Stadtchronik

Einträge für den Zeitraum von 1820 bis 1839

Anzahl: 140

300-Jahr-Feier der Einführung der Reformation in der Stadt Braunschweig.
Errichtung einer jüdischen Schule.
Johann Andreas Friedrich Steger, Dr. phil., Lehrer am Katharineum und Professeor am Collegium Carolinum, gestorben.
Das bis dahin zur Aufnahme von Irren und Züchtlingen bestimmte Alexiushaus wird reine Irrenanstalt. Die Züchtlinge werden in das Gefängnis von St. Aegidien und nach Wolfenbüttel überführt.
Uraufführung von Goethes „Faust I“ im Opernhaus am Hagenmarkt durch August Klingemann.
Johann Heinrich Stobwasser, Begründer der Stobwasserschen Lackwarenfabrik (1763-1874), gestorben (* 16. November 1740 Lobenstein/Vogtland).
Gründung des Blindeninstitutes durch Dr. med. Wilhelm Lachmann (* 22. November 1801 Braunschweig).
Erwerb des Hauses Kleine Burg 1 (frühere Domdechanei) durch die Stadt als „Stadthaus“ (Rathaus).
Dr. theol. Johann Friedrich Petri, Prediger der Reformierten Kirche, gestorben.
Eröffnung der neuen Volksschulen. - Reform des städtischen Volksschulwesens: Auflösung der Privatschulen. Beschränkung auf zwei Bürgerschulen (Südklint und Wilhelmstraße) und zwei Armen- oder Freischulen (Reichsstraße und Leopoldstraße). - Neben diesen vier städtischen Schulen gibt es noch die staatliche Waisenhausschule (keineswegs nur auf die Waisenkinder beschränkt), die staatliche Garnisonschule (für die Kinder der Militärangehörigen) und die kirchliche Katholische Schule.
300-Jahr-Feier der Augsburgischen Konfession.
Konzerte des Violinvirtuosen Niccolò Paganini im Hoftheater auf dem Hagenmarkt.
Rückkehr des Herzogs Karl II. von seiner Reise nach Paris, auf der Flucht vor der französischen Revolution.
Abbruch der Kreuzgänge des Domes St. Blasii.
Empfang einer Beschwerde führenden Bürgerdeputation unter Führung des Stadtdirektors Wilhelm Bode durch Herzog Karl II. Truppenzusammenziehung unter General Friedrich August von Herzberg.
Anschlag auf Herzog Karl II. beim Verlassen des Theaters. Besetzung des Schlosses mit Militär.
Weitere militärische Maßnahmen von Herzog Karl II. Auf Vorstellung Wilhelm Bodes gibt er seine Zustimmung zur Aufstellung der Bürgergarde unter dem Bankier Ludwig Löbbecke. - Am Abend Eindringen des Pöbels in das von General Friedrich August von Herzberg nur zum Scheine verteidigte Schloss. Dieses wird durch Feuer fast völlig zerstört, auch große Teile des Hausarchivs werden vernichtet. Fluchtartige Abreise des Herzogs nach England. Flucht seiner Geliebten, der einst von den Braunschweigern vergötterten Hofschauspielerin Betty Dermer, nach Magdeburg.
Eintreffen des Prinzen Wilhelm, des jüngeren Bruders Karls II. Seine Residenz zunächst in Richmond, seit November im Bevernschen Palais, der früheren Dompropstei.
Herzog Karl II. durch den Bundestag für regierungsunfähig erklärt.
Abschluss der 1803 begonnenen Umgestaltung des Festungsgürtels in Wallpromenaden durch den Oberbaurat Peter Joseph Krahe.