Vereinsjubiläen

100 Jahre Kleinkaliber-Schützenverein Mascherode

1926 hatten 41 Dorfbewohner den Kleinkaliber-Schützenverein gegründet. Zuerst wurde im Gasthaus Peters (heute: Bürgersaal) in einem Seitentrakt geschossen. Bald danach gruben sich die Schützen einen Schießgraben im Waldstück „Kohli“ und verlagerten ihre Vereinsaktivitäten dorthin. Doch schon ab 1933 endete der vereinsmäßige Schießbetrieb.

Erst nach Ende des 2. Weltkrieges und des daran anschließenden Verbots von Schießwettbewerben in den Jahren nach 1945 konnte ein Weiterbetrieb möglich werden. So war es dann 1954 soweit, dass eine „Wiederauflebensversammlung“ einberufen wurde. Der Vereinsname von 1926 blieb, die Schießaktivitäten wurden jedoch schwerpunktmäßig verlagert: Den Schießgraben im Wald besserte man aus und sicherte ihn seitlich. Dazu arbeiteten die Mitglieder an der Errichtung eines Vereinsheimes, südlich anschließend an die vorhandene Schießbahn.

Das Vereinsgebäude wurde dann in den Jahren stetig erweitert und verbessert. Erst musste aus Sicherheitsgründen die Kleinkaliber-Schießbahn verrohrt werden. Dann sollten sanitäre Anlagen und eine kleine Küche dazukommen. Inzwischen ist noch eine Luftgewehr- und Laserschießbahn eingerichtet. Ein Schankviereck mit zum Gespräch einladenden Barhockern trägt zum regen Austausch bei.

Das Vereinsleben vollzieht sich in der Regel im Schützenheim. Verschiedene Schießwettbewerbe, zum Jubiläum auch für Nichtmitglieder, erfreuen sich steigernder Beliebtheit. Allerdings wird das jährlich stattfindende Schützenfest mit dem Überreichen der Pokale und Urkunden jeweils in der Gaststätte „Zum Eichenwald“ gefeiert.

Neben den traditionellen Schießwettbewerben bietet der KKS speziell für Kinder und Jugendliche das Blasrohrschießen an.


150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Mascherode

Schon nach Aufforderung des Drosten von Rheths besaß Mascherode zum Brandschutz 1750 ein „Sprützenhaus“. Es dauerte aber noch bis 5. Juli 1874, als sich die Hof- und Hausbesitzer zu einer Freiwilligen Feuerwehr zusammenschlossen.

Im Sommer 2024 feierte die Freiwillige Feuerwehr somit ihren 150. Geburtstag. Beim Tag der Offenen Tür präsentierte sich die Ortsfeuerwehr an einem Samstag zusammen mit befreundeten Wehren aus den Nachbargemeinden auf dem Festplatz neben der Sporthalle. Dazu lieferte das Technische Hilfswerk (THW) den benötigten Strom mit Hilfe eines Generators.

Der Oldtimerzug der Feuerwehr Braunschweig, der örtlich vorhandene historische Handdruck-Löschwagen, Feuerlöschvorführungen sowie eine feuerwehrtechnische Modenschau wurden von den zahlreich erschienenen Besuchern begeistert aufgenommen. Außerdem betrieb man mit diversen Spielmöglichkeiten erfolgreich Werbung für den Nachwuchs. Zur Abrundung wurde auch an das leibliche Wohl gedacht. Dabei bekam die Feuerwehr vom Kleinkaliber-Schützenverein (KKS) engagierte Hilfe.

Beim Musikalischen Festfrühstück am Sonntag konnte das Kommando im Eichenwald eine Reihe von Gratulationen entgegennehmen. Es folgten Ehrungen für verdiente Mitglieder, die mit verschiedenen Präsenten und Urkunden unterlegt waren.

Mehr über Mascherodes Feuerwehr kann man in der Chronik nachlesen.


100 Jahre Turnverein Mascherode

Der Turnverein Mascherode feierte sein 100-jähriges Bestehen im Rahmen einer Sportwoche auf dem Waldsportplatz am Stadtstieg. Beim Festkommers im Vereinsheim wurden die geladenen Gäste über den Werdegang informiert.

Kurz nach Ende des 1. Weltkriege hatten junge Leute die Schrecken des Krieges zu überlagern versucht, indem sie sich sportlich und im Skatspielen betätigten. Anfang März 1919 gründeten 17 Männer in der damaligen Gaststätte Peters (heute Bürgersaal) den Turnverein Mascherode. Geübt wurde meist im Saal des Gasthauses und im Sommer auf dem Cordes‘schen Hof (heute Im Dorfe 10). Erst  1924 begannen sie auf einer Waldlichtung am Stadtstieg mit der Einrichtung eines kleinen Turnplatzes. Erst nach dem 2. Weltkrieg entstand parallel zum Waldweg der derzeitige Platz mit Rundbahn. Anfang der 1970er-Jahre kam noch der zweite Platz hinter dem Vereinsheim dazu.

In der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen, die Henning Habekost im Auftrag des Vorstandes zusammengestellt hat, kann man die Entwicklung des Sportvereins nachlesen. – Im Fundus der Alten Dorfschule befinden sich noch überzählige Exemplare, die beim Heimatpfleger abgerufen werden können.


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