25.04.2011 - Unruhiges Osterfest für Feuerwehr und Rettungsdienst Braunschweig

Mehrere Verletzte bei drei Wohnungsbränden – Bei zwei Osterfeuern musste durch Feuerwehr eingegriffen werden  - Mehrere Müllbehälter und ein PKW brannten im Stadtgebiet - Rettungsdienst gut beschäftigt. 

Während es am Karfreitag verhältnismäßig ruhig war, hatten die Feuerwehr und der Rettungsdienst an Ostern alle Hände voll zutun. Feiernde Eintracht-Fans, Osterfeuerbesucher sowie Mitbürger, die das schöne Wetter genossen, forderten den Rettungsdienst zusätzlich zum Standardeinsatzgeschehen. Bis Montag waren über 200 Einsätze zu bearbeiten. Viele der Einsätze waren auf übermäßigen Alkoholgenuss zurückzuführen. 

Zahlreiche Einsätze beschäftigten die Feuerwehr über Ostern: 

Auch wenn Braunschweigs Feuerwehr keine spektakulären Großbrände zu bekämpfen hatte, gab es am Ostersamstag und -sonntag bei insgesamt drei Bränden in Wohnungen Verletzte. 

- Am Samstagmittag zog sich ein 11jähriger beim Brand eines Badezimmers am Madamenweg eine Rauchvergiftung zu. Er war alleine in der Wohnung als der Brand ausbrach. Glücklicherweise bemerkte er den Brand rechtzeitig und konnte sich unverletzt ins Freie retten. Der Brand konnte durch die Feuerwehr auf das Badezimmer begrenzt werden. Allerdings entstand durch den Brandrauch erheblicher Schaden in der Wohnung. 

- Eine enorme Rauchentwicklung entstand am Samstagabend, als ein Bewohner eines Wohnappartements in der Wilhelmstraße sein Essen auf dem Herd vergaß. Die Kleinwohnung und der komplette Flur waren verraucht, so dass Mitbewohner die Feuerwehr alarmierten. Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Bewohner immer noch in seiner Wohnung und öffnete die Tür nicht. Als die Feuerwehr die Tür aufbrechen wollte, öffnete der stark alkoholisierte Bewohner schließlich. Das angebrannte Essen wurde von der zwischenzeitig rotglühenden Herdplatte ins Freie gebracht und der Bewohner vom Rettungsdienst mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. 

- Am Ostersonntag kam es gegen Mittag in der Uhlandstraße zu einem Wohnungsbrand in einem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus. In einer Erdgeschosswohnung war aus ungeklärten Gründen in der Küche ein Brand ausgebrochen. Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte um 11:57 Uhr waren alle Bewohner der Brandwohnung im Freien. Die Wohnung und das Treppenhaus waren jedoch stark verraucht. Die Bewohner der darüber liegenden Wohnungen konnten das Haus daher nicht mehr über die Treppe verlassen. Sie verhielten sich jedoch besonnen, machten sich an ihren Fenstern bemerkbar und warteten in den Wohnungen ab, bis die Feuerwehr den Brand gelöscht hat und das Gebäude vom Rauch befreit hatte.

An der Brandwohnung entstand erheblicher Sachschaden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. 

Leider musste die Feuerwehr an Ostern auch bei einigen außer Kontrolle geratenen oder nicht genehmigten Osterfeuern eingreifen.

Im Bereich der Salzdahlumer Straße hatte ein Feuer bereits auf die benachbarte Vegetation übergegriffen. Neben dem Feuer aufgestellte Bierzeltgarnituren brannten bereits. Da zusätzlich durch den Rauch ein benachbartes Krankenhaus beeinträchtigt wurde, löschte die Feuerwehr das Feuer in Abstimmung mit dem Veranstalter komplett.

Weniger Verständnis zeigte der Veranstalter eines privaten Osterfeuers auf einem Firmengelände im Siegfriedviertel. Dort war die Feuerwehr von mehreren Passanten alarmiert worden, weil Flammen meterhoch in Bäume schlugen und Funken in der Umgebung niedergingen. Die Einsatzkräfte löschten den Scheiterhaufen, begleitet durch üble Beschimpfungen und Beleidigungen des stark alkoholisierten Veranstalters, soweit ab, dass er auf Lagerfeuergröße begrenzt blieb. 

In der Nacht zum Ostersonntag brannte in der Katharinenstraße ein PKW aus. Eine im Fahrzeug gelagerte Gasflasche explodierte glücklicherweise nicht. Außerdem brannten mehrere Müllbehälter in den Stadteilen Broitzem, Rühme und Gliesmarode. 

Einen ungewöhnlichen Einsatz hatte die Feuerwehr am Abend des Ostersonntags zu bewältigen. In einem Kaufhaus in der Innenstadt hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Am Ort stellte sich die automatische Verneblung durch die Einbruchsmeldeanlage als Grund heraus, die durch eine im Gebäude fliegende Taube ausgelöst hatte.

Brandeinsatz Uhlandstraße

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