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DOKfilm im Roten Saal

"DOKfilm im Roten Saal" des städtischen Kulturinstituts ist Braunschweigs erste, 2010 gestartete Dokumentarfilm-Reihe. Sie richtet den Fokus auf aktuelle nationale und internationale Dokumentarfilme.

Die Faltblätter der Reihe

"DOKfilm im Roten Saal" versteht sich als Ergänzung zum übrigen Filmangebot in Braunschweig. Gezeigt werden Produktionen zu aktuellen, gesellschaftspolitisch relevanten Themen sowie Dokumentarfilme im Themenspektrum Kunst und Kultur.

Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen und als print@home-Ticket (Öffnet in einem neuen Tab) bzw. Mobiles Ticket erhältlich. Für den Kartenverkauf an der  Abendkasse wird ein kleines Kontingent an Restkarten hinterlegt.  

Eintrittspreise: 5,00 €/4,00 € (ermäßigt)


ZUM PROGRAMM

DO | 8. Dezember 2022 | 19:30 Uhr: Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit.

Schweiz, Deutschland 2022 | Regie: André Schäfer | 94 Min. | FSK: ab 12

 

Dieser Film ist kein klassisches Portrait, sondern ein Dokumentarfilm, der über die Fiktion nicht nur die Romane Martin Suters´zum Leben erweckt, sondern uns auch den Autoren hinter den Geschichten auf einer ganz neuen Ebene näherbringt. „Die Fantasie stimmt ja meistens mehr, als die Realität“, sagt Martin Suter. Er spaziert durch seine Geschichten, filmisch und ästhetisch eindrücklich inszeniert, beleuchtet seine Protagonist*innen und ihre

Geheimnisse – und insbesondere auch seinen eigenen, privaten Kosmos: Eine Welt, die von Gegensätzen durchtränkt und von der Sucht nach Geschichten geprägt ist.

„Schreiben hat viel mit weglassen zu tun“, sagt der Schweizer Bestsellerautor. Dieser Film zeigt uns alles über Martin Suter – alles, außer die Wahrheit.


© Geyrhalter Film

DO | 26. Januar 2023 | 19:30 Uhr: Matter Out Of Place

Österreich 2022 | Regie: Nikolaus Geyrhalter | 94 Min. | OmU | FSK: o. A.

 

Filmemacher Geyrhalter konfrontiert uns in seiner neuen Dokumentation „Matter Out Of Place“ eindringlich mit unserem Müllproblem. In schönen Bildern und seinem unverkennbaren Stil – der konzentrierten, unkommentierten Beobachtung – zeigt er, dass Mülltrennung und Recycling nicht die Lösung sind. Nicht nur im Meer und an den Küsten, auch in der Arktis, im Dschungel, hoch auf den Bergen und tief in der Wüste finden sich fast überall Abfälle

in unterschiedlichen Formen und Dimensionen. Mal sind es ganze Autowracks, alte Fernseher oder einfach Bauschutt, meistens aber sind es nur millimetergroße zersetzte Kunststoffpartikel – die Menschheit hat ihre Visitenkarten gründlich verteilt.


© Filmverleih

DO | 23. Februar 2023 | 19:30 Uhr: PREVIEW: Geisterschiffe – Der wahre Preis für unseren Fisch

USA 2018 | Regie: Shannon Service, Jeffrey Waldron | 90 Min. | OmU | FSK: ab 12

Während bei Konsumierenden bei Kaffeebohnen ein Umdenken in Sachen Fair Trade stattgefunden hat, steckt das Wissen um die Bedingungen der Fisch- und Meeresfrüchteindustrie noch in den Kinderschuhen. Rund zehn Prozent der Fischer*innen weltweit, so schätzt man, arbeiten unter unwürdigsten Bedingungen. Sobald sie auf See sind, verbringen sie Monate, ja sogar Jahre, ohne einen Fuß an Land zu setzen und verdienen wenig bis gar keinen Lohn.

Der Film folgt einer Gruppe von Aktivist*innen und dokumentiert deren Kampf gegen diese Form der Ausbeutung. Im Mittelpunkt steht die Arbeit der furchtlosen Patima Tungpuchayakul aus Thailand, die bereits mehrere Tausend Opfer der thailändischen Fischindustrie befreite. Seit seiner Premiere 2018 erhielt der Film zahlreichen Auszeichnung und war 2020 für den Emmy für herausragende Kameraführung nominiert.


© Verleih

DO | 16. März 2023 | 19:30 Uhr: Robin Bank

Spanien 2022 | Regie: Anna Giralt Gris | 79 Min. | OmU | FSK: ab 12

Der Film erzählt die Geschichte eines katalanischen Aktivisten, der zwischen 2005 und 2008 Kredite in Höhe von einer halben Million Euro aufnahm, die er nie zurückzahlte. Stattdessen nutzte er das Geld, um soziale Projekte zu finanzieren. Nachdem er zwei Monate lang inhaftiert war, wurde er gegen Kaution freigelassen. Noch vor dem Prozess floh er aus dem Land und erklärte sich selbst zum Flüchtling vor dem Gesetz. Den Raub habe er als Akt des zivilen Ungehorsams begangen, um die schlechten Praktiken des Bankensystems aufzudecken und die Menschen zu ermutigen, sich ihm anzuschließen, um eine andere, gerechtere und nachhaltigere Welt zu schaffen. Aber gibt es im 21. Jahrhundert noch Platz für diese weltfremde Idee einer einzelnen Person? Die hybride Dokumentation bewegt sich mit Animationssequenzen zwischen den idealistischen Träumen dieses Aktivisten und der Realität.



Preispate Max von Thun, Iris Mügge, Stadt Braunschweig-DOKfilm im Roten Saal, und nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer (v.l.n.r., Foto Jörg Lorenz, 2015)

Ausgezeichnet!

„DOKfilm im Roten Saal“ ist im Rahmen der Kinoprogrammpreise mehrfach von der zentralen Medien-Fördereinrichtung für Niedersachsen und Bremen „nordmedia“ für die Gestaltung eines hervorragenden Jahresfilmprogramms ausgezeichnet worden, zuletzt für das Jahresfilmprogramm 2019. 


Kontaktadresse

Roter Saal

Anschrift

Schlossplatz 1
38100 Braunschweig

Kontakt

Tel.: 0531 4704861

Anfahrtsbeschreibung

Mit allen Straßenbahnen: Der Nordflügel des Schlosses liegt in unmittelbarer Nähe zu der Haltestelle „Rathaus”. Dort stehen Ihnen die Linien M 1, 2, M 3 und 4 zur Verfügung. Die Haltestelle „Schloss”, ebenfalls sehr nah, wird zudem von der Linie M 5 angefahren.

Mit vielen Buslinien: Die Bushaltestelle „Rathaus” befindet sich ebenfalls in direkter Nähe. Dort verkehren die Buslinien 411, 413, 416, 418, 420, 422, 443, 450, 452, 480, 493 und 560.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Geyrhalter Film
  • Filmverleih
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