07.01.2012 - Großeinsatz für Rettungsdienst nach Reizgasfreisetzung in Braunschweiger Diskothek
Am frühen Samstagmorgen wurde die Integrierte Regionalleitstelle BS-PE-WF der Feuerwehr Braunschweig gegen 1:45 Uhr über eine vermutliche Reizgasfreisetzung in einer Braunschweiger Diskothek informiert.
Aufgrund der ersten Erkenntnisse und der erwarteten hohen Patientenzahlen wurde durch die Leitstelle nach dem Stichwort „MAnV“ (Massenanfall verletzter Personen) alarmiert.
Dazu zählten folgende Einsatzmittel:
- Direktionsdienst der BF Braunschweig
- Inspektionsdienst der BF Braunschweig
- Leitender Notarzt
- Organisatorischer Leiter Rettungsdienst
- 5 Rettungswagen
- 2 Notärzte
- 2 Mannschaftstransportfahrzeuge
- 1 Löschfahrzeug der BF Braunschweig
Insgesamt 25 Einsatzkräfte
Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten die meisten Besucher die Räumlichkeiten bereits verlassen und standen auf der Straße. Viele klagten über Reizung der Augen und Atemwege.
Eine Sichtung der Patienten durch die Notärzte ergab, dass 10 Leichtverletzte in Braunschweiger Krankenhäuser transportiert werden mussten. Einige der Leichtverletzten wurden mit einem Mannschaftstransportfahrzeug der Feuerwehr unter Begleitung von zwei Rettungsassistenten ins Krankenhaus gefahren.
2 Verletzte brauchten nach einer Behandlung im Rettungswagen vor Ort nicht in Krankenhäuser gebracht werden.
Knapp 45 Minuten nach Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte waren alle Patienten auf dem Weg in die Krankenhäuser.
Die Diskothek hat nach der Räumung in der Nacht nicht wieder geöffnet. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.