Stadtchronik

Einträge für das Jahr 1945

Anzahl: 73

Wiederbeginn der Vorlesungen an der Technischen Hochschule. Rektor Prof. Dr. Gustav Gaßner, vor 1933 bereits Professor an der Technischen Hochschule.
Aufruf zu Spenden für das am 15. Oktober 1944 restlos zerstörte Waisenhaus BMV anlässlich des 700jährigen Bestehens der Anstalt am 13. November.
Eröffnung des Flüchtlingshilfswerkes in der Kanthochschule. Zusammenschluss der staatlichen Fürsorge, der Inneren Mission und des Caritas-Verbandes.
Bildung eines Landesrates beim Braunschweigischen Staatsministerium.
Anfang Dezember Niederlegung der Kastanien in der Kastanienallee.
Verfassungsänderung der Stadt nach englischem Muster. An der Spitze steht der Oberbürgermeister, dessen Amt ehrenamtlich ist. Er ist auch der Vorsitzende der Stadtvertretung, der Ratsherren. Er wird durch zwei ebenfalls ehrenamtliche Bürgermeister vertreten. Ihm unterstellt ist der an der Spitze der städtischen Verwaltung stehende hauptamtliche Oberstadtdirektor, dem acht hauptamtliche und sieben ehrenamtliche Beigeordnete - Stadträte - zugeordnet sind. Zunächst verbindet Oberbürgermeister Böhme die Ämter des Oberbürgermeisters und des Oberstadtdirektors in Personalunion.
Feierlicher Einweihungsgottesdienst im Oratorium der St. Aegidienkirche, die der Katholischen Kirche für ihre Gottesdienste überlassen wurde.
Beginn wechselnder Ausstellungen des zum Teil von der englischen Besatzung beschlagnahmten Herzog Anton Ulrich-Museums im Schlösschen Richmond. Erst politische Versammlung der "Liberaldemokratischen Partei". Es spricht Karl Klauberg.
Erste öffentliche Sitzung der Stadtvertretung in der Kanthochschule.
Feldmarschall Montgomery besucht Braunschweig.
Erste öffentliche Versammlung der SPD. Es spricht Dr. Kurt Schumacher aus Hannover.
Leiter des Städtischen Kulturamtes wird Dr. Hermann Kindt.
Drei Todesopfer durch infolge des Sturmes einstürzende Hausruinen in der Nacht vom 28. zum 29. Dezember.