28.09.2012 - Nibelungenschule nach Pfeffersprayattacke geräumt – 48 leichtverletzte Kinder
Rettungsdienst-Großaufgebot versorgte und transportierte die betroffenen Kinder in Kinderkliniken
Offenbar hatten Schüler um kurz vor 12:00 Uhr im Treppenhaus der Schule Pfefferspray versprüht. Zahlreiche Kinder, die kurze Zeit danach durch den betroffenen Bereich gingen, wurden unvorbereitet von den Auswirkungen des Reizstoffes getroffen. Die sofort von Schüler informierte Schulleitung wandte sich sofort über Notruf hilfesuchend an die Feuerwehr und berichtete von sechs Kindern mit erheblichen Reizungen und 11 leichtverletzten Kindern. Parallel wurde die Schule geräumt und eine Lüftung eingeleitet. Die Integrierte Regionalleitstelle alarmierte mit dem Stichwort „ManV7“ (Massen-anfall von bis zu 7 verletzten Personen) Feuerwehreinsatzkräfte, fünf Rettungswagen und ein Notarzt-Einsatzfahrzeug.
Am Einsatzort stellt sich schnell heraus, dass offenbar weit mehr Schülerinnen und Schüler als zunächst angenommen betroffen waren (Hustenreiz), so dass vom Einsatzleiter weitere Fahrzeuge nachgefor-dert wurden. Die betroffenen Kinder wurden zunächst in zwei Klassenräume betreut und behandelt. Auch der Leitende Notarzt und weitere Führungskräfte wurden nachalarmiert. Mehrere Kinderkliniken in der Umgebung wurden von der Leitstelle über eine größere Anzahl verletzter bzw. betroffener Kin-der informiert. Insgesamt wurden mit acht Rettungswagen und sieben Mannschaftstransportfahrzeu-gen 48 Kinder in Krankenhäuser transportiert. 30 Kinder wurden in Braunschweig und 18 in Wolfsburg versorgt.
Glücklicherweise kam es bei keinem der betroffen Kinder zu wirklich ernsthaften Verletzungen – es handelte sich um Reizungen der Atemwege und Schleimhäute, so dass nach gegenwärtigem Stand kein Kind in stationärer Behandlung bleiben muss. Erheblicher Aufwand bedeutet es derzeit die Eltern und Angehörigen der Betroffenen über den Verbleib ihrer Kinder zu informieren und beispielsweise aus Wolfsburg den Rücktransport der dort eingelieferten Kinder zu organisieren.
Der Leiter der Feuerwehr Ltd. Branddirektor Michael Hanne stellte nach dem Einsatz fest, dass der ak-tuell überarbeitete Einsatzplan für einen Massenanfall verletzter Personen damit seine erste Bewäh-rungsprobe bestanden hat – die Stadt Braunschweig ist auf derartige Ereignisse gut vorbereitet.