01.01.2014 - Unruhiger Jahreswechsel für die Feuerwehr und den Rettungsdienst in Braunschweig
Brand greift von Dachterrasse auf Wohnung über
Trockene Witterung sorgt für zahlreiche Heckenbrände
Berufsfeuerwehr und zahlreiche Ostfeuerwehren im Einsatz
Hohes Einsatzaufkommen im Rettungsdienst
Nachdem der Tag und die frühen Abendstunden für die Feuerwehr und den Rettungsdienst Braunschweig ruhig verliefen, stieg das Einsatzaufkommen ab dem Jahreswechsel rasant an.
Wohnungsbrand Damm
Als das neue Jahr gerade sieben Minuten alt war, wurde die Feuerwehr Braunschweig zu einem Feuer auf einer Dachterrasse im 5. Obergeschoss eines Gebäudes in die Straße Damm gerufen. Zahlreiche Notrufe gingen zu diesem Feuer in der Rettungsleitstelle ein, da der Feuerschein weit zu sehen war. Beim Eintreffen des Löschzuges der Hauptfeuerwache brannte die Dachterrasse im Vollbrand. Sofort wurde der Löschangriff über den Treppenraum und die Wohnung sowie über die Drehleiter vorgenommen. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits über ein gekipptes Fenster auf die Küche der Wohnung übergegriffen. Unter Atemschutz konnte das Feuer schnell gelöscht werden und eine weitere Ausbreitung innerhalb der Wohnung verhindert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, vermutlich wurde das Feuer durch eine Silvesterrakete ausgelöst.
Zahlreiche Brände durch trockene Witterung
In dem Zeitraum zwischen Mitternacht und 04.00 Uhr morgens musste die Feuerwehr Braunschweig zu über 20 Bränden im Stadtgebiet ausrücken. Zum Vergleich: An „normalen“ Tagen hat die Feuerwehr Braunschweig 5 bis 10 Brandeinsätze innerhalb von 24 Stunden. Durch die trockene Witterung am Silvestertag hatten sich durch Feuerwerkskörper zahlreich Hecken und Laubansammlungen entzündet. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte in den meisten Fällen größerer Schaden verhindert werden.
Um 00:26 Uhr wurde ein Pkw in der Pregelstraße in der Weststadt Opfer der Flammen. Hier konnte der Totalschaden durch die Feuerwehr nicht verhindert werden.
Kurz vor 01:00 Uhr wurde die Feuerwehr Braunschweig zu einem Feuer in die Scharrnstraße gerufen. Eine verirrte Silvesterrakete hatte sich unter einem Vordach verfangen und dieses in Brand gesetzt. Parallel zu der Alarmierung der Feuerwehr hat der Eigentümer erste Löschversuche mit dem Gartenschlauch unternommen und so ein Ausbreiten des Feuers verhindert. Nach Eintreffen der Einsatzkräfte haben diese das Dach mit Wärmebildkamera untersucht und die restlichen Glutnester abgelöscht.
Im gesamten Stadtgebiet brannten auch zahlreiche Wertstoff- und Müllcontainer.
Neben der Berufsfeuerwehr waren zahlreiche Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Braunschweig in den Stunden nach dem Jahreswechsel im Dauereinsatz.
Torge Malchau, stv. Leiter der Feuerwehr Braunschweig: „Ein großes Dankeschön geht an die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die sich auch in der Silvesternacht ehrenamtlich für die Sicherheit der Braunschweiger Bürger in Bereitschaft gehalten haben. Eine so große Anzahl von Bränden in so kurzer Zeit lässt sich nur gemeinsam durch Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr löschen.“
In vielen Ortsfeuerwehren feierten die Kameradinnen und Kameraden – natürlich alkoholfrei - teilweise mit ihren Familien in den Feuerwehrhäusern, um so im Einsatzfall schnell ausrücken und helfen zu können.
Rettungsdienst im Großeinsatz:
Auch für den Rettungsdienst lief es zunächst ruhig bis zum Jahreswechsel. Ab ca. 23:30 Uhr war jedoch auch hier ein sehr hohes Einsatzaufkommen zu bewältigen. Wie auch schon in den letzten Jahren wurden für die Silvesternacht zusätzliche Rettungswagen in Dienst genommen, um dem Einsatzaufkommen gerecht zu werden.
Zwischen Mitternacht und 04:00 Uhr wurden über 40 Notfalleinsätze durch den Rettungsdienst Braunschweig durchgeführt. Die meisten Einsätze wurden durch übermäßigen Alkoholkonsum, Schlägereien und Verletzungen durch Feuerwerkskörper verursacht.
Auch die Integrierte Regionalleitstelle BS-PE-WF der Berufsfeuerwehr hatte sich auf den Einsatzansturm nach dem Jahreswechsel eingerichtet und die Personalvorhaltung erhöht. In den ersten Stunden des neuen Jahres waren alle verfügbaren Einsatzplätze besetzt, um alle Notrufe schnell entgegennehmen zu können.
Torge Malchau zieht folgendes Fazit des Jahreswechsels: „ Ein unruhiger aber für Silvesterverhältnisse normaler Jahreswechsel. Das Einsatzaufkommen im Bereich Feuerwehr und Rettungsdienst entsprach unseren Erwartungen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten alle Brände gelöscht werden, so dass es zu keinem Großbrand kam.“