05.02.2012 - Dauerfrost - Feuerwehr warnt vor geplatzten Wasserleitungen
Feuerwehr rechnet mit vielen Einsätzen bei einsetzendem Tauwetter durch geplatzte Wasserleitungen und Heizkörper – bereits mehrere Feuerwehreinsätze wegen Wasserschäden – Tipps der Feuerwehr zur Vorbeugung
Durch den Frost mit extrem niedrigen Temperaturen gefrieren derzeit auch Wasserrohre oder abgestellte Heizkörper in unbeheizten Bereichen und Räumen innerhalb von Gebäuden. Dabei bringt das entstehende Eis häufig die Rohre zum platzen. Bei steigenden Temperaturen taut das Eis in den Rohren und das nachströmende Wasser tritt dann teilweise lange unbemerkt aus. Hierbei entstehen erhebliche Schäden an den betroffenen Gebäuden.
In den letzten Tagen war die Feuerwehr Braunschweig bereits mehrfach im Einsatz, um die Folgen von geplatzten Wasserrohren zu beheben. Am Freitag wurden z.B. in einer Wohnung an der Bundesallee gleich fünf Räume einer Wohnung unbewohnbar, weil in einem darüberliegenden unbeheizten Raum ein abgestellter Heizkörper geplatzt war und massiv Wasser in die darunterliegende Decke lief. Durch das Wasser hatte sich die Lehmdecke vollgesaugt und drohte herabzustürzen.
Damit Hausbesitzer und Mieter noch rechtzeitig einen schweren Schaden verhindern können rät die Feuerwehr Braunschweig dringend die Wasserrohre und Heizungsanlagen in unbeheizten Bereichen und den Außenbereichen zu kontrollieren und ggfs. möglichst abzusperren.
Viele Schäden und damit auch Kosten könnten aber vermieden werden, wenn von den Hausbewohnern rechtzeitig Vorsorge getroffen wird.
Hier einige Tipps, an die Sie denken sollten, damit es bei Ihnen nicht zum Wasserschaden kommt:
- Auch in bewohnten Räumen drohen Frostschäden, wenn Räume nicht ständig oder ausreichend beheizt werden. Auch in diesen Räumen sollte man immer auf kleiner Stufe heizen.
- Leitungen in unbeheizbaren Bereichen (Dachboden, Keller..) stellen eine besondere Gefahr dar. Halten Sie in diesen Bereich unbedingt bei Minustemperaturen die Fenster verschlossen und versuchen Sie die Leitungen zu isolieren. Überwachen Sie die Temperatur in diesen Räumen. Bei sehr strengem Frost sollten derart gefährdete Leitungen entleert oder beheizt werden.
- Im Winter nicht benötigte Leitungen, die beispielsweise in außenliegende Anlagen oder Gebäude führen (Gartenbewässerung, Garagen..)sollten abgesperrt und vollständig entleert werden. Das Entleerungsventil an der Rohrleitung sollte ständig geöffnet bleiben.
- Haben Sie dennoch eine eingefrorene Leitung entdeckt, sollten Sie möglichst zeitnah mit Gegenmaßnahmen beginnen und den Wasserzulauf in diese Leitung unverzüglich abstellen. Damit vermeiden Sie, dass das Wasser nach dem Auftauen ungehindert z. B. durch ein Leck austritt.
- Tritt Wasser aus einem geplatzten Rohr aus, schließen Sie sofort den Hauptwasserhahn und stellen Sie den Strom ab. Sollten die eigenen Mittel zur Beseitigung des Schadens nicht ausreichend sein, informieren Sie die Feuerwehr.
Sollte es trotzdem zu eingefrorenen Leitungen kommen, so ist es häufig mit einfachen Mitteln möglich, die Leitung selbst aufzutauen. Hierbei sollten Sie jedoch einige Tipps beachten:
- Während man die Leitung vorsichtig auftauen lässt, sollte die Wasserzufuhr abgestellt werden.
- Tauen Sie die Leitungen nur mit heißem Wasser oder heißen Tüchern auf. Auf keinen Fall sollten Leitungen mit Infrarotstrahler, Heißluftpistolen oder offenem Feuer (Kerzen, Lötlampen oder Schweißbrenner) enteist werden – hier drohen Brandschäden, die unter Umständen deutlich schlimmer sind als Frostschäden.
- Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, eine Fachfirma zu rufen. Jeder Installateur kann mit eingefrorenen Leitungen umgehen und bekommt sie meist ohne größeren Schaden wieder frei.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.feuerwehr.braunschweig.de oder bei den Sanitärinstallations- Fachbetrieben.