Der Starkregen am Vormittag des 30.05. hat viele Keller überflutet
Auch in die Hauptfeuerwache ist Regenwasser eingdrungen
Steigende Pegel in Braunschweig erwartet
Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen an der Fernwärmebrücke über die Oker
Feuerwehr warnt Bevölkerung
Einsatzkräfte bereiten sich auf zahlreiche Einsätze am Samstag vor
Der Starkregen bescherte der Feuerwehr Braunschweig innerhalb weniger Minuten über 70 Einsatzstellen im Stadtgebiet. Die Abarbeitung dauerte mehrere Stunden, an einigen Einsatzstellen wird noch immer gepumpt.
Durch die hohen Niederschläge der vergangenen Tage konnte das Regenwasser nicht versickern, auch die Vorfluter und Flüsse konnten das Wasser nicht aufnehmen. 19 der 30 Ortsfeuerwehren sowie die Berufsfeuerwehr waren im Einsatz.
Auch der Keller der Hauptfeuerwache stand unter Wasser. Mit Pumpen und Wassersaugern konnten aber Schäden an dem im Keller gelagerten Material verhindert werden.
In den nächsten Stunden werden an allen Flüssen steigende Pegel im Stadtgebiet erwartet. (siehe separate PM)
Sorgen macht der Feuerwehr im Moment die Fernwärmebrück am Heizkraftwerk Mitte. Diese ist aufgrund von Wartungsarbeiten eingerüstet, das Gerüst befindet sich schon im Wasser. Treibgut verfängt sich am Gerüst und sorgt in Verbindung mit der Strömung für große Seitenkräfte. Mit BS Energy, einem Statiker und dem Gerüstbauer wird derzeit mit Kräften der Hauptfeuerwache und dem Fachzug 82 der Freiwilligen Feuerwehr das Gerüst zurückgebaut, um Schäden von der Brücke abzuwenden. Über diese Brücke sind große Gebiete der Stadt (u.a. die Weststadt) mit Fernwärme versorgt. Die Arbeiten werden noch mehrere Stunden dauern.
Mit Lautsprecherfahrzeugen und Hinweisen im Internet warnt die Feuerwehr die betroffenen Bürger vor den ansteigenden Pegeln. Betroffen vor allem die Bereiche, die auch Anfang der Woche schon betroffen waren. Weitere Infos direkt unter www.braunschweig.de
Gegen 19:00 Uhr konnten vorerst die meisten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus den Einsätzen entlassen werden. Sie ruhen sich derzeit aus, um bei Bedarf dann ab den frühen Morgenstunden wieder den Braunschweigern helfen zu können.