25.07.2011 - Explosion verwüstet Wohnung - Mehrfamilienhaus unbewohnbar
Am heutigen Montagabend wurde der Feuerwehr um kurz nach 19.00 Uhr eine Explosion in der Bergstraße im östlichen Ringgebiet gemeldet. Mehrere Anrufer gaben der Leitstelle an, dass es eine Explosion gegeben habe und mehrere Fensterscheiben zerborsten sind.
Beim Eintreffen der Feuerwehr wurden diese Schilderungen bestätigt. Im Erdgeschoss der betroffenen Wohnung waren fast alle Fensterschreiben zerstört, die Hauseingangstür und auch die Wohnungstüren waren durch die Druckwelle aus den Wänden gedrückt worden.
Der Bewohner Wohnung, in der die Verpuffung stattgefunden hat, wurde nur leicht verletzt. Er wurde vom Notarzt und Rettungsdienst untersucht und zur Kontrolle ins Städtische Klinikum transportiert. Er hat sich leichte Verbrennungen und Schnittverletzungen zugezogen. Ein in der Wohnung lebendes Kaninchen konnte durch die Feuerwehr unverletzt aus der Wohnung gerettet werden.
Nach seinen Aussagen war er dabei Feuerzeuggas umzufüllen, als plötzlich die Explosion stattfand. Zum Glück war zum Zeitpunkt nur ein weiterer Bewohner in dem 6 Wohnungen umfassenden Haus, er blieb unverletzt und konnte sich selbst in Freie retten.
Die Feuerwehr kontrollierte die betroffenen Bereiche, es gab jedoch an keiner Stelle einen durch die Explosion ausgelösten Folgebrand. Auch die Messung der Gaskonzentration ergab keine erhöhten Messwerte. Durch die Feuerwehr wurde BSEnergy beauftragt die Strom und Erdgaszufuhr zu dem Gebäude abzustellen, da Schäden an den Strom- und Gasleitungen nicht ausgeschlossen werden können.
Durch die Druckwelle wurden auch die Wohnungstüren der anderen Wohnungen aus den Wänden gedrückt. Da Schäden an den Decken nicht ausgeschlossen werden können, konnten die Bewohner nicht in Ihre Wohnungen zurückkehren. Vor der Freigabe muss das Haus von einem Statiker kontrolliert werden. Die Bewohner sind zum Großteil bei Freunden und Verwandten untergekommen.
An dem Gebäude und den Nachbargebäuden entstand erheblicher Sachschaden, die Höhe lässt sich noch nicht beziffern. Die Polizei hat die Ursachenermittlung aufgenommen.
Einsatzleiter Torge Malchau: „Rückwirkend betrachtet ist die Explosion recht glimpflich abgelaufen, es hätte deutlich mehr Verletzte geben können. Auf der Anfahrt zum Einsatzort hatte ich ein mulmiges Gefühl, das Einsatzstichwort „Explosion“ lässt einen natürlich sofort an die Geschehnisse in Oslo denken, zum Glück war es kein Attentat.“