Am frühen Freitagmorgen wurde die Feuerwehr Braunschweig um 06:35 Uhr über den Notruf 112 zu einer Verrauchung im Gebäude der Volkshochschule nach Volkmarode informiert. Die Leitstelle alarmierte daraufhin einen Löschzug der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr Volkmarode und die Löschverbundspartnerwehr Schapen.
Die Einsatzkräfte der Ortswehren trafen kurz nach dem Löschzug der Berufsfeuerwehr am Einsatzort ein. Die Schadenslage vor Ort stellte sich für die Einsatzkräfte allerdings unproblematisch dar: Vorgefunden wurde ein bereits gelöschtes Feuer auf einem Nachbargrundstück; der Rauch war in das betroffenen Gebäude gezogen. Eingesetzt wurden insgesamt drei Trupps unter Atemschutz, um die verrauchten Bereiche zu kontrollieren. Personen kamen nicht zu Schaden.
Nach der Einführung wurden bei diesem Einsatz erstmalig auf einen im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr gebildeten „Löschverbund“ zurückgegriffen. Im Falle eines größeren Brandereignisses hätte die zusätzlich alarmierte Ortsfeuerwehr Schapen eine Effizienzsteigerung bewirkt: Die Schapener rückten mit einem voll besetzten Tragkraftspritzenfahrzeug an und hätten 2 Atemschutztrupps einsetzen können.
Seit dem 1. Dezember wird in Stadtteilen, zu denen die Berufsfeuerwehr eine lange Anfahrzeit hat, nicht nur die zuständige Ortsfeuerwehr alarmiert, sondern im Rahmen des „Löschverbundes“ auch eine benachbarte Ortsfeuerwehr. Ziel dieser Verbünde ist, eine Effizienzsteigerung in der Form zu bewirken, dass mehr Einsatzkräfte am Schadensort zur Verfügung stehen. Diese Maßnahme ist der demografischen Entwicklung geschuldet. Eine Auswertung der Einsätze hat gezeigt, dass eine Ortsfeuerwehr allein, zumindest tagsüber, die erforderliche Personalstärke nicht erreicht. Insgesamt wurden in Braunschweig acht Löschverbünde zwischen Ortsfeuerwehren eingerichtet.