23.12.2013 - Weihnachtsgrillen löst Feuerwehrweinsatz aus

Nachbarn sehen Flammen am Fenster eines Mehrfamilienhauses

Braunschweig. Die Feuerwehr wurde in den Abendstunden in den Bebelhof gerufen. Nachbarn sahen Flammen am Fenster des gegenüberliegenden Hauses im zweiten Obergeschoss.

Die Leitstelle alarmierte einen Löschzug und weitere Sondereinheiten, die sich aus beiden Feuerwachen zusammensetzten.

Bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehrfahrzeuge konnte Entwarnung gegeben werden. Vor einem geöffneten Fenster im zweiten Obergeschoss grillten die Wohnungsbesitzer. Dabei war der Grill auf einem Holzbrett von außen in luftiger Höhe am Haus montiert.

Die Nachbarn hatten dabei vorbildlich gehandelt und die Feuerwehr gerufen. Sie konnten in der Dunkelheit nur die Flammen des Grills erkennen. Ebenso war den Bewohnern des Quartiers noch der Großbrand im Oktober dieses Jahres vor Augen.

Neben der Gefahr durch den Funkenflug bereitete der Feuerwehr ebenfalls das Kohlenstoffmonoxid (CO) Sorgen. Dieses giftige und geruchlose Gas entsteht mitunter bei unvollständigen Verbrennungsprozessen. Bei ungünstigem Wind hätten dabei die Abgase in die Wohnung eindringen können.

Zum Glück war die Wohnung gut belüftet. Die eingeleiteten Messungen der Feuerwehr ergaben keine erhöhten CO-Werte.

Die Feuerwehr empfahl den Wohnungsinhabern die Feuerstelle in einer sichereren und ebenerdigen Umgebung weiter zu nutzen. Bedingt durch die kalte Jahreszeit wurde jedoch der eigenen Küche der Vorzug gegeben. Abschließend wurde durch die Feuerwehr die glühende Holzkohle nach „Pfadfinderart“ sicher vergraben und somit ungefährlich gemacht.

Die Feuerwehr warnt ausdrücklich vor dem Betrieb eines Kohlegrills in einer Wohnung. Das gefährliche Gas Kohlenstoffmonoxid führt regelmäßig in geschlossenen Räumen zum Tod.

Grill wird aus Gebäude getragen© Feuerwehr Braunschweig

Bildnachweise

  • Feuerwehr Braunschweig

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