Tag des offenen Denkmals 2025

Logo Tag des offenen Denkmals© Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Tag des offenen Denkmals 2025 - "Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte"

Der 32. bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ fand in diesem Jahr am Sonntag dem 14. September 2025 unter dem Motto: Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich? statt.

Was sind uns unsere Denkmale wert?

Wer Gedanken, Zeit und Geld in seine vier Wände investiert, mag nach vollendeter Arbeit ein Glücksgefühl spüren. Was wir diesen Menschen und ihren Denkmalen nicht ansehen: die Suche nach Experten und Handwerkern, passenden Materialien, Vorbildern, die körperliche Arbeit, die gerunzelte Stirn, das lobende Wort. Sie stehen in keiner Bilanz und in keinem Steuerbescheid. Und doch machen sie einen Bau unersetzlich, fließen in das Endergebnis ein, werden von den Eigentümern erinnert.

„Messbar“ ist der materielle Wert eines Denkmals. Er setzt sich zusammen aus schwankenden Materialkosten, zahlreichen Arbeitsstunden fachkundiger Experten oder der im Denkmal enthaltenen sog. grauen Energie, also aller Energie von Mensch und Maschine, die bereits in dessen Erbauung hineingeflossen ist. Doch selbst was monetär niedrig bemessen ist, kann zur unbezahlbaren Pracht werden, zum unverkäuflichen Allgemeingut.

ehemaliges Oberlandesgericht, Bankplatz 6© Stadt Braunschweig, Referat Stadtbild und Denkmalpflege

Ehemaliges Oberlandesgericht, Bankplatz 6

Das Gebäude Bankplatz 6 wurde als Braunschweig-Hannoversche Hypothekenbank vom Architekten Friedrich Louis Simon im Jahre 1853 errichtet. Als ein Ziegelbau der Neorenaissance ist er der Berliner Rundbogenarchitektur angelehnt, ein in dieser Form einzigartiges Gebäude in Braunschweig. Nach Aufgabe der Banknutzung im Jahr 1974 diente das Gebäude bis Ende 2022 als Verwaltungs- und Gerichtsgebäude für das Oberlandesgericht Braunschweig.

Besucher auf der Straße vor dem Gebäude Bankplatz 6© Referat Stadtbild und Denkmalpflege

Das Gebäude wurde vom Land Niedersachsen aktuell an einen privaten Investor veräußert; die beauftragten Architekten planen derzeit den denkmalgerechten Umbau des Gebäudes in einen multifunktionalen Dienstleistungs- und Wohnstandort. 

Der aktuelle Zustand des Gebäudes mit teilweiser Entfernung von Unterdecken und Verkleidungen ist für Besucher besonders interessant, weil Spuren der ursprünglichen Nutzung als Bankgebäude derzeit sichtbar sind.

Bankplatz 6, Besucher auf Treppe© Stadt Braunschweig, Referat Stadtbild und Denkmalpflege

Die stündlichen Führungen durch das Gebäude, angeboten von Julia Hidde, Architekturbüro HTP, Elmar Arnhold, Bauhistoriker und Heimatpfleger der Innenstadt, Sven Storbeck, Referat Stadtbild und Denkmalpflege und Anja Stadler, Restauratorin waren sehr gut besucht.

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Bildnachweise

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  • Stadt Braunschweig, Referat Stadtbild und Denkmalpflege
  • Referat Stadtbild und Denkmalpflege