25.07.2017 - Nachbarschaftshilfe der Feuerwehr Braunschweig in Hildesheim

10.000 Sandsäcke werden gefüllt und nach Hildesheim transportiert

Heftige und ergiebige Regenschauer gingen heute in ganz Norddeutschland nieder. Die Stadt Braunschweig hat sich auf mögliche größere Überflutungen dadurch eingestellt, dass in einer Fahrzeughalle des Rieselgutes Steinhof im Laufe des Nachmittags 1.800 Sandsäcke gefüllt worden sind; das mit technischer Unterstützung der Stadtreinigung Braunschweig SE|BS. Dort wurde die Sandsackfüllmaschine aufgestellt und es wurden mehrere Tonnen Sand abgefüllt.

Als die in Steinhof eingesetzten Ausbildungsbeamte der Berufsfeuerwehr bereits auf dem Rückmarsch in den Standort waren, lief kurz vor 16:00 Uhr ein Hilfeersuchen der Stadt Hildesheim in der Integrierten Regionalleitstelle Braunschweig/Peine/Wolfenbüttel (IRLS) ein. 10.000 Sandsäcke wurden angefordert. In der Stadt Hildesheim besteht aktuell die Gefahr, dass die Innerste das Stadtgebiet teilweise überflutet.

Daraufhin wurde von einem „Kleinen Einsatzstab“ der Feuerwehr Braunschweig die Einsatz- bzw. Transportplanung aufgenommen. Von den Ortsfeuerwehren Innenstadt, Rühme und dem ABC-Zug wurden Wechselladerfahrzeuge, Gerätewagen Logistik und LKW besetzt und in Steinhof wurden die dort „frisch aufgefüllten“ Sandsäcke verladen. Die Ausbildungsbeamten wurden zurück zum Sandsackfüllplatz geschickt um weitere 8.000 Sandsäcke zu füllen. Abgelöst wurden diese Einsatzkräfte von den Fachzügen 80, 88 und 89 (Personalreserve und Versorgung) und dem ABC-Zug.

Derzeit sind noch 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Braunschweig im Rieselgut Steinhof damit beschäftigt Sandsäcke zu füllen und 7 LKW sind aktuell in Hildesheim um dort die erste Welle mit 1.800 Sandsäcken abzuliefern. Der LKW-Konvoi wird in der Nacht wohl noch 5 Mal nach Hildesheim fahren müssen um die zugesagte Sandsackmenge zu liefern und die Einsatzkräfte werden wohl die Nacht zum Tag machen müssen.

Während aktuell in der Stadt Braunschweig noch keine Hochwassereinsätze angefallen sind, hat die IRLS aufgrund der Zuständigkeit auch für die Landkreise Peine und Wolfenbüttel jedoch viel zu tun. Mehrere Einsätze sind in der Samtgemeinde Baddeckenstedt angefallen, auch die Gemeinde Schladen ist betroffen. Aus Peine wird wahrscheinlich noch in dieser Nacht eine Feuerwehrbereitschaft nach Hildesheim abrücken; das ist mit einem hohen Alarmierungsbedarf verbunden. Die IRLS ist gut vorbereitet: Sobald die Einsatzfrequenz steigt, werden bedarfsorientiert von den Freiwilligen Feuerwehren in den 7 Gemeinden des Landkreises Peine und in den 7 Gemeinden des Landkreises Wolfenbüttel – bei Bedarf natürlich auch in der Stadt Braunschweig - Örtliche-/Technische Einsatzleitungen eingerichtet. Diesen werden dann von der IRLS die Einsätze in ihren Gebieten zur eigenverantwortlichen Disposition zugewiesen. So soll sichergestellt werden, dass bei einem Massenanfall von Einzelereignissen alle Einsatzstellen „bedient“ werden können.

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