Gegen 11:48 Uhr wurde der Leitstelle Braunschweig ein Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen und vermutlich mehreren eingeklemmten Personen auf der BAB 2 im Bereich der Anschlussstelle Watenbüttel gemeldet. Daraufhin wurde der Rüstzug, mehrere Rettungswagen sowie der Rettungshubschrauber Christoph 30 aus Wolfenbüttel zur Einsatzstelle alarmiert.
Nachdem sich die anrückende Kräfte mühsam den Weg durch den sich bereits kilometerlang gebildeten Stau gekämpft hatten, bot sich vor Ort folgendes Bild.
Ein mit Pkw beladender Autotransporter stand im Bereich des Standstreifens. Die Frontpartie war komplett zerstört, der Fahrer im Fahrerhaus eingeklemmt und die einzelnen Pkw auf der Ladenfläche waren teilweise aus ihrer Verankerung gerissen und stark in Mitleidenschaft gezogen worden.
Davor stand ein weiterer Lkw mit einem Sattelauflieger, dessen Heck vollständig eingedrückt war. Sein Fahrer stand am Fahrbahnrand.
In einem Abstand von mehreren Metern zu diesem zweiten Lkw befand sich ein Pkw, dessen Heckpartie ebenfalls vollständig zerstört war. Die Frontpartie dieses Fahrzeuges war unter den Sattelauflieger eines weiteren Lkw geraten und dort eingeklemmt.
Die Fahrerin des Pkw saß im Bereich des Standstreifens und wurde bereits durch Ersthelfer betreut.
Die betroffene Fahrerin wurde durch den Notarzt des Rettungshubschraubers sowie die Besatzung des ersteintreffenden Rettungswagens betreut und für den Transport in das nächstgelegene Krankenhaus vorbereitet.
Parallel erfolgten die Befreiungsmaßnahmen des eingeklemmten Fahrers des Autotransporters. Zunächst wurde ein über der Fahrerkabine stehender Pkw gegen mögliches Verrutschen gesichert. Zudem wurde die über das Fahrerhaus hinausragende Ladefläche ebenfalls mit Metallstützen unterfangen. Danach wurde, unter Zuhilfenahme von hydraulischen Rettungsgeräten (Spreizer und Zylindern), die von einer mobilen Arbeitsbühne aus eingesetzt wurden, die eingedrückte Kabine derart auseinander gespreizt, dass eine ausreichende Öffnung zur Befreiung des Fahrers geschaffen werden konnte. Nach knapp zwanzig Minuten war der Fahrer aus seiner misslichen Lage befreit und konnten den Kräften des Rettungsdienstes übergeben werden.
Während dieser Maßnahme erfolgte die weitere Erkundung der Einsatzstelle, insbesondere des Pkw. Es stellte sich heraus, dass im Fußraum zwei Katzen eingeklemmt waren, die es ebenfalls zu befreien galt. Hierzu wurde der Tierschutz Braunschweig alarmiert. Nach dessen Eintreffen erfolgte die behutsame Befreiung der beiden stark benommenen Katzen.