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8. März-Bündnis

Das Braunschweiger Frauenbündnis besteht seit 1988.
1989 wurde die erste gemeinsame Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am 8. März durchgeführt.

Zu unserer Aufgabe gehören die Vorbereitung und Durchführung von Aktivitäten zum Internationalen Frauentag.
Unsere Stärke ist unsere Vielfalt. So konnte auch in diesem Jahr ein buntes und vielseitiges Programm unter dem gemeinsamen Motto "Die Würde der Frau ist unantastbar" gestaltet werden. Erstmals findet auch eine Kooperation mit den Studierenden der Stadt Braunschweig statt, die im Vorfeld zum Internationalen Frauentag ein eigenes spannendes Programm unter dem Titel "Why is it still a Thing?" anbieten. So wird es in diesem Jahr eine große gemeinsame Demonstration geben, zu der wir alle Interessierten herzlich einladen.

Bündnispartnerinnen 2019:
Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen ASF, Amnesty International, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE, DGB-Frauen, Frauenberatungsstelle e.V., Frauen- und Mädchenberatung bei sexueller Gewalt e.V., frauenBUNT e.V., Frauenbibliothek der TU Braunschweig, Frauen Union Kreisverband CDU Braunschweig, Frauenverband Courage, Gleichstellungsreferat der Stadt Braunschweig, KirchenFrauenKonvent der Ev.- luth. Landeskirche Braunschweig, Wirtschaftsfrauen der Region Braunschweig sowie engagierte Frauen ohne Gruppenzugehörigkeit.
Alle, die mitarbeiten wollen, sind herzlich willkommen.

Vorträge durch Mitglieder des 8.März-Bündnisses

© Foto: Franziska Rutz

2015: In ihrem Vortrag zum Internationalen Frauentag gelang Inge Lübbers als langjährige Mitarbeiterin der Frauenberatungsstelle, als Mitglied des 8.Märzbündisses und zentrale Figur der Braunschweiger Frauenbewegung ein Brückenschlag zwischen den verschiedenen Positionen der Frauenbewegung.

2017: Zur Ausstellungseröffnung "1000 Gesichter des Friedens" am 8. März analysierte Gudula Wegmann als langjährige Aktivistin im Kreisfrauenausschuss des Deutschen Gewerkschaftsbundes, als Mitstreiterin im 8.März-Bündnis Braunschweig und als aktives Mitglied im Friedenszentrum Braunschweig die Rolle von Frauen bei kriegerischen Auseinandersetzung und die Notwendigkeit ihrer Beteiligung an Friedensprozessen.

Entstehung, Hintergründe zum Internationalen Frauentag

Der „Internationale Frauentag" entspringt einer gewerkschaftlichen und sozialistischen Tradition und hat mehrere Wurzeln. Als eine gilt der Protest der New Yorker Arbeiterinnen gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen und für gleichen Lohn.

Über 50 Jahre später, am 8. März 1908, demonstrieren in der gleichen Stadt Textilarbeiterinnen für Frauenwahlrecht, kürzere Arbeitszeiten, höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Daran anknüpfend bestimmen US-amerikanische Sozialistinnen den letzten Februarsonntag des Jahres als Propagandatag für Frauenwahlrecht und Sozialismus.

Am 20. Februar 1909 findet  der erste nationale Frauentag statt.

Ein achtwöchiger Streik von 20 000 Hemdennäherinnen sorgt im gleichen Jahr für internationales Aufsehen - dies geschieht wiederum in Manhattan.

Sozialistinnen aus den USA sollen Clara Zetkin, die damals das Internationale Frauensekretariat leitete, den Vorschlag unterbreitet haben, den Frauentag weltweit einzuführen.

Ein entsprechender Antrag wird auf der II. Internationalen Frauenkonferenz 1910 in Kopenhagen eingebracht und einstimmig angenommen…

Das Datum variierte bis am 8. März 1917 in Petrograd die Textilarbeiterinnen streiken, was als Anfang der Februarrevolution gilt. In Erinnerung daran setzt die II. Internationale Konferenz der Kommunistinnen den 8. März als einheitliches Datum für den Internationalen Frauentag fest.

Auch heute wird dieser Tag weltweit gewürdigt: Am 8. März wird Bilanz gezogen von allen Frauen der Welt.