Stadtchronik

Einträge für den Zeitraum von 1600 bis 1699

Anzahl: 76

Die städtischen Privilegien werden im Frieden von Münster und Osnabrück anerkannt.
Tod des Stadtsyndikus Johannes Camman. Seine Büchersammlung befindet sich heute in der Stadtbibliothek.
Erscheinen des Braunschweigischen Kalenders (bis heute).
Die Pest fordert über 5400 Tote in Braunschweig.
Letzte Bestätigung der zahlreichen städtischen Privilegien durch Kaiser Leopold I. vor der Unterwerfung der Stadt durch die welfischen Herzöge.
Die letzten Hansetage finden in Lübeck statt, an denen auch Braunschweig teilnimmt.
Braunschweig wird starke herzogliche Garnison.
Abschaffung der Weichbildräte, Entwaffnung der Stadt und Verlust des gesamten Vermögens. Mit der Einsetzung eines gänzlich vom Herzog abhängigen Rates auf dem Neustadtrathaus wurde das Ende der Stadtfreiheit besiegelt.
Der Graue Hof wird das Braunschweiger Quartier der Herzöge.
„Contingent- und Bürgerrolle“ für die Erhebung der Landessteuern in Braunschweig (etwa 15500 Einwohner).
Die Fürstliche Stadtkommission tagt im Packhof.
Die städtische Münze geht in herzoglichen Besitz über. Sie wurde 1719 in die Heydenstraße und 1771 auf den Damm verlegt (1868 aufgehoben).
Belagerung Braunschweigs durch Herzog Rudolf August und seine welfischen Vettern.
Einmarsch der herzoglichen Truppen in die Stadt.
Huldigung Braunschweigs, Huldebrief und assecuratio religionis des Herzogs (verschiedene Belagerungspläne und Ansichten noch im 18. Jh. zum Anlass mehrerer Stadtplandarstellungen genutzt). Braunschweig geht in den alleinigen Besitz der Wolfenbütteler Herzöge über.
Einsetzung eines Commercien-Collegiums.
Abschaffung des „Sachsenrechts“.
Gründung der Hagenmarktapotheke.
Revision und Verbesserung der Untergerichtsordnung.
Gründung des Armen-, Waisen-, Zucht- und Werkhauses B.M.V. (Vereinigung des Marienhospitals von 1245 und des Alexiuspflegehauses von 1473).