Stadtchronik

Einträge für das Jahr 1934

Anzahl: 143

Ab 09. Februar ist der Kreis Braunschweig-Land frei von Wohlfahrtserwerbslosen.
Dr. Agnes Lindner, Assistentin an der Technischen Hochschule verstorben (* 27. Dezember 1892 in Hannover).
Julius Stieler, Prokurist der Firma Gebr. Jürgens auf dem Steinweg, verstorben im Alter von 64 Jahren.
Verlegung des Postamts 2 auf dem Hauptbahnhof in die Räume der früheren Eilgüterabfertigung.
Wahl des NSDAP-Miglieds Alfred Kuhls an Stelle von Dr. Benz zum besoldeten Stadtrat. Wahl des Stadtverordneten Otto Schulze und Organisationsleiter Erich Schneider zu unbesoldeten Stadträten an Stelle von Bethmann und Wieselmann.
Staatsrat Bertram legt sein Amt als Mitglied der Kirchenregierung nieder. Desgleichen sein Stellvertreter Landgerichtsdirektor Gerhard.
Einführung des Pastors Henneberger aus Jena an St. Petri, an Stelle des in den Ruhestand getretenen Pastors Hermann Lagershausen.
Ferdinand Eichhorn, Teilhaber der Firma Eichhorn und Heimbs, Kaffeerösterei usw. auf dem Steinweg verstorben, im Alter von 80 Jahren.
Hof-Schneider Carl Lippold verstorben (fast 74 Jahre alt).
Der Braunschweiger Staat ersteigert im Wege der Zwangsversteigerung den Bebelhof mit einem Gebot von 2 280 700 RM.
Ernennung des Oberkonsistorialrats Evers in Berlin zum Bevollmächtigten der Deutschen Evangelischen Kirche für die Braunschweigische Evangelisch-lutherische Kirche, aufgrund einer Verordnung des Reichsbischofs vom 21. Februar 1934.
Der technische Kreisfachberater der NSDAP Ludwig Hensmann, bisher Abteilungsleiter bei der Firma Jüdel, wird Arbeitsamtsdirektor.
Landesbischof Wilhelm Beye tritt von seinem Amt als Landesbischof zurück.
Mittelschuldirektor i. R. Ludwig Eikermann verstorben (* 1872).
Verschmelzung des Städtischen Verkehrsamtes und des Verkehrsvereins Braunschweig zum "Städtischen Verkehrsverein", dessen Vereinsführer durch den Oberbürgermeister einzusetzen und abzurufen ist. Ernannt wird Stadtrat Schulze.
Staatsanwalt i. R. Dr. Arnold Ude verstorben.
Die italienische Kapelle "Banda Fascista" besucht Braunschweig. Begrüßung durch Staatsrat Bertram in der Burg.
Landesbischof a. D. Beye wird von der Anklage wegen Betruges und Untreue wegen Mangels an Beweisen freigesprochen.
Vertrag zwischen Staat und Stadt Braunschweig betreffend die Ablösung des Casparivertrages wird am 14. März unterzeichnet. Rechtskraft ab 01. April 1934. Die Stadt erhält u.a. das Eigentum am Klostergut Riddagshausen (ohne Grüner Jäger) und an der Alten Waage auf dem Wollmarkt. Der Staat verzichtet zugunsten der Stadt auf Werte in Höhe von insgesamt 8 952 293 RM.
Die Braunschweigische Landesregierung überträgt das kaufmännische Schulwesen (einschl. Lehrkräfte) der Industrie- und Handelskammer (zum 01. April).