Förderung des Eremiten im FFH-Gebiet "Riddagshäuser Teiche" und Umfeld

Naturschutzprojekt zur Erfassung und Förderung des Eremiten in Riddagshausen und der Buchhorst

Der Eremit ist eine Kennart alter, naturnaher Wälder.© Stadt Braunschweig

Ziel des Projektes ist es, den Kenntnisstand über das Vorkommen des Eremiten im FFH-Gebiet 366 „Riddagshäuser Teiche“ sowie im südlich angrenzenden Teil der „Buchhorst“ durch eine gezielte Erfassung der Käferbestände und der (potenziellen) Brutbäume zu verbessern.

Aufbauend auf den Ergebnissen der Erfassung werden gezielt Pflegemaßnahmen im Gebiet ergriffen, um die Lebensbedingungen für den Eremiten – und damit auch für zahlreiche andere holzbewohnende Käferarten – zu optimieren.

Alte Bäume mit Baumhöhlen sind ein typisches Habitat für den Eremiten.© Stadt Braunschweig

Lebensraum des Eremits

Der Eremit (Osmoderma eremita), auch Juchtenkäfer genannt, ist eine totholzbewohnende Käferart aus der Unterfamilie der Rosenkäfer.

Besonders wichtig für das Vorkommen des Eremiten ist das Vorhandensein von alten Höhlenbäumen an wärmebegünstigten Standorten, da sich die Larven des Käfers in mit Mulm gefüllten Baumhöhlen entwickeln. Dabei ernähren sich die Käferlarven von dem mit Pilzen durchsetzten Holz. Die adulten Käfer gelten als flugträge und damit ausbreitungsschwach. Aus diesem Grund reagiert die Art sensibel auf den Verlust alter Laubbäume, insbesondere wenn keine alternativen Höhlenbäume im Aktionsradius des Käfers vorhanden sind. 

Larven des Eremiten. Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert ca. 2 bis 4 Jahre.© Stadt Braunschweig

Förderung

Das Projekt wird über Zuwendungen des Landes Niedersachsen unter finanzieller Beteiligung der Europäischen Union im Rahmen der Förderrichtlinie „Erhalt und Entwicklung der Biologischen Vielfalt – BiolV“ mit einer Zuwendung in Höhe von rund 70.000 € finanziert.

Mit diesem Vorhaben werden Investitionen zur Bewahrung natürlicher Ressourcen unterstützt. Ziel ist die Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensräumen und Arten der ländlichen Landschaften sowie die Eindämmung und Umkehrung des Verlustes an biologischer Vielfalt und die Verbesserung von Ökosystemleistungen.

KLARA Förderung

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