotograf: HeitefußRiddagshausen aus der Luft

Riddagshausen weist eine Fülle von Baudenkmalen auf, wobei im alten Klosterbezirk eine Konzentration vorliegt.

Die Klosterkirche sowie die Siechen- und Frauenkapelle stellen die ältesten Gebäude dar, wobei die Klosterkirche im Jahr 1275 geweiht worden ist (www.klosterkirche-riddagshausen.de). Das Torhaus sowie die Frauenkapelle, die auch als Fremdenkapelle bezeichnet wird, stammen aus dem 12. Jh. und dem 3. Viertel des 13. Jh. Das Torhaus sowie das östlich angrenzende ehemalige aus dem 18. Jh. stammende zweigeschossige Meiereigebäude beherbergen jetzt das Zisterziensermuseum. Unmittelbar an das Zisterziensermuseum angrenzend liegt das ehemalige Gefängnis, das um 1800 errichtet worden ist.

Direkt neben der Südpforte steht die um 1800 erbaute alte Schmiede (Klostergang 51). Der zweigeschossige, heute als Wohnhaus genutzte Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach, ruht auf einem Kalksandsteinsockel.

Das in der ersten Hälfte des 18.Jh. erbaute "Alte Amtshaus" ergibt heute gemeinsam mit der ebenfalls zu dieser Zeit errichteten "Alten Mühle" ein leicht gewinkeltes Doppelhaus (Klostergang 51a und 51b). In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich nördlich der "ehemalige Kornspeicher mit Verwaltungshaus". Der aus dem Jahre 1895 stammende Steinbau Nr. 52 ist in den Vollgeschossen verputzt, Türen und Fenster werden dagegen mit Sandsteinfassungen betont. Direkt anschließend befindet sich das ehemalige Schäferhaus mit den ursprünglichen Ökonomiegebäuden, die heute von den Marketing Management Institut (MMI) als Mehrzweckräume genutzt werden.

Vor dem Torbogenhaus befinden die im Jahr 1911 errichteten Wohnhäuser Klostergang 55 und 56, die im Fachwerkstil mit Krüppelwalmdach gehalten sind.

Das älteste Gebäude außerhalb des Klosterbezirks steht in der Johanniterstraße mit der Nr. 7, dessen Fachwerk bereits um 1900 teilweise durch einen massiven Unterbau ersetzt wurde. Das kleine Wohnhaus, das wohl aus der 2. Hälfte des 17.Jh. stammt, hat einen kleinen Stallteil, der als sog. "Anklapp" das Ensemble ergänzt. Die Lehmgefache konnten bei der grundlegenden Sanierung in den 70er Jahren des vergangenen Jh. im alten Stil erhalten werden.

Das Wohnhaus Johanniterstraße 2 entstand um 1800 als Gemeindebäckerei, wobei die Gefache des klassizistisch regelmäßigen eingeschossigen Fachwerkbaus massiv ausgemauert wurden. Ein mittiges, breites Zwerchhaus mit Dreiecksgiebel rundet das Gesamtbild ab.

Das Haus Johanniterstraße 3 wurde als villenähnliches Wohnhaus eines Fabrikanten im Jahr 1893 entworfen. Der zweigeschossige gelbe Ziegelsteinbau zeichnet sich durch rot abgesetzte Steinlagen und Zierverbände und ein flaches Seitenrisalit aus.

Das Haus Johanniterstraße 10 wurde um 1880 für den Johanniterorden errichtet. Das kleine Fachwerkwohnhaus mit Drempelzone und schmalem Mittelrisalit ist ein Beispiel für das Weiterleben der Holzbautradition im 19.Jh. auf Braunschweiger Gebiet.

Aus dem Jahr 1720 stammen einmal das Fischerhaus, zwischen Kreuz- und Mitteltteich gelegen sowie der "Scheiwe Ständer" (Am Kreuzteich 8). Ebenfalls im 18.Jh. wurde das Haus Entenfang, das am oberen Weddeler Graben in der Nachbarschaft zum Lagesteich liegt, als eingeschossiger Fachwerkbau mit einem Zwerchhaus auf der Südseite errichtet.

An der Stresemannstraße wurde Ende des 19.Jh. die villenähnlichen Häuser Nr. 3 und 4 als massive Fachwerkbauten gebaut, die sich durch phantasievolle Formen, wie gebogene Streben, auszeichnen.

Das Anwesen Stresemannstraße 1 wird von einer Villenanlage mit mehreren Nebengebäuden belegt. Das neubarocke, zweigeschossige und mit Mansarddach versehene Wohnhaus wurde 1923/24 vom Architekten A. Pramann entworfen. Das gesamte Gelände wird von einer hohen Haussteinmauer umgeben, die zum Triangel hin von einem Teepavillon aus dem Jahr 1911 aufgelockert wird.