14.06.2011 - Feuerwehr rettet Reh aus Mittellandkanal und Katze vom Baum

Am 14.06.11, um 16:18 Uhr meldete eine Anruferin aus Wenden ein im Mittellandkanal schwimmendes Reh. Daraufhin rückten Einsatzkräfte von der Hauptfeuerwache und die Ortsfeuerwehr Wenden aus, um das Tier zu retten. Die Ortsfeuerwehr erkundete, während sich die Kräfte der Hauptwache noch auf der Anfahrt befanden, den angegebenen Bereich konnte aber kein Tier erblicken.

Ein Mitarbeiter der Hafengesellschaft meldete in diesem Moment ein im Braunschweiger Hafen schwimmendes Reh. Der Inspektionsdienst und der Rüstwagen der Hauptwache sowie die OF Wenden führen daraufhin zum Hafen. Hier konnte das Tier entdeckt werden. Nach späteren Aussagen eines Zeugen handelte es sich um das bereits in Wenden gesichtete Tier. Es schwamm unermüdlich im Bereich des Hafens legte auf seinem Weg über 3000 Meter zurück.

Die Berufsfeuerwehr ließ ein Schlauchboot zu Wasser und fuhr dem Tier hinterher. Ein vorbeifahrendes privates Boot, welches ebenfalls den Mittellandkanal befuhr, unterstützte die Rettungsaktion. Nach einer etwa 15 Minütigen Verfolgungsjagd konnte das Tier durch die Berufsfeuerwehr und einen Passanten an der nördlichen Kanalseite gefasst und ans Ufer gerettet werden. Nach einer ausgedehnten Verschnaufpause konnte das Tier unter den Augen der Retter und des herbeigerufenen stellvertretenden Hegeringsleiters seinen Weg in die Freiheit mit großen Sprüngen genießen.

Wegen der streckenweise hohen Spundwände können Tiere das Wasser nur an bestimmten Stellen aus eigener Kraft verlassen. Die Schwimmleistung des jungen Rehbocks kann als Bemerkenswert bezeichnet werden.

Um 18:18 Uhr wurde zunächst der Inspektionsdienst in die Heinrichstraße gerufen. Hier solle sich eine Katze in einem Baum befinden, die diesen nicht mehr verlassen könne.

Nach kurzer Beurteilung der Lage entschied der Einsatzleiter die Katze mit Hilfe der Drehleiter vom Baum zu Retten. Trotz der engen Platzverhältnisse in der Baumkrone konnte das Tier aus dem Rettungskorb der Drehleiter erreicht werden. Ein Beamter der Berufsfeuerwehr ergriff das Tier bevor es fliehen konnte und brachte es sicher auf den Boden zurück. Hier wurde es an den Tierschutz übergeben. Um sich von dem Schrecken zu erholen wurde das Tier zunächst in das Tierheim gebracht.

 

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