Stadtchronik

Einträge für das Jahr 1944

Anzahl: 61

Schließung der Staatsmusikschule.
Schließung des Staatstheaters.
23. Luftangriff. Frankfurter Straße, Cammannstraße, Döringstraße, Hedwigstraße, Luisenstraße, Sophienstraße, Juliusstraße, Broitzemer Straße, Virchowstraße, Ekbertstraße, Schöttlerstraße, Goslarsche Straße, Wilhelmitorwall, Ferdinandstraße, Gieselerwall, Lachmannstraße, Auguststraße, Viewegstraße, Schuntersiedlung, Vorwerksiedlung, Rühme. Beschädigt wurden der Dom, der Bahnhof, die MIAG. 36 Tote.
24. Luftangriff. Karlstraße, Schunterstraße, Gliesmaroder Straße, Fallersleber Straße, Wollmarkt, Weberstraße, Gördelinger Straße, Steinweg, Fasanenstraße, Olfermannstraße, Husarenstraße, Heinrichstraße, Wendentorwall, Fallersleber Tor Wall, Eschenburgstraße, Altewiekring. Beschädigt wurden die Andreaskirche, das Rathaus und die Aegidienhalle. 38 Tote.
25. Luftangriff: Schuntersiedlung, Querum, Niemo. 21 Tote.
Dr. Gerhart Bittrich, Direktor der Braunschweigischen Staatsmusikschule, verstorben.
26. Luftangriff: Freyastraße, Gliesmaroder Straße, Heinrichstraße, Nussberg, Kannengießerstraße, Meinhardshof. 4 Tote.
27. Luftangriff: Hamburger Straße, Luftwaffenlazarett, Vorwerksiedlung. 34 Tote.
28. Luftangriff. 3 Bomben in der Querumer Feldmark.
29. Luftangriff mittags. Melverode, Gartenstadt, Rischauer Holz, Lehndorf. 1 Toter.
30. Luftangriff gegen 1.00 Uhr früh. Geringe Sachschäden.
31. Luftangriff gegen 20.30 Uhr Veltenhof. Keine Toten.
32. Luftangriff um 2.20 bis 2.45. Die Innenstadt zum weitaus größten Teil vernichtet. Insbesondere die altertümlichen Fachwerkhäuser bis auf den Grund niedergebrannt. Von Altstadtrathaus und Gewandhaus sind nur noch die Umfassungsmauern erhalten geblieben. Von den steingebauten Patrizierhäusern blieben nur noch Trümmer erhalten. Dom und Michaeliskirche nur wenig beschädigt. Alle übrigen alten Kirchen stark mitgenommen, am meisten St. Andreas, St. Katharinen und besonders die Brüdernkirche. Die Martini-, St. Andreas-, St. Katharinenkirche verloren ihre Turmspitzen. Die Nicolaikirche wurde völlig zerstört. Das Ministerialgebäude und das neue Rathaus wurden ziemlich schwer beschädigt. Schwerste Beschädigungen auch in den Industrie- und Wohnvierteln der Außenstadt. Vielfach sind ganze Straßenzüge unbewohnbar geworden. Zahl der Toten nach den letzten Zeitungsnotizen (26. Oktober, 01. November, 04. Dezember) 596 Deutsche und 37 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter (in Wirklichkeit wahrscheinlich erheblich mehr, weil ihnen der Zugang zu Luftschutzmaßnahmen verwehrt wurde). Totenlisten veröffentlicht am 20. , 25. und 28./29. Oktober sowie am 01./10. November und 04. Dezember.
Unter den Toten des 32. Luftangriffs befinden sich die Opernsängerin und Schauspielerin Käthe Fenner und wahrscheinlich auch der Opernsänger Maximilian Gral. Beisetzung der Gefallenen auf dem Ehrenfriedhof am Brotweg am 23. Oktober und 01. November. Gedenkfeier im Dom und auf dem Schlossplatz am 29. Oktober.
33. Luftangriff um 15.30 Uhr. Starke Brände im Süden und Westen. Tot: 7 Deutsche und 23 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.
34. Luftangriff um 11.40 Uhr. Mehrere Häuser Im Lämmchenteich zerstört.
Eröffnung der Meldestellen zum Volkssturm für Braunschweig-Stadt. Vereidigung 12. November.
Friedrich Werner Graf von der Schulenburg, Diplomat, in Berlin-Plötzensee hingerichtet. (Ehrengrab)
35. Luftangriff abends. Angeblich 2 Bomben auf dem Flugplatz Broitzem und 1 Bombe in der Maibaumstraße.
36. Luftangriff abends. Angeblich 1 Bombe im Stadtgebiet.