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Otto Bennemann

geb. 27.09.1903 • gest. 22.05.2003

Im Haus Hänselmannstr. 7 lebte der Oberbürgermeister, niedersächsische Innenminister und Ehrenbürger der Stadt Braunschweig Otto Bennemann von 1929 bis 1934.

In Braunschweig als Sohn eines Schlossers geboren, war Bennemann nach dem Besuch der „Unteren Bürgerschule Sophienstraße" und einer kaufmännischen Lehre als Industriekaufmann tätig. 1919 trat er in die Gewerkschaft, 1923 in die SPD und 1926 in den Internationalen Sozialistischen Kampfbund ein. Seit 1933 nahm Bennemann aktiv am Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime teil und konnte sich 1938 seiner Verhaftung durch die Gestapo nur durch Flucht nach England entziehen. Unmittelbar nach Kriegsende kehrte er gemeinsam mit seiner Frau Franziska in seine Heimatstadt Braunschweig zurück.


In den Jahren 1948 bis 1959 war Bennemann, mit einer Unterbrechung von zwei Jahren, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig. Er hatte großen Anteil am Wiederaufbau der schwer kriegszerstörten Stadt. Über die Kommune hinaus wirkte er nachhaltig am Wiederaufbau der niedersächsischen SPD mit und war Mitautor des „Godesberger Programms".1946 bereits Mitglied des ernannten Braunschweigischen Landtags, war er von 1947 bis 1974 Mitglied des Niedersächsischen Landtags. Als Minister des Innern in den Jahren 1959 bis 1967 stärkte er u. a. die Stellung der Gemeinden und Kreise durch die während seiner Amtszeit eingeleitete, 1974 abgeschlossene Gebietsreform.


1968 wurde Otto Bennemann die Ehrenbürgerwürde verliehen. 1990 errichtete er die Franziska-und-Otto-Bennemann-Stiftung zur Förderung und Forschung über Idee und Gestaltung der demokratisch-sozialen Rechtsordnung und ihrer ethisch fundierten Grundwerte. 1994 gründete der Schul- und Bildungspolitiker zusätzlich die Otto-Bennemann-Stiftung Braunschweig. Sie fördert über seinen Tod hinaus dauerhaft das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, das Internationale Haus Sonnenberg und die Lebenshilfe.


Otto Bennemann starb am 22. Mai 2003 in Braunschweig.

Für die Förderung der Tafelrealisierung im Stadtraum danken die Projektpartner der Otto-Bennemann-Stiftung.

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