Vorschau
Tomahawk und Trommel – Indigene Andenken aus der Zeit der Amerikanischen Revolution in Deutschland
10. November 2026 bis 11. April 2027
Städtisches Museum Braunschweig, Haus am Löwenwall
2026: Zum 250. Mal jährt sich die Erklärung der amerikanischen Unabhängigkeit. Dieses Ereignis erfuhr und erfährt sehr unterschiedliche Bewertungen. In westlichen Gesellschaften gilt die Unabhängigkeitserklärung als Geburtsstunde der amerikanischen Demokratie. Für viele indigene Gemeinschaften hingegen war sie als Teil des größeren Kontexts der Amerikanischen Revolution, die auch als Unabhängigkeitskrieg bekannt wurde, eine historische Zäsur mit Auswirkungen bis in die Gegenwart.
Ein Aspekt dieser militärischen Auseinandersetzung, die von 1775 bis 1783 währte, war der Einsatz Braunschweiger und anderer deutscher Hilfstruppen und indigener Krieger, die zeitweise als Alliierte von Kanada aus als Verbündete der Briten kämpften. Hiervon zeugen heute noch rund 80 indigene Objekte, die in deutschen Museen überdauert haben.
Die Ausstellung „Tomahawk und Trommel – Indigene Andenken aus der Zeit der Amerikanischen Revolution in Deutschland“, die dank der großzügigen Förderung durch die Terra Foundation for American Art realisiert werden kann, entsteht im Dialog mit Nachfahren einiger der einst beteiligten indigenen Gruppen. Das drückt sich auch in einem neuen Blick auf die teilweise einzigartigen Objekte aus.
Hierauf nimmt auch der Haupttitel der Ausstellung Bezug. Während dieser als solcher den Eintrag der ersten Sammlung ihrer Art im Eingangsbuch des Städtischen Museum spiegelt und „Tomahawk“ auf den genannten militärischen Einsatz Braunschweiger Soldaten an der Seite indigener Krieger anspielt, ist die „Trommel“ der Ausgangspunkt der Ausstellung. Es war die Beschäftigung mit eben dieser Trommel, die letztlich zum Entstehen der Ausstellung mit ihrem Kernanliegen geführt hat, indigenen Perspektiven einen zentraleren Platz einzuräumen.