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Schaufenster Dialoge

Die Schaufenster Dialoge sind eine Diskussionsreihe rund um Elektromobilität in der Region Braunschweig. Mit der Diskussion zum Thema "Pedelecs & Co.: Chancen und Herausforderungen für unsere Region" ist die Reihe am 23. September im Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH gestartet. Es folgten die Diskussionsabende "Elektromobilität als Antrieb für die Arbeitswelt?" in der Handwerkskammer, "Über die Kunst (e)mobil zu sein" am Institut für Transportion Design der Hochschule für Bildende Künste sowie "Elektromobilität als Baustein einer Verkehrswende" im Haus der Wissenschaften als abschließende Veranstaltung in 2014.

Video: Elektromobilität als Baustein einer Verkehrswende

Am 4. Dezember 2014 diskutierten Prof. Frank Köster vom Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Prof. Stephan Rammler vom Institut für Transportational Design der Hochschule für bildende Künste (HBK) über die Möglichkeiten, Chancen und auch Aufgaben der Elektromobilität für die zukünftige Mobilität. Beide sind sich einig, dass eine Verkehrswende zur intermodularen Mobilität unweigerlich bevor steht. Die Elektromobilität ist dabei ein wichtiger Baustein, ebenso wie die Digitalisierung.

Video: Über die Kunst (e)mobil zu sein

Das Institut für Transportation Design (ITD) der Hochschule für bildende Künste ist gleich in mehreren Projekten involviert. In einem offenen Dialog zwischen den Mitarbeitern und dem Moderator wurden die Projekte vorgestellt. Darunter das Projekt "e-autarke Zukunft", in dem das ITD das Nutzungsverhalten und die Nutzerakzeptanz in verschiedenen Szenarien analysiert, das Projekt "eBike-Pendler", das im Schaufenster Berlin-Brandenburg angesiedelt ist und die Akzeptanz von eBikes für Pendler untersucht und das Projekt mobile4e, in dem das ITD ein Fortbildungsprogramm im Bereich Dienstleistungen für Akademiker entwickelt.

Elektromobilität als Antrieb für die Arbeitswelt?

Die zweite Diskussion am 7. Oktober drehte sich um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Moderiert von der Journalistin Susanne Neuß diskutierten Thomas Müller, IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Manfred Wiemer, Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik, Leibniz Universität Hannover und Dr. Volker Schöber, Institut für Antriebssysteme und Leistungselektronik, Leibniz Universität Hannover, über die Zukunft auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt.

Die Diskussionsrunde war sich einig: Das Wissen, um Elektroautos zu bauen, ist in Deutschland durch die breit angelegte Ausbildung bereits vorhanden. Für eine Spezialisierung sind Fort- und Weiterbildungsprogramme sinnvoll, die Facharbeiter, aber auch Berufseinsteiger, auf die veränderten Produktionsverhältnissen vorbereiten. Die Qualifizierung des Personals ist auf einem guten Weg, gerade werden neue Qualifizierungsprogramme nach dem Baukastenprinzip entwickelt (mobil4e). Da Elektroautos weniger wartungsintensiv sind als Verbrennermotoren, werden Arbeitsplätze im Servicesektor auf lange Sicht wegfallen. Deshalb ist es wichtig, diese Entwicklung schon jetzt im Blick zu haben und Facharbeiter für andere Aufgaben zu qualifizieren. (Braunschweig Stadtmarketing GmbH) Thomas Müller: "Die Elektromobilität ist eine zentrale Strategie für den Umstieg in einen möglichst emissionsarmen Verkehr (wenn der Strom aus erneuerbaren Energien kommt). Unternehmen müssen rechtzeitig in Zukunftstechnologien investieren, um den Wegfall von bisherigen Arbeitsplätzen (z.B. im Motorenbereich) zu kompensieren. Dort wo neue Qualifikationen benötigt werden, müssen Staat und Unternehmen in Aus- und Weiterbildung investieren." (Braunschweig Stadtmarketing GmbH) Manfred Wiemer: "Ohne Elektromobilität kann die Energiewende kaum gelingen. Durch qualifizierte Ausbildung des Personals profitiert der Betrieb. Denn ohne qualifiziertes Personal wird es zu Problemen im Service und bei der Wartung von Fahrzeugen kommen." (Braunschweig Stadtmarketing GmbH) Dr. Volker Schöber: "Das große Ziel ist der Umstieg auf erneuerbarre Energien, weil heutige Energievorkommen irgendwann zu teuer oder schlichtweg nicht mehr da sind. Elektromobilität ist ein Punkt, um auf erneuerbare Energie umzuschwenken. Auch wenn weniger E-Fahrzeuge 2020 auf der Straße sind, als erwartet, so wird in der Herstellung doch ein Schwerpunkt auf der Elektromobilität liegen. In Deutschland ist die technische Kompetenz vorhanden, was noch fehlt ist ein Schub der Batterietechnik. Dann sehe ich Deutschland auf einem guten Weg." (Braunschweig Stadtmarketing GmbH)

(Hinweis: Durch Anklicken der Fotos erscheint der Beschreibungstext.)

Video: Pedelecs & Co.

Beim Auftakt der Veranstaltungsreihe diskutierten Expertinnen und Experten von der HBK Braunschweig, der Georg-August-Universität Göttingen, der HARZ-Agentur und der TU Braunschweig, über das Elektrorad als alternatives Fortbewegungsmittel sowie die Frage, was getan werden müsse, um diese Art der Fortbewegung voranzutreiben und stärker in zukünftige Mobilitätskonzepte einzubinden.

50 Personen, darunter Fachpublikum, Pedelec-Fahrer und interessierte Besucher, verfolgten die Veranstaltung und diskutierten mit den Referentinnen und Referenten.

Elektromobilität und CarSharing

Weit über technische Innovationen hinaus bietet Elektromobilität die Möglichkeit, über neue Mobilitätskonzepte nachzudenken. Gerade im urbanen Bereich bietet CarSharing die große Chance, Elektromobilität in unser bestehendes Verkehrssystem zu integrieren und die Möglichkeit dieses zu modifizieren. Nach einem Impulsvortrag von Prof. Dr. David Woisetschläger (TU Braunschweig), der über die Share-Economy im Allgemeinen sowie die Bereitschaft von Studierenden und Mitarbeiter Elektrofahrzeuge (hoch) und Carsharing-Angebote (etwas niedriger) zu testen berichtete, diskutierten die Experten wie sinnvoll E-Carsharing-Konzepte sind. Moderiert von dem Klimaschutzmanager der Stadt Braunschweig, Matthias Hots, entwickelte sich ein angeregter Dialog zwischen Prof. Woisetschläger, Dr. Hendrik Hallay (Volkswagen AG), Andreas Krämer (Stadtmobil Hannover) und dem Publikum.

Nachbericht zur Veranstaltung

Das Haus der Wissenschaft berichtet auf ihrer Internetseite ausführlich über die Veranstaltung vom 12. Februar 2015 zum Thema Elektromobilität und CarSharing.

Thema: Zwei Jahre "Schaufenster Elektromobilität" - wo stehen wir jetzt?

3. November 2015, 19.00 Uhr
Raum Veolia (5. OG), Haus der Wissenschaft, Pockelsstr. 11

Mit großen Ambitionen ist die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg als eines von bundesweit vier Schaufenstern Elektromobilität vor zwei Jahren an den Start gegangen. Welche Fortschritte und Erfolge es in der Region zu verzeichnen gibt, wird auch Thema beim letzten Schaufenster-Dialog im Niedersächsischen Schaufenster Elektromobilität sein. Moderator Thomas Roth, stellvertretender Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung, diskutiert mit Daniela Behrens (Staatssekretärin Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr), Carsten Müller (Mitglied des Bundestages), Dr. Kathrien Inderwisch (Wissenschaftliche Geschäftsführung Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik) und Kai Florysiak (Geschäftsführer Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg) über Ergebnisse und wie es mit dem Ausbau der Elektromobilität zukünftig weitergehen kann.