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Feuerwehr 1933-1945

© Quelle: H.SeelFeuerwehrpolizei Timmerlah; Pers. leider nicht identifizierbar

„Von den Feuerwehren wurde die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten ab dem 30.Januar 1933 zunächst noch positiv begrüßt. Es keimte die Hoffnung, dass ein einheitliches Feuerlöschwesen in Deutschland entstehen könnte. ...

Der Kommandant war jetzt der Wehrführer, die Leitung der Feuerwehr nannte sich Führerrat und die Feuerwehrübungen und Haupversammlungen wurden zu Appellen. Schließlich bekam der Feuerwehrmann eine einheitliche Uniform mit Dienstgradabzeichen und trug den Stahlhelm.“(A. Polnik, Feuerwehr im 3.Reich, S.21f)

„Mittels Runderlass vom 13.Januar 1934 des Preußischen Ministers des Innern war eine vorgeschriebene Mustersatzung erlassen worden. Die Freiwilligen Feuerwehren erklärte man zu Vereinen, damit diese zu den Kreisfeuerwehrverbänden beitreten konnten, die jetzt zu den Körperschaften des öffentlichen Rechts angehörten“. (A. Polnik, Feuerwehr im 3.Reich, S.75)

„Durch die Unterstellung der Landespolizei unter das Heer ab dem 1.Oktober 1935 ist das bisherige Polizeisystem empfindlich gestört worden...“ „...17.Juni 1936 wurde … Reichsführer SS, Heinrich Himmler zum Chef der Deutschen Polizei ernannt.“ „ Durch die Ernennung Himmlers zum Chefs der Deutschen Polizei war dieser auch der oberste Dienstherr gegenüber den preußischen Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren aufgrund des Preußischen Feuerlöschgesetzes von 1933 ...“(A. Polnik, Feuerwehr im 3.Reich, S.93)

„Zur Ausrüstung des künftigen Einheits-Feuerwehrmanns gehörte neben dem Stahlhelm, der Ledergurt und die Gasmaske.“ (A. Polnik, Feuerwehr im 3.Reich, S.94)

1. Motorspritze

© Archiv HP Bernd Aumann

1936 Anschaffung der 1.Motorspritze der Firma Ludwig, Bayreuth, auf einem Tragkraft-Spritzen-Anhänger (TSA) (lt. Chronik 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Timmerlah, aber lt. Zeitzeugenaussage hatten wir eine „Köbe“ = Köbepumpe aus Dessau?!)

Gemäß DIN FEN 560 Normblatt für Tragbare Kraftspritzen vom Juli 1936 durften nur noch zwei Größen gebaut werden: „...die Größe I für Motorspritzen mit einer Pumpenleistung von 400l/min, sowie die Größe II für Motorspritzen mit einer Förderleistung von 800 l/min.“ (A.Polnik, S.159) – Leider liegt nicht vor, welche Leistung unsere Kraftspritze hatte, aber ...„Wer das kleine handliche Gerät sieht, mag es nicht glauben, daß es imstande ist, der Glut aus sechs Strahlrohren das löschende Naß entgegenzuscheudern.
(Festschrift 1974).

l938 ist Otto Westphal „Löschmeister bei Motorspritze“ und Karl Lübbeke „Löschmeister bei Handdruckspritze“
(Chronik 125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Timmerlah)

© Archiv HP Bernd Aumann

Die erste Motorspritze mit einem Zweizylindermotor der Firma Breuer und einer Einstufigen Kreiselpumpe wurde 1931 von der Firma Paul Ludwig in Bayreuth für 4376,00 Mark angeschafft. Bevor gepumpt werden konnte muss diese Kreiselpumpe erst mit Wasser aufgefüllt werden, da noch keine Entlüftungseinrichtung vorhanden ist. Die Förderleistung der Pumpe beträgt 800 Ltr./min. Zur Einsatzstelle musste diese Pumpe von den Wehrmännern gezogen und dann von dem Einachsigen Rädergestell heruntergehoben werden. Während ein Feuerwehrmann den Motor startete (ist nicht ganz einfach ohne Anlasser und mit manueller Zündverstellung) musste ein zweiter die Pumpe füllen.“ (http.//www.ff-rennershofen.de) Bilder der Ortsfeuerwehr Altach

Motorspritze im Einsatz

© Archiv HP Bernd Aumann

Die Wehrmacht zieht durch Timmerlah

© Archiv HP Bernd Aumann

Die Fliegerangriffe auf Timmerlah 1944

Hier eine Luftaufnahme von Braunschweig

© Archiv HP Bernd Aumann