06.07.2012 - Starkregen über Braunschweig – 37 Unwettereinsätze und ein überlaufender Heizöltank – Brand in TU Bibliothek

Regengebiet ließ ab 22:00 Uhr viele Keller im Stadtgebiet volllaufen - Am Madamenweg wurde ein Heizöltank geflutet und größere Mengen Heizöl schwemmten aus dem Tank auf das Gelände Feuerwehrfahrzeug von umstürzenden Baum getroffen – Brand in der TU Bibiliothek.


 

Ab ca. 21:00 Uhr, als sich in der Region ein Starkregengebiet ergoss, begann eine einsatzintensive Nacht für die Feuerwehr Braunschweig. An vielen Stellen im Stadtgebiet drangen die Wassermassen in die Häuser ein. Die Straßeneinläufe konnten nicht mehr den Regen aufnehmen sodass mehrere Straßen überflutet wurden. 

Zu Beginn waren Einsätze im Osten Braunschweigs zu bearbeiten. In der Fasanenstraße drohte über eine verstopftes Fallrohr eine Wohnung vollzulaufen, nachdem sich bereits der Balkon 50 cm hoch mit Wasser gefüllt hatte. Durch die Feuerwehr wurde das Abflussrohr entfernt und größerer Schaden konnte verhindert werden. Noch während dieser Einsatzmaßnahmen stürzte ein auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehender Baum gegen das Feuerwehrauto. Das Fahrzeug wurde nur leicht beschädigt musste aber von der eigenen Besatzung freigeschnitten werden.  Da noch ein weiterer Baum sich gefährlich neigte, wurde auch dieser gefällt, bevor er weiteren Schaden anrichten konnte. 

Zeitgleich mussten mehrere Keller in verschiedenen Teilen der Stadt lehrgepumpt bzw. abgedichtet werden. Eine Gaststätte in der Holwedestraße traf es besonders – dort war der Keller vollgelaufen.

Der Serverraum eines Unternehmens an der Saarbrückener Straße war ebenso betroffen, wie eine große Produktionshalle am Bienroder Weg.  Insgesamt waren bis zum Morgen 37 Einsätze aufgrund des Starkregens zu bearbeiten.


Einen besonderen Einsatzschwerpunkt bildete ein durch Regenwasser vollgelaufener Heizöltank am Madamenweg. Hier verteilten sich mehrere hundert Liter Heizöl mit Wasser gemischt auf einem großflächigen  Gelände und liefen in benachbarte Gewässer. Zur Beseitigung und Verhinderung der weiteren Ausbreitung war neben zahlreichen Einsatzkräften der Feuerwehr Braunschweig, der Unteren Wasserbehörde und der Stadtentwässerung auch ein Fachzug der Kreisfeuerwehr Helmstedt mit einem Spezialgerät zur Aufnahme und Trennung des Wasser-Öl-Gemisches. Dieser material- und arbeitsintensive Einsatz dauert insgesamt fast sechs Stunden. 

Gegen 3:30 Uhr wurde von TU-Bibliothek ein automatischer Brandmeldealarm an die Feuerwehr gemeldet. Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass offensichtlich eine ganze Reihe von Rauchmeldern ausgelöst hatte und Rauch zu sehen war. Aufgrund der unklaren Lage in dem weitläufigen Gebäude wurden sofort weitere Einsatzkräfte zur Suche des Brandherdes nachalarmiert.

Als Ursache für die Rauchentwicklung stellte sich schließlich ein brennender Raum heraus. Hier war ein Kühlschrank in Brand geraten und der Brand hatte sich auf den Rest des Raumes ausgebreitet. Auch wenn der Brand schnell gelöscht werden konnte, entstand erheblicher Rauch- und Brandschaden. 

Zusätzlich waren neben den diversen Wasserschäden auch weitere „Alltagseinsätze“  z.B. zwei Fehleinsätze aufgrund ausgelöster Brandmeldeanlagen, kleinere technische Hilfeleistungen und  zahlreiche Rettungsdiensteinsätze bearbeitet.

Und während es in ganz Braunschweig stark regnete, wurde der Löschzug der Feuerwache Süd zu einem Feuerschein auf einem Balkon in der Leipziger Straße alarmiert.  Am Ort stellte sich heraus, dass auch schlechtes Wetter nicht jeden vom Grillen abhält.

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