03.02.2013 - Feuer in Hochhaus – 22 Personen über Drehleitern gerettet

Gegen 07:20 Uhr am Sonntagmorgen meldeten mehrere Anrufer eines achtstöckigen Wohnhauses in der Braunschweiger Weststadt über Notruf bei der Feuerwehr eine Rauchentwicklung im Treppenraum.

Mehrere Anwohner könnten das Gebäude nicht verlassen, eine Person sei bereits im verrauchten Treppenraum zusammengebrochen. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst mit annähernd 110 Einsatzkräften und 30 Fahrzeugen. Insgesamt wurden 44 Personen aus dem Gebäude gerettet, davon genau die Hälfte über eine Drehleiter. Zwei Bewohner und ein Polizist mussten zur ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus. Alle anderen konnten nach einer Beurteilung durch den Rettungsdienst aus der Obhut der Feuerwehr wieder entlassen werden.

Die Anrufer wurden aufgefordert, nicht den Treppenraum zu betreten und sich stattdessen an den Fenstern und auf den Balkonen bemerkbar zu machen. Aufgrund der Vielzahl der Anrufer und des besonderen Risikos eines Hochhauses wurden weitere Einsatzkräfte frühzeitig nachalarmiert. So konnten bereits 12 Minuten nach dem ersten Anruf zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr vor Ort die Menschenrettung und Brandbekämpfung aufnehmen. 

Die hohe Anzahl der Betroffenen führte zu einem sog. ManV-Alarm (Massenanfall von Verletzten und Erkrankten). In diesem Zusammenhang wurden nicht nur Einsatzkräfte des Braunschweiger Rettungsdienstes, sondern auch Rettungsdiensteinheiten aus Salzgitter, Wolfenbüttel und Peine hinzugezogen. 

Zur Sicherstellung des weiteren Brandschutzes wurden die zwischenzeitlich "verwaisten" Wachen der Berufsfeuerwehr wurden durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. 

In dem achtstöckigen Gebäude sind insgesamt 47 Personen gemeldet. Um diese vor Ort zu betreuen, wurde ein Linienbus der Braunschweiger Verkehrs AG angefordert, der schnell eine wärmende Unterkunft bot. Hier konnte ein Großteil der Bewohner durch Notfallseelsorger der Feuerwehr und Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes betreut werden. Aufgrund des Stromausfalls, der vor Ort nicht unmittelbar zu beheben war, waren die Wohnungen vorerst nicht mehr bewohnbar.

Gegenwärtig wird versucht, für die Betroffenen – soweit erforderlich – eine geeignete Unterkunft zu finden. 

Rettung über Drehleiter (Foto: A. Herrmann)© © 2013 ¥aovo audio video, Foto: Axel Herrmann
Starke Verrauchung des Treppenraumes (Foto: A. Herrmann)© © 2013 ¥aovo audio video, Foto: Axel Herrmann
Teile des Brandgeschädigten Treppenraumes (Foto: A.Herrmann)© © 2013 ¥aovo audio video, Foto: Axel Herrmann

Bildnachweise

  • © 2013 ¥aovo audio video, Foto: Axel Herrmann

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