29.05.2012 - Großbrand: Große Teile der Kartbahn in BS-Wenden zerstört
Rauchsäule über Wenden - Großaufgebot an Feuerwehrkräften konnte Ausbreitung auf Nachbarbereiche verhindern – Gasflaschen konnten rechtzeitig vor dem Zerbersten gekühlt werden
Am Dienstagnachmittag, um 15:43 Uhr wurde der Feuerwehr Braunschweig über Notruf ein Brand in der Kartbahn in Braunschweig-Wenden gemeldet.
Die Einsatzkräfte des Löschzuges der Hauptfeuerwache und der zuständigen Ortsfeuerwehr Wenden konnten schon auf der Anfahrt zum Einsatzort eine Rauchsäule erkennen. Da auch weitere Notrufe in der Leitstelle einliefen, wurde zusätzlich der 2. Löschzug von der Südwache in Marsch gesetzt. Auch die Ortsfeuerwehrten Thune und Bienrode wurden alarmiert.
Durch die ersteintreffenden Einsatzkräfte wurde der Schwerpunkt auf das Verhindern der weiteren Ausbreitung und das Kühlen der Druckgasflaschen gelegt, um eine Explosion zu verhindern. Zunäüchst wurden 2 Trupps mit Atemschutzgeräten und Strahlrohren im Innenangriff eingesetzt. Ergänzt wurden die Einsatzmaßnahmen durch eine Drehleiter, die mithilfe eines Wasserwerfers von Außen eine weitere Ausbreitung verhinderte. Ein zweiter Abschnitt wurde auf der Westseite der Halle durch den Südwachenzug gebildet. Die Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehren wurden den Abschnitten zugewiesen.
Seitens des Wasserversorgers wurde der Wasserdruck im Hydrantensystem erhöht, um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben.
Nach ca. 1,5 Stunden war das Feuer gelöscht. Nachlöscharbeiten und umfangreiche Belüftungsarbeiten, zu denen auch ein spezielles Großbelüftungsgerät der Werkfeuerwehr VW eingesetzt wurde, folgten.
Da sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs keine Kunden und nur wenige Bedienstete in der Kartbahn aufhielten, gab es glücklicherweise keine Verletzten. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden temporär von der Polizei die benachbarte Autobahn A391 und weitere benachbarte Straßen gesperrt.
Der eigentliche Brand blieb auf den östlichen Teil der Halle begrenzt. Dieser Teil ist jedoch aufgrund von Einsturzgefahr nicht mehr begehbar. Die restlichen Bereiche der Halle waren vom Feuer nicht betroffen, sind aber erheblich durch Rauch und thermische Brandgase geschädigt. Der Gesamtschaden dürfte nach ersten Schätzungen mehrere hunderttausend Euro betragen.
Zur Brandursache hat die Kripo die Ermittlungen aufgenommen.
Im Laufe des Einsatzes kam es zu einem weiteren Folgeeinsatz im Bereich Wenden, bei dem wahrscheinlich durch Funkenflug ein Kleinbrand im Bereich einiger Bahnschienen gelöscht werden musste.
Während der Löscharbeiten wurden die Berufsfeuerwehrwachen durch dienstfreie Einsatzkräfte und durch freiwillige Feuerwehren besetzt.
Insgesamt waren 93 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen im Einsatz.