29.05.2013 - Aktuelles zum Hochwasser in Braunschweig!

Pegelstände der Schunter, Wabe und Mittelriede gehen derzeit zurück – Oker bringt mit Hochwasserwelle zahlreiches Treibgut, das Brücken gefährdet – Weiterhin zahlreiche Einsätze für Feuerwehr – Überfluteter Schützenplatz wird mit Spezialpumpen abgesaugt – Dank an Unterstützung durch die Mitbürger

Auch am vierten Tag des Hochwassers haben die Einsatzkräfte noch viel zu tun. Auch wenn es jetzt aktuell nicht mehr darum geht die Wohngebiete vor drohenden Überflutungen zu schützen und den Betroffenen beim Maßnahmen zum Schutz ihres Eigentums zu helfen, sind die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr Braunschweig noch häufig im Einsatz.

Um das bald geplante Schützenfest sicherzustellen trat der Schützenverein mit der Bitte an die Feuerwehr heran den Festplatz vom Wasser zu befreien. Hierzu wurden 3 Hochleistungspumpen eingesetzt, die die Fläche für das am Freitag beginnende Fest nicht ins Wasser fallen zu lassen.

Um eine drohende Gefahr einer Staubildung der Oker im Bereich des Bürgerparks zu beseitigen, musste die Berufsfeuerwehr am Vormittag einen ca. 15 m langen Baum mit Kran und Seilwinde aus der Oker entfernen. Hierzu musste der Baum zunächst von einem Boot aus angeschlagen werden und dann ca. 50m gegen die Strömung auf ein Ufer gezogen werden. Da die Oker derzeit reichlich Treibgut mitführt hätte sich hier ein Stau bilden könne, der die Brücke zum Einsturz gebracht hätte und eine Flutwelle verursacht hätte.

In einigen Bereichen steht das Wasser im Keller von Häusern. Abhängig davon, ob das Wasser durch Türen oder Fenster in die Häuser gelaufen ist oder durch hochstehendes Grundwasser von unten durch die Bodenplatte eingedrungen ist, werden Mitbürger beim Abpumpen unterstützt oder auf ein Absinken des Grundwasserspiegels verwiesen.

An der Marienberger Straße musste im Bereich eines Reiterhofes ein Kanalschacht mit dem Feuerwehrkran angehoben werden, um den Ablauf einer großen Wasserfläche zu ermöglichen.

Auch wenn die Anzahl neuer Meldungen erheblich abgenommen hat und die Oker mit ihrer Hochwasserwelle in den Wohngebieten Braunschweigs kaum eine Bedrohung darstellt, werden die Sandsackwälle und Schutzmaßnahmen zunächst nicht zurückgenommen, um ggfs. für ein erneutes Anschwellen der Pegelstände durch angekündigte Regenfälle gerüstet zu sein. 

Zahlreiche positive Erfahrungen konnten Einsatzkräfte der Feuerwehr Braunschweig während der Hochwassereinsätze machen.  Die breite Mehrheit der betroffenen Mitbürger unterstützt die Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr durch vielfach vorgenommene Eigenhilfe oder durch spontane Versorgung der Einsatzkräfte mit warmen Getränken.

Im schwer betroffenen Bereich Karl Hinze Weg organsierten sich die Mitbürger sogar selbst einen Radlader, mit dem sie um bis zu einem Meter tiefen Wasserstrom Sandsackbarrieren aus selbst hergestellten Sandsäcken aufbauten. Diese Selbsthilfe ist ein sehr wichtiger Bestandteil im Kampf gegen die Hochwasserfolgen, ohne die vieles nicht möglich ist.

 

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